Dienstag, 27. August 2019

Beyond Eurovision (21): Serbien



Serbien - Nehmen wir heute mal wieder ein Land, das auch schon eine lange Tradition beim Eurovision Song Contest hat, selbst zu einer Zeit, als die Eurovision noch in Schwarz-Weiß gesendet wurde. Serbien nahm als Teil des Vielvölkerstaates Jugoslawien schon in den 60er Jahren am Wettbewerb teil, was vor allem dem Umstand zu verdanken war, dass es sich mit einer Sonderform des Sozialismus sowohl die Türen gen Osten als auch Richtung Westen offen hielt. So war der Sender JRT ebenfalls Teil der EBU und durfte eigene Beiträge zur Eurovision schicken.

 Schnelle Fakten
Hauptstadt
Belgrad
Sprachen
Serbisch
Fläche
77.474km²
Währung
Serbischer Dinar (Din.)
Einwohner
7,0 Mio.
Internet-TLD
.rs
Zeitzone
UTC+1
Wiki-Info

Seit 2003 heißt das Land nun nicht mehr Jugoslawien sondern war zunächst als Serbien-Montenegro einer der Teilstaaten der Union mit dem kleinen Nachbarn Montenegro, der sich 2006 in die Unabhängigkeit verabschiedete. Serbien bestand damals noch aus dem Kernland, dem Kosovo sowie der autonomen Vojvodina im Norden des Landes. Inzwischen hat sich auch der Kosovo separiert und kämpft um internationale Anerkennung, die oben stehenden Daten beziehen sich auf das Kernland ohne den Kosovo, den wir hier zu gegebener Zeit noch einmal extra behandeln.


Wie man den Melodien beim Song Contest entnehmen konnte, schwingt bei der serbischen Musik immer ein Hauch Melancholie mit. Interpreten wie Željko Joksimović oder die Siegerin Marija Šerifović haben dieses Bild nach außen getragen, dennoch gibt es auch ganz andere Musikstile, etwa den Turbofolk, der sich in den 70er Jahren entwickelt hat und stets mit Akkordeonbegleitung daherkommt. Bekannte Vertreter dieser Stilart sind u.a. die Sängerin Lepa Brena oder Svetlana Ražnatović alias Ceca. Außerhalb des ehemaligen Jugoslawiens hat sich dieser Musikstil nicht durchgesetzt.

Vorstellen möchte ich heute aber eines meiner Lieblingslieder aus Serbien, das man als klassisches Poplied einsortieren kann. Dušan Zrnić kennt man durch seine Teilnahme am lokalen Idols-Ableger im Jahr 2003. Auch an der hiesigen Beovizija hat er schon teilgenommen, sein Beitrag "Tvoje drugo ime je greh" belegte im Finale von 2009 den siebten Platz. 2013 probierte er sein Glück noch einmal bei der Beovizija, "Što prolazim" konnte sich allerdings nicht über das Halbfinale hinaus qualifizieren. Zwischen seinem ersten Castingauftritt und der Song Contest-Bewerbung erschien der unten vorgestellte Titel "Bomba".

Dušan Zrnić - Bomba

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