Montag, 26. August 2019

Beyond Eurovision (19): Bhutan



Bhutan - Tief im Himalaya versteckt liegt Druk Yul, das Land des Donnerdrachens oder wie es bei uns heißt: Bhutan. Was auf der Weltkarte sehr unscheinbar zwischen China und Indien eingequetscht aussieht, ist tatsächlich in etwa so groß wie die Schweiz und gar größer als Belgien oder Albanien. Der Großteil des Landes wird von den Bergen des Himalayas eingenommen, insgesamt lebt hier nicht einmal eine Million Menschen. Die Abgeschiedenheit bringt dafür den Vorteil, dass sich die Kultur Bhutans frei von äußeren Einflüssen entwickeln kann.

Schnelle Fakten
Hauptstadt
Thimphu
Sprachen
Dzonghka
Fläche
38.394km²
Währung
Ngultrum (དངུལ་ཀྲམ)
Einwohner
727.000
Internet-TLD
.bt
Zeitzone
UTC+6
Wiki-Info

So dauerte es beispielsweise bis 1999, bis das Fernsehen Einzug hielt, seit 2004 gibt es Mobiltelefone. Das Land ist ein Königreich, in dem es nur schleppend zur Öffnung gegenüber Neuem kommt und Reformen eingeleitet werden. Dennoch zählt die Bevölkerung des Landes, das vor allem von der Landwirtschaft und minimalem Tourismus lebt, zu den glücklichsten der Welt. König Jigme Singye Wangchuck ließ sogar eine Statistik zum Bruttonationalglück erstellen und erklärte die Zufriedenheit der Bevölkerung zum obersten Ziel der Politik. 

Besonders gepflegt wird das Brauchtum vergangener Jahrhunderte, stark geprägt ist dies durch tibetische Einflüsse. Auch in der Musikkultur des Landes spiegelt sich die Nutzung traditioneller Instrumente und Klänge wieder. So wird man sich die Zähne ausbeißen, sollte man es probieren, moderne westliche Popmusik "made in Bhutan" zu suchen. Stattdessen bekommt man insbesondere bei Youtube eine Vielzahl wunderschöner Panorama-Aufnahmen des Landes, in dem sich eine handvoll Interpreten in traditionellen Gewändern durch die Kulisse schiebt. 

Einer von ihnen ist Yue Gi Bhu, den ich an dieser Stelle vorstellen möchte und der, wie alle anderen Musiker des Landes in ihrer Landessprache Dzongkha singen. Die Sprache hat sich aus einem älteren Zweig der tibetischen Sprache entwickelt und ist neben Tibetisch und Hindi die am weitesten verbreitete Sprache im Land. Worum es in dem Titel "Euden" geht, kann ich allerdings nur mutmaßen, aber er hat eine schöne Melodie. "Euden" gibt es auch noch in einer emotionaleren und folkloristischeren Version, nämlich hier

Yue Gi Bhu - Euden

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