Montag, 13. August 2018

Eurovision 2019: EBU hat Plan B in der Hinterhand [UPD]



Israel - Für den Eurovision Song Contest muss IPBC zwölf Millionen Euro als Sicherheitskaution bei der Europäischen Rundfunkunion hinterlegen. Die Frist hierfür endet in wenigen Stunden und die israelische Regierung hat noch einmal klargemacht, dass IPBC mit seinem zugeteilten Etat auskommen muss und keine zusätzlichen Leistungen vom Finanzministerium erhalten wird. Die Ausrichtung der Eurovision 2019 in Israel steht damit wieder einmal in Frage.

Auf Anfrage von ESCtoday.com hat sich die Europäische Rundfunkunion in ihrer bekannt nebligen Art und Weise zu dem drohenden Fiasko für Israel geäußert. In einer Mitteilung aus Genf heißt es: "Die EBU arbeitet eng mit Kan in Bezug auf die morgige Deadline zusammen, um vorausschauen Vereinbarungen für den nächsten Eurovision Song Contest in Israel zu treffen. (...) Sollte eine Situation eintreten, in der der nationale Rundfunk die Anforderungen nicht erfüllt, gibt es immer Notfallpläne, wie es für eine solch große Veranstaltung üblich ist."

Ob die Europäische Rundfunkunion nun aber tatsächlich dem israelischen Fernsehen das Recht aberkennt, den Eurovision Song Contest 2019 zu veranstalten, bleibt tatsächlich abzuwarten. Es wäre das erste Mal seit 1980, dass der Wettbeweb nicht in dem Land stattfindet, das zuvor gewonnen hat. Die Ironie des Schickals möchte es, dass es einst ebenfalls Israel traf, damals jedoch, da der angesetzte Termin mit dem Gedenktag Yom haZikaron kollidierte und er nach Den Haag verlegt wurde. Dies ebnete damals den Weg für ein einmaliges marokkanisches Gastspiel.

Update [21:26]: Die gegenseitige Erpressung, laut Online-Report der Zeitung Haaretz, könnte Folgen für den Sender IPBC haben. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu fordert, dass der Sender die geforderten zwölf Millionen Euro selbst zu zahlen hat, andernfalls sei das Ministerium per Gesetz in der Lage, den Sender komplett zu schließen. "(...) ein Organ, das 750 Millionen israelische Schekel an öffentlichen Geldern erhält, das Budget für den Eurovision-Garantieempfänger selbst aufbringen kann.", heißt es. Finanzminister Moshe Kahlon kritisierte die Forderung des Senders, der Staat solle die Kaution aufbringen, zuvor als "schweren Fehler". 

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