Donnerstag, 2. August 2018

90er Voting: Die Plätze 48 bis 45


Europa - Peu à peu präsentierten wir in diesen Tagen unsere demokratisch im Song Contest-Modus gewählten Lieblingsbeiträge der 90er Jahre. Heute sind die Plätze 48 bis 45 an der Reihe, die es immerhin schon auf 24 bzw. 25 Punkte gebracht haben. Allerdings setzen sich diese Punkte bei allen Interpreten aus mehreren kleinen Wertungen zusammen, eine Zwölf hat keiner der heute genannten Kandidaten erhalten, trotz allem bleiben es Perlen der Eurovision.

Platz 48 - 24 Punkte - Estland 1997
Maarja-Liis Ilus - Keelatud maa

Im Jahr zuvor gab Maarja-Liis Ilus ihr Debüt beim Eurovision Song Contest in Oslo. Damals hatte sie noch die Unterstützung des wesentlich älteren Sängers Ivo Linna. 1997 durfte der ehemalige Kinderstar dann als Solistin zur Eurovision und sang über die Hürden in einer Beziehung. "Keelatud maa" ("Verbotenes Land") belegte in Dublin den achten Platz unter 25 Teilnehmern. Begleitet wurde sie dabei u.a. von Evelin Samuel als Backgroundsängerin, die zwei Jahre später selbst als Interpretin in Jerusalem auf der Bühne stand. Maarja veröffentlichte später mehrere Alben und absolviert noch heute zahlreiche Auftritte in Estland und dem europäischen Ausland.

Platz 47 - 24 Punkte - Jugoslawien 1992
Extra-Nena - Ljubim te pesmama

1992 in Malmö stand zum letzten Mal in der Geschichte des Eurovision Song Contests der Name "Yugoslavia" auf der Punktetafel. Im gleichen Jahr brach auf dem Territorium des einstigen Vielvölkerstaates ein fürchterlicher Krieg aus, in dessen Folge Rest-Jugoslawien auch von der EBU an der Teilnahme am Eurovision Song Contest gehindert wurde. 1992 schickte der Sender JRT allerdings noch die Sängerin Snežana Berić alias Extra Nena nach Malmö, die nur noch die heutigen Teilrepubliken Serbien und Montenegro vertrat. Extra Nena sang "Ljubim te pesmama" ("Ich küsse dich mit Liedern") und sang über wilde Zigeunerträume. Abschließend gab es für Jugoslawien den 13. Platz.

Platz 46 - 25 Punkte - Norwegen 1998
Lars A. Fredriksen - Alltid sommer

Lars A. Fredriksen wurde in Skien in der Telemark geboren und sammelte bereits im Kindesalter musikalische Erfahrungen mit dem Oslo Gospel Choir. Mit ihm reiste Lars durch die ganze Welt und verkaufte über 700.000 Tonträger. 1998 gewann er dann mit seinem fröhlichen "Alltid sommer" ("Immer Sommer") den Melodi Grand Prix in seiner Heimat und durfte Norwegen beim Eurovision Song Contest in Birmingham vertreten. Dort reichte es für einen souveränen achten Platz, ein Jahr später folgte die Veröffentlichung seines Albums "Pleased to meet you", anschließend wurde es ruhiger um ihn.

Platz 45 - 25 Punkte - Niederlande 1999
Marlayne - One good reason

Die mittlerweile 47jährige Marleen van den Broek sammelte ihre ersten musikalischen Erfahrungen im Backgroundchor von René Froger, der mit seinen Toppers spätestens seit 2009 auch Eurovisionsfans ein Begriff sein dürfte. 1999 löste sich die Sängerin von ihrem Ziehvater und startete eine Solokarriere, die ihren Höhepunkt im gleichen Jahr erreichte, als sie den niederländischen Vorentscheid gewann und mit "One good reason" zum 44. Song Contest nach Jerusalem fahren durfte. In den Folgejahren vergab sie die niederländischen Song Contest-Punkte, 2014 war sie Teil der Länderjury. Beim Song Contest wurde sie Achte, hier wird sie 45.

Ausschließlich Beiträge aus den geraden Jahrgängen folgen morgen im Ranking, wenn die Plätze 44 bis 40 veröffentlicht werden. Dabei ist morgen geballte Frauenpower, nur ein Herr taucht im morgigen Ranking auf und der stand auch nicht allein auf der Bühne.

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