Montag, 18. Juni 2018

Israel: Warnung des EBU-Generaldirektors



Israel - Und weiter geht der Trouble um das israelische Fernsehen IPBC. Nunmehr hat sich auch der Generaldirektor der Europäischen Rundfunkunion, der Ire Noel Curran, eingeschaltet. Demnach warnt Curran, dass der Mitgliedschaftsantrag des Senders auf Eis gelegt werden könnte, sollte der Oberste Gerichtshof des Landes ein Gesetz absegnen, dass die Auslagerung der Nachrichtensparte beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk auslagert.

Die Führungsspitze des Senders IPBC, Gil Omer und Eldad Koblenz, wurden aus Genf davon in Kenntnis gesetzt, dass der bisher immer noch schwebende Mitgliedsstatus des Senders davon abhängt, ob die höchste juristische Instanz des Landes Israels einem Entwurf zustimmt, dass die Auslagerung des Nachrichtenbüros legitim ist. Die EBU hat ihre Vorbehalte in einem Brief an IPBC deutlich gemacht, dass kein Mitglied der Union seine Nachrichten von einem externen Anbieter bezieht.

Nach Angaben aus Israel stehe der Auslagerung nach dem Empfinden des Obersten Gerichtshofs nichts im Wege, um eine Ausrichtung des Eurovision Song Contests 2019 zu gewährleisten, soll die finale Entscheidung um zwölf bis 18 Monate nach hinten verschoben werden. Ende Juni entscheidet die Europäische Rundfunkunion, ob die Interimsmitgliedschaft von IPBC verlängert wird oder nicht. Alle Beteiligten werden bis zum Eurovision Song Contest im nächsten Jahr noch eine Menge Steine aus dem Weg räumen müssen.

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