Montag, 11. Juni 2018

Eurovision 2019: Regierung mischt sich nicht in Vergabe ein



Israel - Kaum ein Tag ohne Meldungen über die Spekulationen um die Gastgeberstadt des 64. Eurovision Song Contests. Nachdem sich Haifa, Jerusalem, Petah Tikva und Eilat ernsthaft überlegen, den Wettbewerb in ihre Stadt zu holen, hat die oberste Führungsriege des Staates Israel Freitagmorgen erklärt, dass sich die Politik nicht bei der Vergabe des Song Contests einmischen wird.

Benjamin Netanjahu persönlich sagte bei einem Treffen mit Finanzminister Moshe Kahlon und Kommunikationsminister Ayoub Kara, dass die Regierung sich nicht in die Wahl des Ausrichters für den Eurovision Song Contest 2019 einmischen wird. Dies berichtet zumindest das israelische Nachrichtenportal "Haaretz". Die EBU hatte zuletzt Kritik an der zunehmenden Politisierung des Eurovision Song Contests ausgedrückt und äußerte Bedenken, ob eine Vergabe an Jerusalem nicht zu Boykottambitionen einiger Nationen führen könnte.

Der 64. Song Contest wird im kommenden Jahr in Israel stattfinden, genaue Termine liegen noch nicht vor, Einzelheiten sollen in Abstimmung zwischen dem verantwortlichen Sender IPBC und der Europäischen Rundfunkunion bei weiteren Gesprächen in Genf getroffen werden. Epische Diskussionen über die mögliche Vergabe an Jerusalem als Gastgeberstadt dürften dennoch bereits ihre Schatten vorauswerfen, insbesondere da der potentiell heißeste Konkurrenz, die Stadt Tel Aviv, gar nicht am Bewerbungsprozess teilnehmen möchte.

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