Donnerstag, 7. Juni 2018

Deutschland: Bundesländer legen Ideen für ARD-Reform vor



Deutschland - Eine Arbeitsgruppe mehrerer Bundesländer hat einen Entwurf vorgelegt, den Rundfunkstaatsvertrag dementsprechend zu ändern, dass die ARD in Zukunft nur noch ihr Hauptprogramm und die Dritten Programme veranstalten muss. Für das ZDF soll diese Vorgabe nur für das Hauptprogramm gelten. Ebenfalls sollen der deutsch-französische Kultursender arte und ein länderübergreifender Sender wie 3sat betrieben werden. 

Alle übrigen Spartenprogramme, darunter der Sender One, der in der Vergangenheit die Halbfinals der Eurovision übertragen hat, ZDFneo, KiKa oder Phoenix, sollen nach dem Ermessen der Senderverantwortlichen zusammengelegt oder gänzlich eingestellt werden können. Diese Entscheidungsgewalt wollen die Länder ARD und ZDF übertragen. Baden-Württemberg, Bayern, Hamburg, Sachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen haben konkrete Vorschläge gemacht, wie die Zukunft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten in Deutschland aussehen könnte. 

So soll der Rundfunkbeitrag (derzeit 17,50 Euro pro Monat) auf 17,20 Euro indexiert werden. Durch die Anpassung seien die Sender zum Sparen gezwungen, was sich nicht zuletzt auch auf die Sendervielfalt bzw. produzierte Formate auswirken könnte. Laut der genannten Ländergruppe sollen sich ARD und ZDF auf die Kernprogramme aus Information, Kultur und Bildung konzentrieren, der Unterhaltungsbereich soll abgewertet werden. Die Ideen der Bundesländer sollen am 13. Juni bei einer Sitzung der Rundfunkkommission vorgestellt werden. Konkrete Beschlüsse werden daraufhin jedoch noch nicht folgen.

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