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Samstag, 30. Mai 2026

Vereinigtes Königreich: Boy George möchte Song schreiben


Vereinigtes Königreich
- Im Halbfinale von Wien schied Boy George als Sidekick von Senhit für San Marino aus, bei den LGBT-Awards im Vereinigten Königreich schwärmte der 64jährige jedoch vom Song Contest. Zudem erklärte er im Interview in der "Chris Moyles Show" bei Radio X, dass er den Wunsch hege, im kommenden Jahr den britischen Song Contest-Beitrag zu schreiben. Er betont, dass das UK zahlreiche Weltstarts hervorgebracht hat, es beim Song Contest aber immer wieder scheitert.

"Ich finde, der Schwerpunkt sollte auf dem Song liegen. Schreibt zuerst den Song, dann sucht den Sänger. Ihr braucht jemanden mit einer Wahnsinnsstimme, so eine richtig kraftvolle, europäische Stimme, die bis in den Himmel reicht (...) und der Song sollte eine Ballade sein, die sich als Disco ausgibt, die vorgibt irisch zu sein, aber ein bisschen schwul ist. Ich meine, das ist so typisch Eurovision...", wird Boy George zitiert und fügte hinzu, er wolle den Song lieber schreiben als ihn zu performen.

Die BBC hat sich bislang nicht weiter zum Song Contest geäußert, nach dem erneuten letzten Platz für Look Mum No Computer mit lediglich einem Punkt von der ukrainischen Jury, gab es bisher keinerlei weitergehenden Informationen von der BBC zum nächsten Jahr. Der bulgarische Siegertitel "Bangaranga" hat vergangene Woche unterdessen die #21 der britischen Singlecharts erreicht. In Deutschland erreichte Dara vergangene Woche sogar die #1, was seit "Euphoria" keinem Song Contest-Sieger mehr gelungen ist.

Freitag, 23. Mai 2025

Deutschland: "Baller" steigt auf die #3 der Singlecharts


Deutschland
- Vor einer Woche fand das Finale des Eurovision Song Contests in Basel statt, seither wurde wieder viel über Politik und weniger über die Beiträge selbst gesprochen. Dennoch hat der Wettbewerb auch in diesem Jahr wieder viel Aufmerksamkeit und Interesse generiert, diverse Songs des Jahrgangs tauchen nunmehr auch in den europäischen Charts auf. So steigt der deutsche Beitrag in der heute veröffentlichten offiziellen Hitliste in Deutschland von der #77 auf die #3 und damit auf seine bisherige Bestmarke.

In der von GfK Entertainment erstellten Liste erreichen Abor & Tynna mit "Baller" die höchste Chartplatzierung eines deutschen Song Contest-Beitrags seit "You let me walk alone" von Michael Schulte aus dem Jahr 2018. Daneben tauchen auch "Wasted love" von JJ aus Österreich, Tommy Cash aus Estland auf der #12, KAJ mit "Bara bada bastu" auf der #27, "Lighter" von Kyle Alessandro auf der #68 und Lucio Corsi mit "Volevo essere un duro" auf der #85 auf. Dies stellt die beste Ausbeute von Song Contest-Beiträgen in den deutschen Charts seit fünf Jahren dar.

Auch in Österreich tauchen eben jene Songs in den Ö3 Top 40 auf. "Wasted love" steigt dort an die Spitze der Charts, "Baller" platziert sich neu auf der #3. Des weiteren sind auch hier Tommy Cash (#5), KAJ (#7), Lucio Corsi (#17), Kyle Alessandro (#18), Zoë Më (#37), Væb (#40), Yuval Raphael (#44), Erika Vikman (#48), Louane (#61) und Claude (#63) in den österreichischen Singlecharts vertreten. Im Vereinigten Königreich stieg zudem deren Damentrio Remember Monday auf die #31 ein, "Baller" landet in den UK Charts auf der #34, "Espresso Macchiato" auf der #40.

Freitag, 7. März 2025

News-Splitter (1102)


Deutschland
- Immer wieder freitags veröffentlicht die GfK Entertainment die deutschen Singlecharts und aus Sicht des Eurovision Song Contest gibt es hierzu erfreuliche Nachrichten. "Baller" von Abor & Tynna steigt neu auf die #13 ein, was nicht nur höher als der Vorjahresbeitrag "Always on the run" von Isaak ist, der damals Platz 22 erreichte, sondern auch der höchste Neueinstieg eines deutschen Song Contest-Beitrags seit Roman Lob im Jahr 2012. Zudem platziert sich "Baller" derzeit an der Spitze der Spotify Global Viral Top 50. 

Tschechien
- Auf Streamingplattformen kann man den Titel bereits anhören, um 17 Uhr (MEZ) soll zudem das Musikvideo des tschechischen Song Contest-Beitrags "Kiss Kiss Goodbye" von Adonxs präsentiert werden. Der in der Slowakei geborene Sänger wurde intern vom tschechischen Fernsehen für Basel nominiert und hat immer wieder kleine Infonuggets verteilt, darunter eine Unplugged-Version seines Beitrags während des maltesischen Vorentscheids. Sobald das Video offiziell vorliegt, werden wir dies natürlich nachtragen. Tschechien nimmt am zweiten Halbfinale von Basel am 15. Mai teil.

Montenegro
- Übermorgen, am 9. März wird die neue Fassung von "Dobrodošli" der Öffentlichkeit vorgestellt. Der montenegrinische Song Contest-Beitrag von Nina Žižić war der erste bekannte Titel für den diesjährigen Wettbewerb und wurde nach Angaben der Sängerin noch einmal überarbeitet. Die Vorstellung erfolgt im Rahmen der TV-Show "Pod Naponom" am Sonntagabend um 20:50 Uhr (MEZ) im Hauptprogramm von RTCG. In jener Show werden auch Who See zu sehen sein, das Duo mit dem sie 2013 bereits auf der Song Contest-Bühne in Malmö stand.

Samstag, 18. Mai 2024

News-Splitter (1042)


Kroatien
- Marko Purišić alias Baby Lasagna hat von der kroatischen Regierung aufgrund seiner Verdienste um die Republik Kroatien, nicht zuletzt ob der außergewöhnlichen Promotion, ein Preisgeld in Höhe von 50.000 Euro angeboten bekommen. Premierminister Andrej Plenković sagte: "Sein atemberaubender Erfolg beim Eurovision Song Contest, insbesondere die enorme positive Aufmerksamkeit, (...) hat die Regierung dazu veranlasst, ihm diese Geldsumme zukommen zu lassen." Baby Lasagna erklärte, es gäbe viele Menschen und Organisationen, denen mit diesem Geld mehr geholfen wäre, als ihm. So wünschte er sich, dass jeweils 25.000 an zwei onkologische Institute gespendet werden sollen. Kroatien belegte mit Baby Lasagna und "Rim Tim Tagi Dim" den zweiten Platz in Malmö.

Schweiz
- Offenbar stellt man sich auch in mittelgroßen Städten die Frage, ob man sich um die Ausrichtung der Eurovision 2025 bemühen soll. So erklärte John Gobbi, Geschäftsführer des Eishockeyvereins HC Fribourg-Gottéron: "Wir analysieren und diskutieren derzeit, ob wir die Eurovision 2025 nach Fribourg bringen könnten." Die dafür vorgesehene BCF Arena bietet rund 9.000 Plätze und würde allein damit schon die Auflagen der EBU um 1.000 Plätze nicht erfüllen. Laut Radio Fribourg wird dennoch geprüft, ob eine Bewerbung möglich und aussichtsreich wäre. Fribourg bzw. Freiburg ist die Hauptstadt des gleichnamigen Kantons in der französischsprachigen Schweiz. Interesse bekundeten zudem bereits Basel, Genf, St. Gallen und Zürich.

Deutschland
- Eine Woche nach dem Eurovision Song Contest in Malmö konnten sich mehrere Lieder des Wettbewerbs in den deutschen Singlecharts platzieren. Als höchster Neueinsteiger landet der niederländische Sänger Joost Klein mit "Europapa" auf der #13 der offiziellen Charts, nur einen Platz dahinter feiert Nemo mit "The Code" den Neueinstieg in die Charts. Der deutsche Beitrag "Always on the run" von Isaak schaffte nach dem Vorentscheid keinen Einstieg in die Charts, platziert sich nunmehr aber auf der #22. Der letzte Song Contest-Teilnehmer in den Top 100 ist Baby Lasagna aus Kroatien mit "Rim Tim Tagi Dim" auf der #50. In den Trending Charts, nicht jedoch in den Top 100, landeten Slimane aus Frankreich, Marcus & Martinus aus Schweden und Angelina Mango aus Italien.

Russland
- Die russische Regierung belebt den Intervision Song Contest auf's Neue, nachdem die Rundfunkanstalten RTR und Channel One aus der Europäischen Rundfunkunion ausgetreten sind. Von den Organisatoren heißt es, dass mindestens 15 Länder live am Finale des Wettbewerbs gegeneinander antreten soll. Über den Sieger sollen, ähnlich wie bei der Eurovision ein Jury- und Televoting entscheiden. Bislang hat lediglich die Volksrepublik China einen Vorentscheid für die Intervision auf den Weg gebracht. Usbekistan befürwortet ebenfalls die Neuauflage des Wettbewerbs, während Bolivien offiziell zur Teilnahme eingeladen wurde. Ebenso eingeladen sind alle Mitgliedsländer der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) sowie die BRICS-Staaten.

Samstag, 20. Mai 2023

Eurovision 2023: UK Charts voller Song Contest-Beiträge


Vereinigtes Königreich
- Erstmals in der Geschichte der britischen Charts haben gleich vier Song Contest-Beiträge die Top Ten erobert, gleichzeitig ist es das erst das zweite Mal, dass mehr als ein Eurovisionsbeitrag die Top Ten der UK Official Charts stürmt. Allen voran natürlich Loreen, die mit ihrem "Tattoo" neu auf die #2 der Charts einsteigt. Die Historie erklärt weiter, dass es der höchste nicht-britische Neueinsteiger der Eurovision seit "Hold me now" von Johnny Logan ist.

Die übrigen Platzierungen sind "Cha Cha Cha" von Käärijä auf der #6, der britische Beitrag "I wrote a song" von Mae Muller auf #9 und "Queen of kings" von Alessandra auf der #10. Daneben platzierten sich auch die Beiträge von Noa Kirel (#45), Teya & Salena (#48), Blanka (#56), Gustaph (#63), Voyager (#79), Andrew Lambrou (#92), La Zarra (#94) und Tvorchi (#95) in den offiziellen britischen Singlecharts. Der Interval-Beitrag "Mountain" von Sam Ryder steigt neu auf die #35 ein.

In Deutschland sieht das Ganze ein wenig anders aus, dort schafften es Lord of the Lost mit ihrem Album "Blood & Glitter" als Re-Entry auf die #2 der Charts, in den Singlecharts platzierten sich "Tattoo" auf der #7, Käärija auf der #18 und Alessandra auf der #19. Erfahrungsgemäß fallen viele Song Contest-Beitrag bereits in der ersten oder zweiten Woche wieder aus den Charts raus, als Momentaufnahme dürfte der Wettbewerb die Verkaufs- und Streamingzahlen der Künstler aber als recht erfolgreich verbucht werden.

Dienstag, 16. Mai 2023

News-Splitter (985)


Schweden
- Loreen hat den Rekord der meisten Spotify-Streams innerhalb von 24 Stunden nach ihrem Sieg beim Eurovision Song Contest gebrochen. Innerhalb eines Tages wurde "Tattoo" insgesamt 4.275.290x gestreamt, womit sie die bisherigen Rekordhalter Måneskin aus Italien ablöste. Ihr Song erreichte zudem in diversen Ländern die #1 der Spotify-Trends, etwa in Belgien, Irland, Luxemburg, Österreich, Polen, der Schweiz und dem Vereinigten Königreich, sowie die #2 in Finnland oder auch Deutschland, weltweit steht "Tattoo" auf der #5. Loreen wurde heute Nachmittag um 16:30 Uhr im Kungsträdgården in Stockholm feierlich empfangen, der Willkommensempfang wurde live von SVT 2 übertragen.

Österreich
- In Österreich hat der Eurovision Song Contest die höchste Einschaltquote seit 2016 erzeugt. Während das Halbfinale im Schnitt von rund 600.000 Zuschauern im ORF verfolgt wurde, erreichte das Finale im Mittel 1,08 Millionen Österreicher, was einem Marktanteil von 47 Prozent und damit den besten Quotenschnitt seit 2016 entspricht. Da der ORF den Song Contest durch Werbeblöcke in eigenständige TV-Shows aufsplittet, erreichte etwa die Punktevergabe sogar 89%, der höchste Wert, der in Österreich jemals beim Song Contest gemessen wurde, auch der Marktanteil in der Zielgruppe der 12- bis 29jährigen stellten 82% den bis hierhin aufgestellten Rekord ein.

Island
- Daði Freyr, der am Samstagabend im Finale von Liverpool eine wundervolle Version des Atomic Kitten-Klassikers "Whole again" gesungen hat, setzt sich für die Rückkehr zum 100%igen Livegesang ohne die Nutzung sogenannter "Pre-Recorded Vocals" ein. Diese wurden 2021 von der Europäischen Rundfunkunion im Zuge der Corona-Pandemie freigegeben und den Interpreten gestattet, um die Größe der Delegationen vor Ort möglichst gering zu halten. Daði und seine Begleitband Gagnamagnið nahmen 2021 am Song Contest-Teil, damals wurde jedoch aufgrund einer Corona-Infektion innerhalb der Band nur der Probenauftritt gezeigt, dennoch erreichte Island mit "10 Years" den vierten Platz.

Daði Freyr - Whole again im ESC-Finale von Liverpool

Montag, 31. Mai 2021

News-Splitter (863)


San Marino
- Wie das sanmarinesische Fernsehen SMRTV berichtet, plant die Stadt Rimini die gesamte Region der Emilia-Romagna inklusive der Republik San Marino in den Bewerbungsprozess um den Eurovision Song Contest 2022 einzubinden. Sinngemäß hieß es von den Stadtvätern Riminis, die Stadt hätte die Beherbergungsmöglichkeiten, jedoch könnte die gesamte Region einschließlich San Marino mit einer Zusammenarbeit den großen Bewerbern wie Turin, Mailand oder Rom entgegentreten. Das Projekt einer gemeinsamen Bewerbung bietet für die gesamte Region große Vorteile und man könne beweisen, dass auch Vorschläge die zunächst "provinziell" erscheinen ihren Reiz und realistische Chancen hätten.

Tschechien
- Der tschechische Sender Česká televize hat auf die Berichte reagiert, wonach die Jurorin Tonya Graves beim Eurovision Song Contest in Rotterdam aufgrund ihrer Staatsangehörigkeit nicht wertungsberechtigt sei. Über seine Social Media-Kanäle erklärte ČT, dass man sich eigens für die Verpflichtung der US-Amerikanerin eine Ausnahmegenehmigung bei der EBU eingeholt hat. Graves lebt seit über 20 Jahren in Tschechien und sei dort ebenso lange musikalisch und künstlerisch tätig. Da die Nominierung offenbar doch durch die EBU abgesegnet ist, dürfte sich der Fall einer nachträglichen Veränderung des Song Contest-Ergebnisses auch erledigt haben. Ohnehin hätte ein Aussieben der tschechischen Jurywertung keine nennenswerten Veränderungen im Ranking gebracht.

Italien
- "Rock'n'Roll never dies", hieß es von Damiano David nach dem Sieg von Måneskin beim Eurovision Song Contest in Rotterdam und das spiegelt sich auch in den Streaming- und Downloadcharts weltweit wieder. Nicht nur der Siegersong "Zitti e buoni" sondern auch diverse andere Titel der Band stiegen u.a. in die globalen Spotify- und iTunes-Charts ein. In den deutschen Singlecharts stieg "Zitti e buoni" neu auf die #9 ein. Weitere Neuzugänge vom Eurovision Song Contest in den deutschen Singlecharts sind Blind Channel mit "Dark side" auf der #51, Barbara Pravi mit "Voilà" auf #62, Go_A mit "Shum" auf der #66 und Gjon's Tears mit "Tout l'univers" auf #86. Auf der #65 findet man zudem den Måneskin-Titel "I wanna be your slave". Der deutsche Song Contest-Titel ist nicht unter den Top 100 zu finden.

Donnerstag, 24. Mai 2018

News-Splitter (654)



Österreich - In den morgigen Top 40 Singlecharts in Österreich steigen gleich mehrere Song Contest-Beiträge des Jahrgangs ein. "Higher ground" von Rasmussen aus Dänemark steigt neu auf die #49 ein, Eleni Foureira kann sich mit "Fuego" auf der #35 platzieren. Darüber hinaus hat es Michael Schulte mit "You let me walk alone" auf die #23 geschafft und Netta mit "Toy" auf die #15. Als höchster Neueinsteiger platziert sich Mikolas Josef mit "Lie to me" auf der #9, der sich gestern Vormittag beim Radiosender Ö3 für den Support aus Österreich bedankt hat. Cesár Sampson, der zwischenzeitlich auf die #64 zurückgefallen war, nimmt in dieser Woche die Spitze der Charts ein.

Hat mal wieder viel zu tun im
Vorfeld: Jon Ola Sand
Israel - Die israelische Tageszeitung "Maariv" berichtet, dass die Europäische Rundfunkunion davon ausgeht, dass mehrere Nationen ihre Teilnahme am Wettbewerb absagen werden, sollte Jerusalem als Gastgeberstadt 2019 bestätigt werden. In erstaunlich deutlichen Worten hieß es beim ersten Treffen zwischen EBU-Vertretern und dem Sender IPBC: "The decisions made by Regev and Kara before even hearing anything about hosting the Eurovision are not deemed customary in the eyes of the Union's officials.", zitiert die Zeitung "Haaretz" EBU-Delegierte. Kommunikationsminister Ayoub Kara hatte tags zuvor berichtet, er wolle arabische Nationen zum Song Contest einladen, die teilweise nicht einmal assoziierte Mitglieder der EBU sind.

Serbien - Das serbische Fernsehen RTS hat sich unterdessen von der Aussage Mladen Lukićs distanziert, der erklärte, er habe gesehen, wie die australische Delegation in der Hotellobby auf Stimmenfang ging. Nachdem SBS und die Europäische Rundfunkunion widersprachen hieß es von RTS aus Belgrad: "Mladen Lukićs Statement spiegelt lediglich seine persönliche Wahrnehmung wieder." RTS distanziere sich von seiner Aussage. Zuvor ließ das australische Fernsehen SBS mitteilen, die Behauptungen seien "haltlos und unwahr". Die australische Jury habe genauso unabhängig gewertet wie alle anderen Jurys und standen unter notarieller Aufsicht. Auch die EBU bekräftigte, alle Juroren würden zuvor eine Vereinbarung unterzeichnen, in der sie sich verpflichten unabhängig von äußeren Einflüssen abzustimmen.

Cristina hat auf dem Blauen
Teppich einen Antrag bekommen
Rumänien - Zum Schluss noch mal eine schöne Meldung: Cristina Caramarcu, die Leadsängerin von The Humans aus Rumänien hat während des Blue Carpet-Events am 6. Mai einen Heiratsantrag von ihrem Freund Rosario, mit dem sie zuvor bereits acht Jahre zusammen war, erhalten. Er wartete mit einer Rose unter den Journalisten auf sie, sie sagte glücklicherweise Ja. "Ich war überwältigt. Das war ein Once-in-a-lifetime-Moment, eine Erfahrung die ich nie wieder vergessen werde und Rosarios Überraschung hat es zum schönsten Tag meines Lebens werden lassen.", so Cristina. Vier Tage später flogen The Humans mit "Goodbye" erstmals in der rumänischen Song Contest-Geschichte im Halbfinale raus.

Freitag, 18. Mai 2018

Eurovision: Touristenwebsite nennt vorläufige Termine



Europa - Eine Woche nach dem Finale des Eurovision Song Contests in Lissabon, schaue ich mir traditionell noch einmal die gesamte Show an, damit die Post Eurovision Depression, kurz PED, nicht allzu schnell einsetzt. Um noch mehr Atmosphäre an einem verregneten Hamburger Maitag zu schaffen, habe ich mich soeben an original Pastéis de Natas probiert, deren Puddingfüllung zwar momentan noch lavaartig heiß ist, das Finale morgen aber garantiert noch bereichern werden.

Während sich nun die Welt über die Frage den Kopf zerbricht, ob es "Yanni" oder "Laurel" heißt, wirbt die Touristenwebsite des Staates Israel bereits mit den "preliminary dates" für den Eurovision Song Contest 2019. Angeblich, wobei weder von der Europäischen Rundfunkunion noch vom israelischen Fernsehen IPBC bestätigt, sollen die beiden Semifinals am 21. und 23. Mai, das Finale am 25. Mai in Jerusalem stattfinden. 20 Jahre nach dem letzten Wettbewerb in Jerusalem scheint es, als ob die Organisatoren die Pais Arena oder das benachbarte Teddy Stadium in Jerusalem bevorzugen. 

Auch Premierminister Benjamin Netanjahu ist sehr daran gelegen, den Wettbewerb in die Stadt zu holen, deren offizieller Status als Hauptstadt Israels von der UN und der Mehrheit ihrer Mitgliedsstaaten nicht anerkannt wird. Sofern es auf Jerusalem und entsprechende Termine hinausläuft, kann man sich hier erste Infos zur Anreise und Unternehmungsmöglichkeiten holen. In den kommenden Tagen werden wir das Thema in einem Discovery-Posting "Israel von A bis Z" vertiefen.

Abschließend haben wir noch die Top 100 der offiziellen deutschen Singlecharts unter die Lupe genommen, die heute Mittag frisch herausgekommen sind. Immerhin sechs Lieder des Jahrgangs haben es in Deutschland in die Hitliste geschafft. Michael Schulte steigt auf die #3 ein, Israels Siegerin Netta mit "Toy" auf die #19. Dahinter findet man noch Mikolas Josef aus Tschechien auf der #29, bevor ein großer Abstand zu "Fuego" auf der #81 folgt. Die Top 100 komplettieren "Higher ground" aus Dänemark auf der #88 und "Nobody but you" aus Österreich auf der #93.

Dienstag, 15. Mai 2018

Eurovision 2018: Erfolge für Interpreten bei Spotify und Co.



Europa - 36 von 43 Songs des diesjährigen Eurovision Song Contests haben es weltweit in irgendwelche Charts und Musiklisten geschafft. Berücksichtigt wurden dabei die iTunes-, Spotify und generellen Verkaufscharts diverser Länder. Insbesondere Nettas Siegertitel "Toy" und Eleni Foureira mit "Fuego" stiegen in einer Reihe von Nationen auf die Top-Platzierungen ein, darunter natürlich auch in ihren jeweiligen Heimatländern.

Daneben erreichte Cesár Sampson mit "Nobody but you" in über 30 Nationen die Download-Charts, in Österreich steht er an der Spitze, in Luxemburg und Norwegen an dritter Stelle. Michael Schulte schaffte es in den iTunes-Charts in Deutschland und Luxemburg auf die #1, in Dänemark, den Niederlanden, Österreich und Portugal auf die #2. Für die Fünftplatzierten aus Italien ist der höchste Chartserfolg die #13 bei iTunes in der Schweiz. 

Mikolas Josef schaffte in Tschechien die #1, in Österreich die #2 und in Estland und Griechenland die #3. Auch in Deutschland ist "Lie to me" in den Top Ten vertreten. Benjamin Ingross, der im Televoting floppte, ist der am meisten gehörte Song bei Spotify in Litauen. Darüber hinaus schafften es nahezu alle Finalisten, sich zumindest in den Top 200 eines Landes zu platzieren, auch ausgeschiedene Interpreten wie Laura Rizzotto, Sennek oder die Zibbz landeten vor allem in den litauen Spotify-Charts.

Ebenso schnell wie sie reingerutscht sind, fallen die meisten Interpreten nach ein paar Tagen aber logischerweise auch wieder aus den Hitlisten. Der kommerzielle Erfolg für die meisten Beiträge hält im Regelfall weniger als zwei Wochen an. Einen richtigen kommerziellen Erfolg landete Loreen 2012 mit "Euphoria", danach fiel die Ausbeute insgesamt mager aus. In Zeiten von Streaming-Plattformen wie Spotify und Co. sind die nationalen Verkaufscharts aber auch weniger aussagekräftig, als dies noch vor einigen Jahren der Fall war.

Dienstag, 30. Mai 2017

Österreich: Acht Songs in den Austria Top 75


Österreich - Aus der Würzburggasse 30 in Wien heißt es momentan vom ORF noch, dass eine verbindliche Aussage zum Eurovision Song Contest 2018 zu früh sei. "Informationen zur Teilnahme am Eurovision Song Contest sowie zu einem österreichischen Vorentscheid liegen zum jetzigen Zeitpunkt nicht vor.", so Johanna Winter vom ORF-Kundendienst. Ähnlich wie beim irischen Fernsehen haben andere Dinge momentan eine höhere Priorität.

Nathan Trent beim Red
Carpet Event in Kiew
Unterdessen haben es immerhin acht Beiträge vom diesjährigen Eurovision Song Contest in die Austria Top 75 Single Charts geschafft. Angeführt wird die Hitliste von "Despacito" von Luis Fonsi feat. Daddy Yankee, immerhin auf die #14 schafft es Blanche aus Belgien mit ihrem "City lights" als zweithöchste Neueinsteigerin der Woche. Nathan Trent verbessert sich von der #72 in der Vorwoche auf die #18.

Ebenfalls in den österreichischen Charts findet man Salvador Sobral (#22), das SunStroke Project (#27), Ilinca feat. Alex Florea (#34), Francesco Gabbani (#57), Kristian Kostov (#60) und Jowst feat. Aleksander Walmann (#73). Der österreichische Sänger Nathan Trent wurde im Finale von Kiew 16., alle 93 Punkte stammten jedoch von den Juroren, im Televoting ging Österreich komplett leer aus. Insbesondere vom Kleinkrieg der Juroren aus den favorisierten Nationen Portugal und Bulgarien gab es zehn bzw. zwölf Punkte.

Samstag, 20. Mai 2017

Deutschland: Blanche steigt in Single Charts ein



Deutschland - Gestern wurden die offiziellen deutschen Single Charts neu ermittelt und veröffentlicht, auch einige Song Contest-Teilnehmer haben ihren Weg in die Top 100 gefunden. Der höchste eurovisionäre Neueinsteiger ist die belgische Sängerin Blanche mit ihrem "City lights", das man auf der #38 findet. Der Sieger Salvador Sobral aus Portugal schafft es mit "Amar pelos dois" immerhin auf die #43, das SunStroke Project steigt neu auf die #52 ein.

Bester Neueinstieg vom ESC:
Blanche mit "City lights"
Weiter hinten schafft Levina mit "Perfect life" immerhin den Wiedereinstieg auf die #88, den Abschluss bildet "Yodel it!" von Ilinca feat. Alex Florea aus Rumänien. Alle anderen Beiträge vom 63. Eurovision Song Contest schafften es nicht in die Top 100. In Österreich sieht es nicht anders aus, lediglich Nathan Trent schaffte es mit "Running on air" erneut auf die #72 der österreichischen Top 75.

Die deutschen Musikcharts werden von der GfK Entertainment, dem ehemaligen Media Control auf wöchentlicher Basis ermittelt. Dabei liegen nicht mehr die Stückzahlen der verkauften Tonträger und Downloads zugrunde, sondern der Umsatz in Euro innerhalb einer Woche. Erfahrungsgemäß purzeln die Song Contest-Beiträge im Regenfall von ein bis zwei Wochen wieder aus den Charts heraus.

Samstag, 18. Juni 2016

Frankreich: Fußball vor Song Contest



Frankreich - Mehr als einen Monat ist der Eurovision Song Contest bereits vorbei und das Sommerloch hat seinen Höhepunkt ganz offenbar erreicht, klar, die Fußball-Europameisterschaft ist in vollem Gange, das sieht man auch anhand der Charts. In Deutschland führt David Guetta feat. Zara Larsson mit dem offiziellen Track zur EM in Frankreich "This one's is for you" die Hitliste an, dahinter kommt Max Giesinger mit "80 Millionen". Auf der #4 hält sich tapfer der Interval-Beitrag von Justin Timberlake.

Der einzige ESC-Teilnehmer
in den Charts: Frans
Gerade dieser Beitrag wurde von der DVD des Eurovision Song Contests herausgeschnitten. Offenbar gab es Differenzen zwischen der Plattfirma und der Europäischen Rundfunkunion, wodurch die Rechte nicht übertragen wurden. Geld dürfte wohl ebenfalls eine Rolle gespielt haben. Als einziger Eurovisionsbeitrag hält sich "If I were sorry" von Frans in den Charts, in Deutschland auf der #28, in Österreich auf der #5. Frans hatte mit seiner Hymne auf Zlatan Ibrahimović einst ebenfalls mit einem Fußball-Song den Grundstein für seine Karriere gelegt. Und eben die Österreicher dürfen heute Abend in ihrem zweiten Gruppenspiel gegen Portugal zittern. 

Programmtipp:
Sa., 18. Juni 2016 - 21:00 Uhr
Fußball-Europameisterschaft 2016
 Portugal vs.Österreich 
live aus Paris, Kommentar: Gerd Gottlob

Für Österreich geht's heute
Abend schon um die Wurst
Vorhin hat bereits Belgien in Gruppe E gegen Irland mit 3:0 gewonnen, aktuell läuft das Spiel der österreichischen Gegner Island gegen Ungarn. Um 21 Uhr findet in Paris dann die Begegnung zwischen CR7 und dem ÖFB statt. Hoffen wir, dass die Partie nicht so endet, wie der kürzlich von mir entdeckte Auftritt der Gruppe Duett, die sich 1990 dem österreichischen Vorentscheid stellten und bei der die Sängerin Monika während der Darbietung in Ohnmacht fiel. Erschreckend ist vor allem, wie lange damals weitergemacht wurde, ihr Duettpartner am Klavier schien überhaupt nicht mitbekommen zu haben, dass seine Partnerin hintenüber gekippt ist.

Die Moderatorin war damals auch nicht unbedingt ein Improvisationstalent, fiel ihr doch außer "Da ist der Monika wohl etwas schlecht geworden" und einem genervten Run über die Bühne nicht viel zu dem Drama ein. Am Ende des Abends hatten die Zuschauer offenbar Mitleid und wählten sie zum Eurovision Song Contest nach Zagreb. Allerdings stellte sich später heraus, dass das Lied bereits 1988 im Semifinale des deutschen Vorentscheids dabei war und so wurde statt "Das Beste" der Titel "Keine Mauern mehr" von Simone vorgetragen.

Duett - Das Beste (bei 1:42 torkelt sie los) 

Freitag, 27. Mai 2016

Deutschland: Eurovisionssongs verpassen Charterfolge



Deutschland - Auch wenn der ukrainische Siegertitel kein Potenzial entwickelt und in den deutschen Charts zu finden ist, konnten sich einige Titel zumindest in die Top 100 in Deutschland schummeln. Der erfolgreichste Act ist jedoch aus dem Füllprogramm des Televotings, Justin Timberlake steigt mit "Can't stop the feeling" von der #7 auf die #1 der Singlecharts. Nicht nur in Deutschland, in ganz Europa führt der Amerika die Bestenlisten an.

Dabei sind sich die berichtenden Medien einig, der Titel wird als "Gute-Laune-Song" angepriesen. Nicht allzu rosig sieht es hingegen für die meisten Song Contest-Beiträge aus diesem Jahrgang aus. Während sich Frans aus Schweden mit "If I were sorry" immerhin auf der #12 platzieren konnte und Jamie-Lee noch einmal auf die #23 rücken konnte, folgt daraufhin lange Zeit nichts.

Auf der #57 findet man schließlich die Australierin Dami Im als Neueinsteigerin, auf der #80 den Franzosen Amir Haddad. Die übrigen Finalbeiträge haben es allesamt nicht in die Top 100 geschafft, ausgerechnet die beiden Spitzenbeiträge aus Russland und der Siegertitel konnten sich nicht platzieren. In Österreich schafft Frans den Neueinstieg auf die #2, auf der #3 liegt Justin Timberlake, Zoë rückt noch einmal auf die #13 vor, Dami Im liegt auf der #39, Sergey Lazarev auf der #40.

Dahinter folgt ebenfalls als Neueinstieg Jamala auf der #54 und auf der #58 Amir mit "J'ai cherché". Auf der #65 konnte sich zudem noch der Niederländer Douwe Bob platzieren, auf dem Platz dahinter der Pole Michał Szpak mit "Color of your life". Das Ende der Austrian Top 75 bestimmen Poli Genova mit "If love was a crime" auf der #72 und Laura Tesoro aus Belgien schließlich auf der #75.