Montag, 8. Mai 2023

Färöer: KVF überträgt alle drei Song Contest-Shows


Färöer
- Erstmals in der Geschichte des Eurovision Song Contests wird Dänemark durch einen Interpreten von den Färöer-Inseln repräsentiert. Der in Tórshavn geborene Reiley hat nach seinem Sieg beim Dansk Melodi Grand Prix im Februar nun die Ehre, das zweite Halbfinale am 11. Mai zu eröffnen und vor allem in seiner Heimat im Nordatlantik einen regelrechten Song Contest-Hype ausgelöst. Dies nimmt der Rundfunk der Insel, der Sender KVF zum Anlass, den Wettbewerb zu übertragen.

Zuletzt zeigte der Sender den Eurovision Song Contest 2014 im TV-Programm, damals fand der Wettbewerb in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen statt. In diesem Jahr sollen ebenfalls alle drei Shows aus Liverpool live ab 20 Uhr Ortszeit ausgestrahlt werden. Kringvarp Føroya, kurz KVF, selbst ist kein Mitglied der Europäischen Rundfunkunion, seit einiger Zeit jedoch bemüht, die Vollmitgliedschaft zu erwerben. Auch gibt es Forderungen selbst am Song Contest teilzunehmen.

KVF beruft sich hierbei auf die Statuten des Eurovision Song Contests, in denen nicht explizit festgehalten ist, dass nur unabhängige Nationen einen Vertreter zum Wettbewerb schicken können. Der Sender selbst ist Mitglied der Nordvision, einem 1959 gegründeten Zusammenschluss skandinavischer Rundfunkanstalten, zu denen u.a. SVT, NRK, YLE, RÚV und der grönländische Sender KNR gehören. Seit Ende 2018 gab es jedoch keinerlei Fortschritte in Bezug auf die ESC-Teilnahme.