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Sonntag, 2. August 2026

Slowakei: Erneutes "Nein" aus Bratislava für 2027


Slowakei
- Das slowakische Fernsehen wird wohl auch im kommenden Jahr keinen Vertreter zum Eurovision Song Contest nach Bulgarien schicken. Der Sender STVR bestätigte heute, dass man entgegen der Kommentare von Rádio Slovensko-Generaldirektor Jindřich Bardan nicht am Song Contest 2027 teilnehmen werde. Dieser erklärte, dass die Rückkehr der Slowakei "früher oder später" erfolgen werde.

STVR erklärte in einem öffentlichen Forum, "dass die für eine Teilnahme erforderlichen erheblichen Investitionen langfristig nicht im Verhältnis zur Bedeutung und Popularität des Wettbewerbs in der Slowakei stünden". Die Teilnahme am Eurovision Song Contest werde von STVR allerdings jedes Jahr auf's Neue überprüft, zumindest für 2027 sehe der Sender aufgrund der finanziellen Lage keine Möglichkeit.

Aus Bratislava heißt es, dass man nach der Ernennung eines neuen Direktionsteams verschiedene Projekte neu bewerten werde, sofern dafür die finanziellen Rahmenbedingungen geschaffen sind. Ähnlich verhält sich dies mit dem Junior Eurovision Song Contest, an dem der slowakische Rundfunk bisher noch nicht teilgenommen hat. Beim adulten Wettbewerb war die Slowakei zuletzt 2012 vertreten, damals schied Max Jason Mai als Letzter im Halbfinale von Baku aus.

Sonntag, 7. Juni 2026

News-Splitter (1157)


Italien
- Die italienische RAI hat die Termine für das Festival di Sanremo 2027 bestätigt. Moderator und künstlerischer Direktor Stefano De Martino, der diese Rolle erstmals ausfüllt und die Funktionen von Carlo Conti übernimmt, erklärte, das traditionelle italienische Musikfestival wird in der Woche vom 16. bis 20. Februar 2027 stattfinden. Gerüchte, dass der vierte Abend von einer Cover-Night zur Suche des Eurovision-Beitrags umfunktioniert wurde sind (bisher) nicht bestätigt worden. Die RAI hat sich diesbezüglich nicht geäußert und keine Planänderungen bekannt gegeben. 

Slowakei
- Vergangene Woche sagte Jindřich Bardon, Programmdirektor von Rádio Slovensko, dass er zuversichtlich ist, dass die Slowakei in den kommenden Jahren zum Eurovision Song Contest zurückkehren wird. Bardon erklärte, STVR hätte bereits in diesem Jahr mit dem Gedanken gespielt: "Es geht um das Preis-Leistungs-Verhältnis. In diesen schwierigen Zeiten ist es für uns momentan nicht einfach." Mittelfristig sei die Teilnahme an der Eurovision jedoch wieder Thema. Die Slowakei nahm von 1993 bis 1998 und von 2009 bis 2012 am Song Contest teil und zählt zu den erfolgreichsten Nationen im Wettbewerb.

Armenien
- Der polnische Akkordeonspieler Michał Stochel hat den Eurovision Young Musicians in der armenischen Hauptstadt Yerevan gewonnen. Er setzte sich im Finale mit elf Kandidaten gegen die lettische Marimba-Spielerin Sonja Misiņa und die armenische Flötistin Elen Virabyan durch. Deutschland wurde durch die Geigerin Moë Dierstein vertreten. Für die Organisation in Deutschland ist der WDR zuständig, der die Show am 14. Juni morgens um 7:15 Uhr übertragen wird, die vollständige Show kann man sich hier in der ARD Mediathek anschauen. Der nächste Wettbewerb findet 2027 im lettischen Liepāja statt.

Mittwoch, 30. Juli 2025

Slowakei: STVR kehrt 2026 doch nicht zurück


Slowakei
- Viel ist in dieser Woche nicht geschehen, lediglich das slowakische Fernsehen STVR hat seine Absage am Eurovision Song Contest 2026 offiziell bekannt gegeben. Trotz Überlegungen sich an internationalen Formaten zu beteiligen, hat der Sender mit Sitz in Bratislava nunmehr aus finanziellen Gründen eine Absage an den Eurovision Song Contest in Österreich erteilt. Das Kosten-Nutzen-Verhältnis scheint nach Ansicht des Senders nicht gegeben.

Schon RTVS und nunmehr auch der umstrukturierte Sender STVR haben seit dem Rückzug vom Song Contest im Jahr 2013 die Argumente angeführt, dass der Wettbewerb in der Slowakei kaum Interesse generiert, wenngleich man 2009 und 2010 relativ ausschweifende Vorentscheide ausgetragen hat, die zwar musikalische Starts anlockten, die Eurovision selbst blieb jedoch im Hintergrund. Daran beteiligt waren nicht zuletzt auch die schlechten Platzierungen, die das Land seit dem versemmelten Debüt 1993 bzw. 1994 eingefahren hat.

Seit Einführung der Halbfinals ist die Slowakei neben Andorra das einzige Land, das sich nicht für die Endrunde qualifizieren konnte. Aus besagten Gründen zog das slowakische Fernsehen seine Teilnahme zurück und kehrte seither auch nicht zum Wettbewerb zurück. Zuletzt wurde das Land 2012 in Baku von Max Jason Mai und "Don't close your eyes" vertreten, auch dieser Anlauf scheiterte auf einem der letzten Plätze im Halbfinale. Neben der Slowakei haben bislang Andorra und Bosnien-Herzegowina ihre Teilnahme für 2016 abgesagt.

Sonntag, 8. Juni 2025

Slowakei: STVR erwägt Song Contest-Rückkehr


 Slowakei - Der slowakische Sender STVR plant nach Angaben des Direktors für Marketing und Kommunikation, Filip Púchovský, mit Hilfe von Sponsoren die Rückkehr zum Eurovision Song Contest in Betracht zu ziehen. Bislang hat man innerhalb des Senders den Nutzen der Teilnahme für überschaubar und die Kosten für überproportional gehalten und somit seit 2013 auf die Teilnahme verzichtet. Eine neue Analyse gibt Fans allerdings Anlass zur Hoffnung.

"Mit der Amtseinführung einer neuen, ordnungsgemäß gewählten STVR-Leitung planen wir, die Teilnahme an internationalen Projekten, einschließlich des Eurovision Song Contests neu zu bewerten. Es ist möglich, dass wir in Zukunft, vorausgesetzt die finanziellen und künstlerischen Bedingungen sind günstig, versuchen werden, zum Eurovision Song Contest zurückzukehren.", so Púchovský. Ähnliche Meldungen gab es über die Jahre hinweg immer wieder.

STVR, das im letzten Jahr aus dem bisherigen öffentlich-rechtlichen Rundfunk RTVS hervorging, wurde neu strukturiert und rückte zunächst von der Idee ab, aufgrund von Langzeitkosten und verhältnismäßig geringem Interesse in der Bevölkerung am Wettbewerb teilzunehmen. Im jetzigen Statement heißt es, man wolle internationalen Projekten mehr in den Fokus rücken und die Entwicklung junger Talente fördern. Die Slowakei nahm zuletzt 2012 mit Max Jason Mai in Baku teil.

Freitag, 2. Mai 2025

Slowakei: Rádio_FM überträgt Song Contest-Finale nicht


Slowakei
- In den letzten Jahren wurde das Finale des Eurovision Song Contests stets beim slowakischen Sender Rádio_FM übertragen. So hatte die kleine slowakische Fangemeinschaft immerhin die Möglichkeit den Wettbewerb, sofern nicht über die TV-Programme anderer Nationen, mit slowakischem Kommentator zu hören. Noch im April letzten Jahres war der damalige Senderintendant Ľuboš Machaj optimistisch, dass der Sender RTVS in Zukunft wieder selbst einen Interpreten zum Song Contest schicken wird.

Drei Monate später beschloss das slowakische Parlament, RTVS aufzulösen und durch einen patriotischen Staatskanal, der dem Gusto von Ministerpräsident Robert Fico entspricht, zu ersetzen. Machaj betonte, es handele sich um einen schwarzen Tag für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in der Slowakei. Anfang Juli wurde RTVS zu STVR. Der Sender ist weiterhin Mitglied der Europäischen Rundfunkunion, hat sein Programm aber entsprechend umgeändert und sich von bisherigen Prinzipien verabschiedet.

Somit wundert es kaum, dass auch der angeschlossene Sender Rádio FM in diesem Jahr auf die Ausstrahlung des Eurovision Song Contests in Basel verzichten wird. Stattdessen wird am 17. Mai ein Programm übertragen, das britischen Bands und Produzenten, die noch keine Verträge haben, ausgestrahlt. Die Slowakei fehlt seit 2013 beim Eurovision Song Contest, angesichts der schlechten Platzierungen seit dem Debüt 1993, das schon in der osteuropäischen Vorrunde scheiterte, kann man nicht unbedingt von einer Überraschung sprechen.

Mittwoch, 3. Juli 2024

Slowakei: RTVS durch Staatsmedium ersetzt


Slowakei
- Der öffentlich-rechtliche Rundfunk der Slowakei wurde per Gesetz zum 1. Juli diesen Jahres aufgelöst und durch den neuen staatlichen Rundfunk STVR ersetzt worden. Das Gesetz wurde am Sonntag von Präsident Peter Pellegrini unterzeichnet, von der Umstellung ist zumindest visuell noch nichts zu sehen, RTVS betreibt weiterhin die Sendefrequenzen und den Internetauftritt. In den nächsten Tagen dürften die Änderungen jedoch zu Tage treten.

Am Montag stellte man mit Igor Slanina einen provisorischen Senderchef für den neuen Rundfunk STVR auf, der das Unternehmen bis Ende September verwalten, anschließend soll ein von Regierung Parlament bestimmter Rat gewählt werden, die zukünftig beim staatlichen Rundfunk die Strippen zieht. Die Regierung vom Robert Fico und Kulturministerin Martina Šimkovičová hatten RTVS zuvor als voreingenommen kritisiert, die Opposition wirft der Regierung vor, mit dem neuen Rundfunk einen Propagandasender etablieren zu wollen.

RTVS ist Mitglied der Europäischen Rundfunkunion und wurde 2011 durch den Zusammenschluss des slowakischen Fernsehens STV und des slowakischen Radios SRo gegründet, zuvor bestanden beide Sender als eigenständige Mitglieder. Zwischen 2009 und 2012 nahm die Slowakei mit STV bzw. RTVS auch am Eurovision Song Contest teil, zog sich anschließend aus finanziellen Gründen und dem mangelnden Interesse der Zuschauer zurück. Eine Rückkehr unter STVR gilt als nahezu ausgeschlossen.

Freitag, 21. Juni 2024

Slowakei: Rundfunkanstalt RTVS wird aufgelöst!


Slowakei
- Trotz Protesten hat das slowakische Parlament beschlossen, den öffentlich-rechtlichen Rundfunk des Landes, den Sender RTVS zu zerschlagen und an seine Stelle einen neuen patriotischen Kanal zu setzen. Dieser soll bereits ab Juli die Sendefrequenzen des bisherigen Rundfunks übernehmen. Die Abgeordneten der drei Regierungspartien stimmten einstimmig für die umstrittene Neuregelung, die Opposition boykottierte die Abstimmung.

Seit Monaten gibt es Kritik und Proteste von der Opposition, Mitarbeitern und Journalisten des Senders RTVS sowie vom tschechischen Rundfunk und der EBU. RTVS wehrte sich gegen Vorwürfe der Regierung um Ministerpräsident Robert Fico, dass der Sender voreingenommen gegenüber der Regierung sei und entsprechend berichte. Durch die formelle Auflösung von RTVS und dem neuen Rundfunk STVR, der ab 1. Juli seinen Betrieb übernehmen soll, soll ein neuer Kanal ins Leben gerufen werden.

Kritiker werfen der Regierung vor damit einen staatstreuen Propaganda-Sender zu etablieren, offiziell heißt es von Kulturministerin Martina Simkovicova: "Der Gesetzentwurf hat das Ziel, den öffentlich-rechtlichen Charakter zu stärken, ebenso die Achtung der Pluralität und die Grundsätze der Demokratie und des freien Schaffens." RTVS-Direktor Ľuboš Machaj sprach hingegen von einem schwarzen Tag für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk und die Medien in der Slowakei.

Auch außerhalb der Slowakei wird die Neustrukturierung kritisiert, so habe Ministerpräsident Fico beschlossen, den unabhängigen Medien den Kampf anzusagen. Als vergleichbare Beispiele wurden Ungarn und Polen genannt, wo die Regierung unter Viktor Orban und das PiS-geführte Polen ähnliche Szenarien in der Medienlandschaft geschaffen haben. Die Europäische Rundfunkunion, in der RTVS Mitglied ist, hat sich noch nicht weiter geäußert.

RTVS, Rozhlas a televízia Slovenska, ist nach der Zusammenlegung von Slovenská televízia und Slovenský rozhlas im Jahr 2011 alleiniges Mitglied der Europäischen Rundfunkunion und war zuletzt auch an der Auswahl und Teilnahme am Eurovision Song Contest beteiligt. Die Slowakei gab 1994 ihr Debüt in Dublin, konnte in den wenigen Jahren ihrer Teilnahme keine nennenswerten Erfolge verbuchen. Nach Einführung der Halbfinals und der Rückkehr des Landes 2009 scheiterten alle Anläufe im Halbfinale.

Montag, 29. April 2024

Slowakei: Rádio_FM überträgt Finale in der Slowakei


Slowakei
- Daniel Baláž und Pavol Hubinák berichten auch in diesem Jahr wieder vom Eurovision Song Contest für den slowakischen Radiosender Rádio_FM. Unterstützt werden sie dabei von Lucia Haverlík und Juraj Malíček, die allesamt in einem Studio in Bratislava sitzen und das Finale am 11. Mai kommentieren werden. Der Radiosender, das vierte Programm des öffentlich-rechtlichen Rundfunks Slovenský rozhlas, der 2011 mit dem Fernsehsender STV zu RTVS zusammengefasst wurde, richtet sich vor allem an ein junges Publikum.

Das Finale wird bereits seit 2012 bei Rádio_FM neben einer Reihe weiterer Live-Festivals und alternativer Musik ausgestrahlt. In eben jenem Jahr 2012 entschied sich das slowakische Fernsehen zukünftig nicht mehr am Wettbewerb teilzunehmen, nachdem Max Jason Mai beim Song Contest-Halbfinale von Baku mit "Don't close your eyes" nur den letzten Platz belegt hatte. Bereits jetzt stehen Meldungen im Raum, dass das slowakische Fernsehen trotz erster positiver Resonanzen nicht am Song Contest 2025 teilnehmen wird.

Die Slowakei nahm erstmals 1993 am Eurovision Song Contest teil, konnte sich damals jedoch mit der Gruppe Elán und "Amnestia na neveru" nicht in der osteuropäischen Vorrunde für Millstreet behaupten. Das eigentliche Debüt erfolgte 1994. Nach drei Beiträgen, die allesamt jenseits von Platz 18 landeten, verzichtete die Slowakei bis 2009 auf die Teilnahme am Wettbewerb. Nachdem sich die vier nominierten Beiträge nicht für die Endrunde qualifizieren konnten, verzichtete RTVS erneut auf die Teilnahme und fehlt seither in der Line Up.

Montag, 8. April 2024

Slowakei: Finanzen sprechen gegen Rückkehr 2025


Slowakei
- Der private slowakische Nachrichtensender ta3 berichtet, dass die Slowakei auch im kommenden Jahr nicht am Eurovision Song Contest teilnehmen wird. Offenbar hat Zuzana Vicelová vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk RTVS gegenüber ta3 bestätigt, dass man aufgrund finanzieller Probleme nicht am Wettbewerb 2025 teilnehmen werde, wenngleich man sich im Vorfeld Hoffnungen über eine Rückkehr gemacht hat.

"Aufgrund der Ende 2023 beschlossenen Kürzung des Beitrags aus dem Staatshaushalt wird RTVS auch in Zukunft nicht am Eurovision Song Contest teilnehmen. Die Teilnahme slowakischer Künstler ist mit hohen finanziellen Kosten verbunden, über deren Mittel RTVS nicht verfügt.", heißt es demnach aus Bratislava. Generaldirektor Ľuboš Machaj hatte zuvor aktiv versucht, sein Land wieder auf die europäische Musikbühne zurückzubringen. Ob es sich bei jener Meldung um eine finale Entscheidung handelt ist jedoch nicht bekannt.

Bis die Teilnehmerliste für den Song Contest 2025 steht vergehen allerdings auch noch viele Monate, sodass eine Rückkehr nicht gänzlich ausgeschlossen werden kann. Die Slowakei nahm bislang sieben Mal an der Eurovision teil, nach der Rückkehr 2009 in Moskau scheiterten jedoch alle Anläufe im Halbfinale. Der damalige Sender STV zog sich daraufhin erneut aus Erfolglosigkeit zurück. Die bislang beste Platzierung im Finale erreichte Marcel Palonder im Jahr 1996.

Sonntag, 10. September 2023

Slowakei: RTVS-Direktor zuversichtlich bezüglich 2025


Slowakei
- Der Generaldirektor des slowakischen Fernsehens Ľuboš Machaj kündigt für seinen Sender RTVS große Veränderungen an um wieder konkurrenzfähig und interessant zu werden. Über die geänderten Finanzierungswege von RTVS haben wir bereits berichtet, die unter Umständen auch in einem Comeback beim Eurovision Song Contest münden könnten. Im Interview mit der Nachrichtenseite aktuality.sk führte Machaj diese Gedanken nun noch einmal etwas weiter aus.

Ľuboš Machaj
So lehnte Machaj ein Comeback im Jahr 2024 zwar ab, da die Finanzierung des Wettbewerbs für jede Rundfunkanstalt sehr anspruchsvoll seien, dennoch stecke man bereits in Vorbereitungen die Slowakei zum Wettbewerb zurückzubringen. "2024 werden wir, wenn es ohne Probleme abläuft, erklären können, dass wir im nächsten Jahr an der Eurovision teilnehmen werden.", so Machaj. Man habe gute Einstiegsangebote erhalten, die zwar nicht abschreckend wirkten, wenngleich es auch um nicht wenig Geld gehe.

"Wir müssen auch entscheiden, in welcher Form wird den slowakischen Teilnehmer auswählen. 2011 vertrat uns Miro Šmajda, der sagte, dass er die Kosten übernehmen werde, weil er Sponsoren hinter sich stehen habe. Der Eurovision Song Contest ist eine gesamteuropäische Angelegenheit und auch die Slowakei sollte dabei vertreten sein.", so Machaj. Durch eine Neuausrichtung der Gebührenfinanzierung von RTVS sei ein Comeback, wenn auch erst 2025, deutlich greifbarer als in den letzten Jahren, in dem Bratislava nur höflich abnickte.

Mittwoch, 9. August 2023

Slowakei: Nachtrag zum gestrigen Post


Slowakei
- Bereits gestern wurde Zuzana Vicelová, PR-Leiterin des slowakischen Rundfunks RTVS mit den Worten zitiert, dass man ernsthaft über eine Rückkehr zum Eurovision Song Contest 2025 nachdenkt. Heute wurde noch einmal vom Generaldirektoren des Senders, Ľuboš Macha, nachgelegt und betont, dass eine Gesetzesänderung bei der Rundfunkgebühr und zusätzliche finanzielle Mittel eine große Rolle hierbei spielen.

Ľuboš Macha, seit Sommer als Generaldirektor von RTVS tätig, erklärte, dass seit 1. Juli 2022 keine klassische Rundfunkgebühr mehr erhoben wird und durch eine Pauschale in Höhe von 0,17% des BIP der Slowakei ersetzt wurde. Dadurch werden die finanziellen Mittel für den Sender um rund 46 Millionen Euro aufgestockt, sodass RTVS 2024 über einen Etat von rund 160 Millionen Euro verfügt. Damit werden Projekte wie die Eurovision auch für die Slowakei wieder finanzierbar.

Zwar betonte Macha auch, dass die finanziellen Mittel nach wie vor knapp bemessen seien, gänzlich unmöglich sei eine Rückkehr zum Eurovision Song Contest 2025 allerdings nicht. Für das kommende Jahr hat der Sender mit Sitz in Bratislava bereits abgesagt, 2024 stehen allerdings rund 29% mehr Budget zur Verfügung als noch 2023. Die Slowakei fehlt seit 2013 im Kreis der Eurovisionsfamilie, zuletzt belegte Max Jason Mai mit "Don't close your eyes" den letzten Platz im Halbfinale von Baku.

Dienstag, 8. August 2023

Slowakei: Teilnahme 2024 abgelehnt, 2025 noch offen


Slowakei
- Bereits Anfang Juni hat das slowakische Fernsehen RTVS seine Teilnahme in Malmö 2024 ausgeschlossen, das Kosten-Nutzen-Verhältnis einer Teilnahme würde das Budget des vergleichsweise kleinen EBU-Mitgliedsenders doch überstrapazieren, sodass man den Fokus auf lokale Formate legt. Gegenüber ESCtoday.com wurde die Absage heute noch einmal formell untermauert, allerdings mit einer positiven Aussicht in die Zukunft.

In einem Statement aus Bratislava heißt es: "Die Teilnahme der Slowakischen Republik am Eurovision Song Contest wird derzeit geklärt. RTVS bewertet die Situation. Im Moment planen wir nicht, an der nächsten Ausgabe in Schweden teilzunehmen. Wir denken über eine Teilnahme im Jahr 2025 nach." Eine grundsätzliche Rückkehr zum Eurovision Song Contest wird somit nicht vollständig ausgeschlossen, wenngleich man erneut die finanziellen Rahmenbedingungen im Auge behalten muss.

Die Slowakei ist seit ihrer Erstteilnahme eine der chronische erfolglosen Nationen. Schon 1993 scheiterte man im osteuropäischen Vorentscheid, die drei Teilnahmen in den 90er Jahren endeten im unteren Drittel des Tableaus. Nach der Rückkehr zum Song Contest 2009 verfehlten die slowakischen Acts stets den Finaleinzug, sodass man seit 2013 wieder aussetzt. Dennoch hält RTVS die Eurovision als eine großartige Möglichkeit neue Märkte zu erschließen und sich auf internationaler Bühne zu präsentieren.

Montag, 5. Juni 2023

Slowakei: Keine Rückkehr im Jahr 2024 zu erwarten


Slowakei
- Die erste formelle Absage für den Eurovision Song Contest 2024 liegt vor und kommt aus Bratislava. Slavomíra Kubičková, Head of International Relations, erklärte auf Anfrage, dass das slowakische Fernsehen RTVS nicht zum Song Contest in Schweden zurückkehren wird und ebenso wenig beim Junior Eurovision Song Contest in Nizza debütieren wird. Der Sender begründet dies erneut mit den knappen finanziellen Ressourcen.

Bereits kurz nach dem Song Contest von Liverpool erläuterte RTVS, dass man in der Eurovision interessante Möglichkeiten sehe, die slowakische Musikkultur europa- und weltweit zu bewerben, man die Teilnahme an der Show jedoch auch in Relation zum generellen TV-Content von RTVS sehen müsste. Man sei darauf eingestellt, Fernsehen mit lokalen bzw. für die Slowaken interessanten Inhalten zu produzieren, die Eurovision hingegen sei eher Luxus als notwendig.

RTVS gilt ohnehin als chronisch unterfinanziert und hat bereits Probleme, seinem Versorgungsauftrag gemäß Rundfunkvertrag gerecht zu werden. Somit werde der Fokus auf notwendigere Formate gelegt. Zuletzt nahm RTVS im Jahr 2012 am Song Contest in Baku teil und schied mit Max Jason Mai im Halbfinale aus. Seit Einführung der Halbfinals nahmen slowakische Interpreten viermal teil, keiner von ihnen schaffte den Sprung in die finale Endrunde der Eurovision.

Freitag, 19. Mai 2023

Slowakei: RTVS erörtert Gründe für Fernbleiben


Slowakei
- In einem ausführlichen Bericht auf aktuality.sk hat das slowakische Fernsehen seine Gründe für das Fernbleiben beim Eurovision Song Contest erklärt, die vor allem finanziellen Ursprungs sind. So hieß es von Filip Púchovský aus der PR-Abteilung des Senders RTVS, dass man sorgfältig mit der Programmplanung umgehe und insbesondere aufgrund der Kosten-/Nutzenrechnung auf die Ausstrahlung bzw. Teilnahme am Eurovision Song Contest verzichtet. Die Zuschauerzahlen stünden in keinem Verhältnis zu den Kosten, die eine Teilnahme mit sich bringt.

Aus Bratislava hieß es darüber hinaus, dass RTVS chronisch unterfinanziert sei und man bereits jetzt kaum die Vorgaben aus dem Rundfunkvertrag erfüllen könne. Eine Song Contest-Teilnahme sei daher nur möglich, wenn nahezu die gesamten anfallenden Kosten vom ausgewählten Künstler getragen werden, was die potentiellen Teilnehmer bereits sehr einschränken würde. Dennoch, so u.a. Musikexperte Juraj Čurný, sei die Eurovision eine "der interessanten Möglichkeiten, die Slowakei nicht nur in Europa zu präsentieren."

RTVS müsse daher abwägen, ob man sich auf lokale Produktionen für den slowakischen TV-Markt konzentriere oder Geld für ein Prestige-Objekt wie den Eurovision Song Contest ausgibt. In den wenigen Jahren ihrer Teilnahme hat die Slowakei vor allem durch Misserfolge geglänzt. Bei den drei Finalteilnahmen in den 90er Jahren war das beste Ergebnis der 18. Platz von Marcel Palonder in Oslo 1996, bei den vier Teilnahmen von 2009 bis 2012 schafften es die slowakischen Interpreten allesamt nicht über das Halbfinale hinaus.

Dienstag, 2. Mai 2023

Slowakei: Rádio_FM überträgt Eurovisionsfinale


Slowakei
- Auch wenn die Slowakei seit über zehn Jahren aufgrund von Misserfolgen und finanziellen Engpässen nicht mehr beim Eurovision Song Contest vertreten ist, so gibt es auch in diesem Jahr wieder die Möglichkeit für die slowakischen Radiohörer, das Finale des Wettbewerbs in Liverpool live auf Rádio_FM zu verfolgen. Der slowakische Rundfunk RTVS bestätigte, dass das Finale erneut im vierten Radioprogramm, das sich primär an junge Menschen richtet zu hören sein wird.

Rádio_FM überträgt zahlreiche Musikfestivals live in seinem Programm und hat in den vergangenen Jahren auch immer wieder das Song Contest-Finale übertragen. Zudem gab es in Bratislava beim Radiosender auch stets die Möglichkeit, das Finale vor Ort zu verfolgen. Nähere Einzelheiten, etwa zu den Kommentatoren, sollen in den kommenden Tagen veröffentlicht werden. Die Slowakei war zuletzt 2012 mit Max Jason Mai im Halbfinale von Baku vertreten, schied dort jedoch als Letzter aus.

Nicht übertragen wird der Song Contest hingegen in Neuseeland. Der Sender UKTV, der die Shows zwischen 2014 und 2016 ausgestrahlt hatte, bestätigte gegenüber Eurovoix.com, dass in diesem Jahr keine Pläne bestehen, die Eurovision für den neuseeländischen Markt zugänglich zu machen und das, obwohl jüngst ein amüsantes Video als Werbekampagne an die Europäer gerichtet wurde, den Wettbewerb auch für Neuseeland zu öffnen, zumal Australien seit Jahren eine Teilnahmeberechtigung hat.

Two Heart - Eurovusion (Open up)

Sonntag, 12. Juni 2022

Slowakei: Teilnahme hängt von Direktorenwahl ab


Slowakei
- Wie die tschechische Website Eurocontest.cz berichtet, ist ein slowakisches Comeback zum Eurovision Song Contest 2023 noch nicht gänzlich ausgeschlossen. Wie die Seite meldet, werde eine Entscheidung, ob die Slowakei zurückkehren wird oder ein weiteres Jahr auf die Teilnahme verzichtet, frühestens im August fallen. Dann nämlich finden die Wahlen eines neuen Generaldirektors des öffentlich-rechtlichen Rundfunks Rozhlas a televízia Slovenska statt.

Zur Wahl stellen sich acht Kandidaten, darunter auch der bisherige Senderchef Jaroslav Rezník. Die Anwärter auf den Posten des Generaldirektoren treffen am Montag auf die slowakische Nationalversammlung, die eine entsprechende Benennung tätigen wird. Sobald das neue Management von RTVS feststeht, wird auch die Entscheidung zu diversen Übertragungen bzw. über die Teilnahme an internationalen Wettbewerben wie der Eurovision fallen.

ESCtoday.com meldete Anfang der Woche, das ein slowakisches Comeback für 2023 nicht zu erwarten sei. Das Land nahm zwischen 1994 und 1998 dreimal am Finale der Eurovision teil und kehrte nach längerer Pause zwischen 2009 und 2012 zurück. Alle Beiträge seit der Rückkehr schieden im Halbfinale aus. Mit dem 18. Platz von Marcel Palonder im Jahr 1996 steht eine traurige Bestmarke in der Statistik. Trotz der spärlichen Platzierungen beim Song Contest gehört der Titel "Horehronie" von Kristina zu den am meisten aufgerufenen Videos des offiziellen Youtube-Kanals der Eurovision.

Freitag, 10. Juni 2022

Slowakei: RTVS plant kein Comeback zur Eurovision 2023


Slowakei
- Fast schon andorranisches Tempo hat das slowakische Fernsehen RTVS bei der Bestätigung seiner Nicht-Teilnahme am Eurovision Song Contest 2023 an den Tag gelegt. Wie ESCtoday.com meldet, hat der Sender mit Sitz in Bratislava erneute ein Comeback zum Song Contest verneint und wird somit keinen Interpreten zum Wettbewerb im kommenden Jahr entsenden. Zuletzt war das slowakische Fernsehen vor mehr als zehn Jahren, 2012 in Baku, mit einem eigenen Kandidaten vertreten. Max Jason Mai beendete das Halbfinale mit "Don't close your eyes" als Letztes.

Anders als im Nachbarland Tschechien, wo ein junges Team und ein neuer Programmdirektor mit mutigen Ideen einen festen Platz im TV-Programm gefunden haben, zweifelt RTVS den Erfolg des Wettbewerbs beim slowakischen Publikum an und nennt neben den bisherigen schlechten Platzierungen auch fehlende finanzielle Mittel, um am Song Contest teilzunehmen. Bereits 2011 und 2012 zog der Sender in Erwägung, der Veranstaltung fernzubleiben. Die Slowakei gab ihr Debüt 1994 in Dublin und belegte dort, 1996 und 1998 drei hintere Plätze, ehe man sich bis 2009 zurückzog.

Nach dem Comeback des Landes wurden großzügige Vorentscheide mit mehreren Vorrunden und dem Who-is-Who der slowakischen Musikszene ausgetragen, sowohl Kamil Mikulčík & Nela Pocisková in Moskau als auch Kristína Peláková flogen im Halbfinale raus. Anschließend wurde der nationale Vorentscheid ausgesetzt und die Twiins direkt für Düsseldorf nominiert und kamen mit dem 13. Rang im Halbfinale einer Qualifikation noch am nächsten. Seit 2013 ist kein slowakischer Interpret mehr beim Song Contest aufgetreten und auch mittelfristig dürfte sich RTVS nicht bereit erklären, einen neuen Comeback-Versuch zu wagen.

Sonntag, 1. Mai 2022

Slowakei: Finale wird erneut bei Rádio FM übertragen


Slowakei
- Auch wenn das Land seit nunmehr einer Dekade nicht mehr aktiv am Eurovision Song Contest teilnimmt, insbesondere in Hinblick auf die knappen Kassen beim öffentlich-rechtlichen Sender RTVS und das geringe Interesse der slowakischen Bevölkerung am Song Contest, so überträgt der Radiosender Rádio FM das Finale aus Turin doch live in seinem Programm. RTVS bestätigte, dass das vierte Programm des slowakischen Radios wie auch schon in den Vorjahren die Veranstaltung live überträgt und kommentiert.

Als Kommentatoren werden Balážom, Hubinákom und Malíčkom übernehmen und dabei auch noch weitere Gäste im Studio begrüßen. Die Show wird ab 21 Uhr (MESZ) live auf Rádio FM übertragen, sodass die slowakischen Interessenten die Möglichkeit haben, ein bisschen vom Eurovision Song Contest einzufangen. Im slowakischen Fernsehen ist der Wettbewerb hingegen erneut nicht zu sehen, die Slowaken müssen abermals auf das tschechische Programm oder den Online-Livestream zurückgreifen.

Die Slowakei nahm in den 90er Jahren dreimal erfolglos am Eurovision Song Contest teil und zog sich anschließend bis 2009 zurück. Die vier Kandidaten, die seither bei der Eurovision vertreten waren, schnitten allesamt ähnlich schlecht ab und flogen im Halbfinale raus. Seit 2013 fehlt die Slowakei in der Teilnehmerliste des Wettbewerbs, RTVS hält den Song Contest zwar für ein interessantes Projekt, zweifelt aber die Finanzierbarkeit an, wodurch sich der Rundfunk mit einem Comeback seitdem zurückhält.

Samstag, 19. Juni 2021

Slowakei: RTVS plant 2022 keine Rückkehr in Italien


Slowakei
- Seit 2013 verzichtet das slowakische Fernsehen RTVS auf die Teilnahme am Eurovision Song Contest und entsprechend einer Anfrage der tschechischen Website eurocontest.cz wird dies auch 2021 so bleiben. Der Sender mit Sitz in Bratislava erklärte in einem Statement, dass man weder ein Debüt beim Junior Eurovision Song Contest in Paris noch eine Rückkehr zum Eurovision Song Contest 2022 beabsichtigt. Damit ist die Slowakei das erste Land, dass seine Teilnahme scheinbar definitiv verneint hat.

Die Slowakei nahm zwischen 1994 und 1998 sowie später an den Halbfinals von 2009 bis 2012 teil, die letzten vier Beiträge konnten sich jedoch nicht für die Endrunde qualifizieren. 1993 konnte sich die Gruppe Elán nicht über die osteuropäische Vorrunde hinaus qualifizieren. Das beste Ergebnis des Landes ist bis heute der 18. Platz von Marcel Palonder mit "Kým nás máš" im Jahr 1996. Nach dem letzten Platz von Max Jason Mai in Baku 2012 zog der Sender aufgrund des geringen Interesses innerhalb der slowakischen Zuschauer und aus finanziellen Gründen zurück.

2009 und 2010 veranstaltete RTVS, damals noch als STV, ausschweifende Vorentscheide mit diversen Vorrunden und vielen etablierten Künstlern der slowakischen Musikszene. Insbesondere Kristina, die die Slowakei 2010 in Oslo vertrat, gehörte mit "Horehronie" zu den Favoriten, ehe sie im Halbfinale rausflog. Ihr Musikvideo zählt jedoch noch heute zu den meistgesehenen Videos des offiziellen Youtube-Kanals der Eurovision. 2011 vergaß das slowakische Fernsehen sich rechtzeitig von der Teilnehmerliste streichen zu lassen, 2012 folgte noch eine interne Auswahl.

Montag, 10. Mai 2021

Slowakei: Rádio FM sendet Eurovisionsfinale


Slowakei
- Zwar nicht im Fernsehen aber immerhin im Radio können slowakische Song Contest-Freunde den Wettbewerb 2021 aus Rotterdam verfolgen. Wie schon in den letzten Jahren wird das Finale am 22. Mai live auf Rádio FM, dem vierten Programm des Senders RTVS übertragen. Schon 2018 und 2019 gab es eine Radioshow, an der u.a. Daniel Baláž, Pavol Hubinák und Celeste Buckingham als Kommentatoren mitwirkten und dem Land zumindest ein bisschen Eurovisionsvergnügen gönnen.

Die Slowakei hat eine der schlechtesten Bilanzen überhaupt in der Geschichte des Wettbewerbs, nur dreimal war das Land im Finale vertreten, zuletzt 1998. Zwischen 2009 und 2012 kehrte das slowakische Fernsehen teilweise mit großartig organisierten Vorentscheiden zurück, alle vier Beiträge flogen jedoch im hohen Bogen im Semifinale der Eurovision raus. Seit 2013 verzichtet der Sender aufgrund der geringen Einschaltquoten und der hohen Teilnahmekosten auf die aktive Teilnahme.

Das Land ist damit neben Kanada das zweite Land, das nicht am Wettbewerb teilnimmt, die Show aber ausstrahlt. Zudem kann man davon ausgehen, dass der Song Contest 2021 auch in Kasachstan und dem Kosovo übertragen wird. In den letzten Jahren wurde die Show immer wieder von Khabar bzw. RTK ausgestrahlt. Das ungarische Fernsehen MTVA wird den Wettbewerb hingegen nicht ausstrahlen, wie gestern durch Eurovoix.com bekannt wurde.