Sonntag, 14. Juni 2020

Beyond Eurovision (135): Saint-Barthélemy



Saint-Barthélemy - Ouanalao lautet der ursprüngliche Name der kleinen Karibikinsel, die Christoph Kolumbus 1493 auf seiner zweiten Reise entdeckte und sie anschließend nach seinem Bruder Bartolomeo benannte. Vermutlich durch eingeschleppte Krankheiten durch die Europäer ging die einheimische Bevölkerung der Kariben verloren, später wechselte die Insel häufig den Besitzer, zunächst waren Franzosen, später der Malteserorden, Schweden und dann wieder die Franzosen auf der Insel ansässig. 1877 kauften die Franzosen die Insel für 400.000 Francs zurück und integrierte sie wieder in ihr Kolonialreich.

Schnelle Fakten
Hauptstadt
Gustavia
Sprachen
Französisch
Fläche
21km²
Währung
Euro (€)
Einwohner
10.000
Internet-TLD
.bl
Zeitzone
UTC -4
Wiki-Info

Verwaltet wurde die kleine Insel zunächst von Guadeloupe, nach einer politischen Union mit dem nahe gelegenen Saint-Martin wurde Saint-Barthélemey, kurz St. Barths, 2007 ein eigenständiges "Collectivié d'outre mer" und ist Teil der Europäischen Union, sodass hier u.a. auch der Euro offizielles Zahlungsmittel ist. Seit den 50er Jahren erlebt die Insel einen regelrechten Tourismusboom, was vor allem daran liegt, dass der US-Banker David Rockefeller sich hier ein Anwesen zulegte und damit die Grundlage für viele Immobilienkäufe durch Personen des amerikanischen Jetsets lieferte. Auch als Steueroase machte sich Saint-Barthélemy zeitweise einen Namen.

Die Bevölkerung von knapp 10.000 Menschen setzt sich vor allem aus den Nachkommen französischer Siedler zusammen, die ehemals eingeführten afrikanischen Sklaven haben nach dem Ende der Sklaverei mehrheitlich die Insel verlassen. Auch das schwedische Erbe ist abgesehen durch vereinzelte Ortsnamen, etwa den Hauptort Gustavia, nicht mehr erkennbar. Offizielle Amtssprache ist das Französische, durch die zahlreichen Touristen aus den USA ist auch Englisch mittlerweile zu einer wichtigen Verkehrssprache geworden. Musikalisch ist Saint-Barthélemy ähnlich geprägt wie die übrigen Kleinen Antillen, durch Soca, Meringue und Calypso.

Besonders hervorzuheben ist das alljährlich im Januar stattfindende St. Barts Music Festival, das sich über zwei Wochen zieht und Vertreter aller Musikgenres, insbesondere klassischer Musik anzieht. Daneben feiert die Insel seit 1996 ein fünftägiges Filmfestival, was ebenfalls viele Künstler und Schauspieler aus dem amerikanischen Raum anzieht. Und um die Stimmung an diesem grauen Sonntag aufzuhellen folgt nun eine Lobhymne von Robb Tito auf die Insel aus dem Jahr 2012 und soll versuchen ein bisschen karibisches Flair zu versprühen. Tito hat auch ein Album mit dem Titel "From St. Barth to London" aufgenommen.

Robb Tito - St. Barth Song

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