Donnerstag, 3. September 2020

Beyond Eurovision (174): Sri Lanka



Sri Lanka - Sri Lanka, das bis 1972 offiziell Ceylon hieß, ist ein Inselstaat vor der Südostküste Indiens, von dem es nur durch die Palkstraße getrennt ist. Bestrebungen, eine Landverbindung über die Koralleninseln der sogenannten Adamsbrücke zu schaffen, stocken seit Jahren, insbesondere auch durch die politischen Unruhen im Nordteil des Landes, in dem tamilische Rebellen bis 2009 versuchten, einen eigenen Staat zu separieren. Trotz dieses Konfliktes ist Sri Lanka ein beliebtes Fernreiseziel europäischer Touristen, sowohl aus kultureller als auch aus badetechnischer Sicht.

 Schnelle Fakten
Hauptstadt
de jure: Sri Jayawardenepura
de facto: Colombo
Sprachen
Singhalesisch, Tamil
Fläche
65.610km²
Währung
Sri Lanka-Rupie (රු)
Einwohner
21,8 Mio.
Internet-TLD
.lk
Zeitzone
UTC +5:30
Wiki-Info

Seine Eigenständigkeit verlor das auf der Insel etablierte Königreich im 16. Jahrhundert, als die Insel, die an der legendären Gewürzroute lag, in den Interessenbereich europäischer Kolonialherren rückte. Zunächst war die Insel zwischen Niederländern und Portugiesen aufgeteilt, ab 1796 begannen die Briten auf Ceylon Fuß zu fassen. 1948 wurde Ceylon in die Unabhängigkeit entlassen, seit 1972 ist Sri Lanka eine sozialistische Republik innerhalb des Britischen Commonwealth. Innerhalb von 60 Jahren stieg die Bevölkerungszahl von 7,9 auf über 20 Millionen. Rund Dreiviertel der Bevölkerung sind Singhalesen, rund 15% Tamilen.

Kulturell wurde die Insel, die heute für den Anbau von Tee und Zimt bekannt ist, stark von Einwanderern aus Nordindien beeinflusst. Es entwickelte sich eine eigenständige singhalesische Weltanschauung und traditionelle Musik, die geprägt ist von typischen Trommeln, etwa der Dawula oder der Tamattama. Es dauerte bis in die 60er Jahre hinein, bis sich aus traditionellen Tönen eine eigene Popkultur, der sogenannte Sinhala Pop entwickelte. Dieser ist eine Vermischung indischer Filmmusiken, westlichem Pop und teilweise auch Reggae und orientalischen Beats, die heute von indischen Instrumenten wie der Sitar oder der Bansuri begleitet werden.

Zu den bekanntesten Musikern der jüngeren Zeit gehört Viraj Perera aus der De facto-Hauptstadt Colombo, der nicht zu verwechseln ist mit einem Cricketspieler gleichen Namens. Seit wann er professionell Musik macht konnte ich leider nicht herausfinden, verfügbare Lieder auf Youtube und anderen Kanälen reichen allerdings bis ins Jahr 2014 hinein, die allesamt auf Singhalesisch gesungen werden. So auch der Titel "Sareetha", den ich hier heute vorstellen möchte und eine mystische aber auch stark indische Färbung hat, ohne jedoch den Nervfaktor eines Bollywood-Tracks zu haben. Der Titel wurde von ihm selbst komponiert und erschien bei Kushraj Entertainment als digitaler und physischer Release.

Viraj Perera - Sareetha

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