Dienstag, 18. August 2020

EBU: Zwei Szenarien mit und ohne Corona



Europa - Man hört nicht viel, aber die Mühlen der Europäischen Rundfunkunion rotieren bereits mächtig im Hintergrund. Selten war es so schwer für die Organisatoren des Eurovision Song Contests zu planen. Event Supervisor Nadja Burkhardt hat im Interview mit dem Schweizer Sender RTS erklärt, dass die EBU für den Wettbewerb 2021 zwei mögliche Szenarien erarbeitet hat, die es erlauben, auch bei einer kurzfristig geänderten Situation agieren zu können.

Man sei mit zahlreichen Organisationen und Mitgliedsendern in regem Austausch, genannt wurde u.a. die britische BBC, von denen man sich abschaut, wie sie ihre Veranstaltungen planen und woran man bei der EBU bislang noch nicht gedacht hat. Man bewertet die Situation in Europa täglich neu. Hier heißt es von Burkhardt: "Über Nacht landen Länder auf einer roten Liste und umgekehrt. Wir können dorthin reisen und am nächsten Tag ist dies nicht mehr möglich.", man müsse bis zuletzt mit Änderungen rechnen.

Für die Austragung eines Song Contests im Jahr 2021 hat die EBU zwei Szenarien erarbeitet. Das wünschenswerte Szenario eins sieht vor, dass sich die Infektionszahlen und Beschränkungen stabilisieren und man unter "normalen" Umständen arbeiten kann. Ohne Beschränkungen könne man im Ahoy in Rotterdam alle drei Shows inklusive Publikum ausrichten und auch Side-Events, ein Pressezentrum etc. mühelos ausrichten. Szenario zwei sieht im Falle von weiteren Reise- und Versammlungsbeschränkungen vor, dass man dennoch versucht möglichst viele Elemente der Eurovision wie geplant durchzuführen.

Details, was im Worst Case passiert, wurden an dieser Stelle allerdings nicht verraten. Man behalte sich allerdings die Flexibilität vor, damit man bis zur letzten Minute auf die Entwicklungen in Europa reagieren kann. Man sei aber gewillt den Eurovision Song Contest im nächsten Jahr definitiv auszurichten und das gesamte Produktionsteam und Supervisor Martin Österdahl werden alles daran setzen, eine Liveshow auf die Beine zu stellen. Einem Online-Contest erteilte die Europäische Rundfunkunion allerdings eine Absage.

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