Freitag, 25. Oktober 2019

Ungarn: "A Dal" als Vorentscheid abgeschrieben


Ungarn - Um Ungarn machen derzeit Meldungen die Runde, das Land würde nicht am Eurovision Song Contest 2020 in Rotterdam teilnehmen. Wie ESChungary.hu meldet, haben sich die Organisatoren der Show "A Dal", die seit 2012 als Kandidatenauswahl für den Song Contest diente, heuer dafür entschieden, dem Sieger kein Startplatz bei der Eurovision einzuräumen. Schon zuvor hat es Meldungen um die Regeln der Show gegeben, in denen erklärt wird, dass Songs nicht vor dem 1. März 2019 veröffentlicht werden dürfen, was dem EBU-Reglement widerspricht.

Der federführende Sender MTV erklärte in einem Statement: "Statt sich auf die Eurovision zu fokussieren, möchten die Erfinder der Show talentierte Musiker der ungarischen Popszene unterstützen." Je nach Interpretation kann man dies nun so deuten, dass Ungarn generell keinen Vertreter zum Eurovision Song Contest schicken wird oder einfach auf ein anderes Auswahlkonzept für Rotterdam setzen wird. Eine formelle Absage der Teilnahme in Rotterdam stellt dieses Zitat jedoch nicht da. Weitere Informationen aus Budapest liegen aktuell nicht vor.

Ungarn hat bereits mehrfach einen Rückzieher vom Eurovision Song Contest gemacht, zuletzt verzichtete man 2010 auf die Teilnahme in Oslo, nachdem Zoli Ádok in Moskau den Sprung ins Finale von Moskau verpasste. Ein Jahr später kehrte Ungarn jedoch zum Wettbewerb zurück. 2011 wählte das ungarische Fernsehen intern die Sängerin Kati Wolf aus. Sobald uns nähere Informationen vorliegen, werden wir natürlich darüber berichten, derzeit hängt die ungarische Song Contest-Teilnahme aber weiterhin in den Seilen.

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