Europa - Nicht nur hinter den Kulissen der Europäischen Rundfunkunion brodelt es gewaltig, mehrere Sendeanstalten haben in den letzten Wochen öffentlich ihren Unmut über die israelische Song Contest-Teilnahme kundgetan. Wie mehrere Quellen berichten, hat die Europäische Rundfunkunion reagiert und ein Schreiben an seine Mitglieder versendet, in dem eine außerordentliche Abstimmung über die israelische Teilnahme im November angekündigt wird.
Das Schreiben von EBU-Direktorin Delphine Ernotte liegt der österreichischen Kronen Zeitung vor, indem darüber berichtet wird, dass eine solch komplexe Situation bislang nicht vorgelegen hat. Den Mitgliedern der Europäischen Rundfunkunion soll in einer geheimen Wahl die Möglichkeit gegeben werden, über den Verbleib Israels beim Eurovision Song Contest abzustimmen. Das Thema wird zudem bei der nächsten Generalversammlung der EBU auf der Agenda stehen.
Weitere Einzelheiten sollen in der kommenden Woche an die Mitglieder versendet werden. Wie es u.a. in einer Mitteilung des israelischen Senders KAN heißt, bedarf es einer 75%igen Zustimmung, ehe Israel vom Song Contest ausgeschlossen wird. KAN selbst habe technisch gesehen keine Regeln oder Statuten der EBU verletzt heißt es weiter. Dennoch polarisiert die israelische Teilnahme in Anbetracht des Gazakrieges und der von mehreren Rundfunkanstalten angezweifelten Zuschauerabstimmung in Basel.








