Montag, 22. November 2021

Monaco: Haushalt sieht Song Contest-Gelder vor


Monaco
- Das Nachrichtenmagazin "L'Observateur de Monaco" berichtet heute überraschend, dass der monegassische Staat offenbar Gelder für die Teilnahme am Eurovision Song Contest 2023 eingeplant hat. In dem Bericht heißt es, dass der Staatshaushalt des kleinen Fürstentums an der Côte d'Azur rund 100.000 Euro zur Verfügung stellt, um "eine Bewerbung des Fürstentums am Wettbewerb der Eurovision 2023 in die Wege zu leiten". Sollte dies tatsächlich der Fall sein, wäre es die erste Teilnahme des Zwergstaates seit 2006.

Zwischen 2004 und 2006 wagte der monegassische Sender TMC ein Comeback zum Eurovision Song Contest, nachdem man zuletzt 1979 teilgenommen hatte. Damals, so erklärte Delegationsleiter Phil Bosco, habe man finanzielle Unterstützung vom monegassischen Staat erhalten, um an der Eurovision teilzunehmen. Nachdem die finanzielle Grundlage wegbrach, verzichtete TMC ab 2007 auf die Teilnahme. Zuletzt schied die Sängerin Séverine Ferrer mit dem polynesisch anmutenden "La coco-dance" im Halbfinale von Athen aus.

Mehrere halbherzige Versuche, erneut am Wettbewerb teilzunehmen, scheiterten bisher aufgrund der Finanzierung. Monacos nationaler Rundfunk TMC gehört zur französischen Sendergruppe um TF1, eine Teilnahme am Eurovision Song Contest ist nur in Zusammenarbeit mit staatlichen Institutionen möglich. TMC hat sich bisher nicht offiziell zu diesem Bericht geäußert, wir hoffen aber natürlich, dass L'Observateur Recht behält und Monaco ein ähnlicher Ehrgeiz beim Eurovision Song Contest packen könnte, wie San Marino. 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen