Dienstag, 6. Oktober 2020

Bosnien-Herzegowina: Teilnahme 2021 nicht möglich


Bosnien-Herzegowina
- Jedes Jahr schmerzt das Balkanherz, wenn es auf irgendeiner Website, die sich mit dem Eurovision Song Contest beschäftigt steht, dass Bosnien-Herzegowina nicht zurückkehren wird. Und auch in Hinblick auf 2021 gibt es wieder enttäuschende Nachrichten aus Sarajevo, gegenüber ESCtoday.com bestätigte der Sender BHRT, dass die Hürden und Probleme des Senders nach wie vor unüberwindbar sind und eine Teilnahme in Rotterdam ausschließen.

Gemeint sind hierbei vor allem die finanziellen Probleme, der bosnische Staatssender hat nicht nur einen defizitären Haushalt sondern auch noch einen relativ hohen Schuldenberg bei der Europäischen Rundfunkunion, die seit Jahren entsprechende Sanktionierungsmaßnahmen anwendet, gleichzeitig aber auch einen Dialog mit der bosnischen Politik sucht, um für einen starken öffentlich-rechtlichen Rundfunk im Land zu werben. Aufgrund der politischen Komplexität und der herrschenden Uneinigkeit stießen diese Dialogvorschläge bisher auf Granit.

Bosnien-Herzegowina ist gemäß dem Frieden von Dayton in zwei Entitäten geteilt, die Föderation Bosnien-Herzegowina und die Republika Srpska, die jeweils eigene Sendeanstalten betreiben und sich recht wenig um den gesamtbosnischen Sender BHRT kümmern. Seit 2013 fehlt Bosnien-Herzegowina aufgrund der fehlenden Finanzierung beim Eurovision Song Contest und anderen Veranstaltungen, lediglich 2016 konnte die Teilnahme mit einem großzügigen Sponsoren ermöglicht werden, dereinst schied "Ljubav je" jedoch als erster bosnischer Beitrag im Halbfinale aus.

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