Dienstag, 14. Juli 2020

Beyond Eurovision (151): Benin



Benin - Bis 1975 hieß die ehemalige französische Kolonie in Westafrika Dahomey und beruft sich damit auf ein historisches Königreich, das über 250 Jahre lang an der Bucht von Benin bestand. Nach der Unabhängigkeit wurde Dahomey in Benin umbenannt, bis 1990 war es eine sozialistische Volksrepublik, das unter dem starken Einfluss von Mathieu Kérékou stand, der die Idee eines "Afrikanischen Kubas" pflegte und sich zum Vorsitzenden des Politbüros machte. Nach dem Zerfall des Ostblocks musste sich auch Benin umstrukturieren, zwischen 1996 und 2006 war er erneut Präsident. 

Schnelle Fakten
Hauptstadt
Porto Novo
Sprachen
Französisch
Fläche
112.622km²
Währung
CFA-Franc (XOF)
Einwohner
11,5 Mio.
Internet-TLD
.bj
Zeitzone
UTC +1
Wiki-Info

Bedingt durch kolonial gezogene Linien, verfügt Benin nur über einen schmalen Küstenstreifen, fräst sich jedoch weit ins Landesinnere hinein. Die Küste erstreckt sich von der Halbinsel Grand-Popo über die einzige nennenswerte Hafenstadt Cotonou bis an die nigerianische Grenze, je weiter man in den Norden vordringt, umso geringer wird die Bevölkerungszahl, der Norden ist hügeliger und wird in der Trockenzeit von Harmattan-Winden heimgesucht. Kulturell steht Benin noch heute stark unter dem Einfluss Frankreichs, Französisch ist beispielsweise die offizielle Amtssprache, obwohl mehrere weitere Sprachen wie Yoruba oder Fon im Land verbreitet sind.

Musikalisch hat Benin einen der größten afrikanischen Stars aller Zeiten hervorgebracht, die Sängerin Angélique Kidjo, die heute vor 60 Jahren in Ouidah geboren wurde und 2007 vom Time Magazine als "Africa's premier diva" betitelt wurde. Sie hat in ihrer Karriere mit diversen Weltstars wie Bono, Aretha Franklin, Miriam Makeba, Alicia Keys und auch Anggun zusammengearbeitet und gehört zu den erfolgreichsten Weltmusik-Sängerinnen. Heutzutage hat sich im Benin eine starke Hip Hop und R'n'B-Kultur herausgebildet, die auch in den benachbarten Ländern Westafrikas gern gehört wird.

Zu den Vertretern moderner Musik gehört der Sänger Richard Flash, einer der momentan angesagtesten Zouk-Musikern, der sowohl afrikanische Traditionen und Instrumente mit modernen westlichen Beats und Rhythmen mischt. Er hat bereits mehrere Alben aufgenommen, einer seiner bekanntesten Titel ist das heute vorgestellte "L'amour", das er auch bei Konzerten in Paris und Dubai zum Besten gegeben hat. Allerdings liegen derzeit sämtliche Tour-Pläne von Richard Flash auf Eis, er selbst hat sich nach mehreren Auslandsaufenthalten in eine Corona-Quarantäne in Benin begeben.

Richard Flash - L'amour

Keine Kommentare:

Kommentar posten