Sonntag, 12. April 2020

Kommentar: Frohe Ostern in schweren Zeiten



Deutschland - Hallo, liebe Freunde der Eurovision. Es ist Ostersonntag und in diesem Sinne wünsche ich Euch ein paar zauberhafte Feiertage. Auch wenn es komplizierte Zeiten sind und viele Verwandtenbesuche in diesem Jahr flach fallen, so hat man sich doch irgendwie mit der Situation arrangiert. Jedenfalls geht es mir so und wenn ich ehrlich bin, die 1,5m-Abstand-Regel könnte auch nach der überstandenen Corona-Krise im Supermarkt aufrecht erhalten bleiben.

Rotterdam 2021, vielleicht!
Normalerweise wären wir zu dieser Zeit bereits inmitten der Previews. Die "Road to Rotterdam" ist die erste seit Bestehen dieser Website, die in Gänze ausfällt. Europäische Rundfunkanstalten sind bemüht für ihre Eurovisionsfans eigene Shows und Ersatzprogramme zu organisieren, auch die EBU plant mit "Europe shine a light" ein Konzept und möchte die 41 Teilnehmer des diesjährigen Jahrgangs ehren. Wir wissen, dass sie nicht in Gänze gezeigt werden und mit alten Beiträgen vermischt werden. Ob das eine ansehnliche Show wird, bleibt abzuwarten.

Auch ich habe lange überlegt, wie man die Songs des diesjährigen Jahrgangs vorstellen kann, habe mich letztlich aber gegen ein Format wie die Previews entschieden, auch einen Song Contest-Sieger der Herzen werde ich nicht wählen lassen. Dafür gibt es auf diversen anderen Seiten genug Möglichkeiten. Mein Konzept sieht vor, während der Sommerpause, die normalerweise ab Anfang Juni beginnt, die 41 Länder, die 2020 teilgenommen hätten, im Allgemeinen anzuschneiden und dabei auch auf "Cleopatra", "Violent thing" und Co. einzugehen.

Ich habe große Erwartungen
an die Show am 16. Mai
Es ist nicht im Sinne des Erfinders, dass wir die Zeit mit "Beyond Eurovision"-Artikeln füllen und ich hoffe, dass es alsbald wieder Nachrichten geben wird, die sich auch lohnen veröffentlicht zu werden. Sei es nun der von Stefan Raab geplante Free European Song Contest oder doch die Eurovision 2021, irgendwie halten wir den Kutter schon auf Kurs. Auch wenn ich zugeben muss, dass ich in diesem Jahr ohnehin keine große Lust auf die Eurovision habe, so fehlt sie mir jetzt doch. Und spätestens wenn ich die DVD zum Song Contest 2021 in mein Regal räume, so wird mir schmerzlich bewusst, dass ein Platz frei bleiben wird.

65 Jahre hat der Eurovision Song Contest die Menschen, Länder und Kulturen Europas verbunden, über sämtliche Krisen und Konflikte hinweg. Von den Nachkriegsjahren über die Ölkrise, Tschernobyl, Zusammenbruch des Ostblocks, Finanz- und Flüchtlingskrise... all dies hat die Eurovision erlebt und überstanden. Eine unsichtbare Bedrohung allerdings macht dem Wettbewerb einen Strich durch die Rechnung. Dies betrifft allerdings nicht nur die Eurovision sondern alle Großveranstaltungen. Die Olympischen Spiele, die Fußball-EM, Konzerte und Festivals, alles ist verschoben oder abgesagt worden. Fußballfreunde sind teilweise sogar auf die weißrussische Liga ausgewichen und schauen sich Klassiker wie Energetik Minsk gegen Torpedo Zhodino an.

Die bleiben uns erhalten:
Stefan und Alina
Wir haben den großen Vorteil, dass alle Beiträge des Jahrgangs 2020 bekannt sind und wir uns an ihnen freuen oder wilde Diskussionen darüber führen können, wie gut oder schlecht Beitrag X ist. Fans anderer Events oder Veranstaltungen haben dieses Glück nicht. Insofern denke ich, dass wir es noch einigermaßen gut getroffen haben. Viele Song Contest-Künstler geben mittlerweile Home-Konzerte, singen auf ihren Balkonen oder am Schreibtisch, die Fans können live dabei sein. Das ist doch eine feine Sache. Und auch die Songchecks des NDR stehen uns noch bevor.

Und wenn sich alle an die geltenden Maßnahmen halten und man nicht in Leichtsinnigkeit bestehende Regelungen wieder lockert bevor das Gröbste überstanden ist, dann bin ich auch sehr optimistisch, dass wir im Mai 2021 einen wunderbaren Song Contest "nachholen" werden, auf den wir uns nun noch mehr freuen können, als auf Rotterdam 2020. Inwiefern sich der Wettbewerb verändern wird, ob Länder wie Ungarn oder Montenegro wieder einsteigen oder was auch immer passiert, wir sind gespannt und werden natürlich weiterhin über unser aller Lieblingsfestival berichten.

Frohe Ostern!
Auch wenn einem zuhause die Decke auf den Kopf fallen könnte und man aus Langeweile Dinge tut, die man sonst nie macht, in meinem Fall ein Quiz zu chemischen Elementen (alle 118 sitzen mittlerweile!) löst oder Großstädte Deutschlands auswendig lernt, wir haben ausreichend Abwechslung und Beschäftigung durch Netflix, diverse Fernsehsender, Facebook, Twitter, die Bild der Frau... Machen wir also das Beste aus der Situation. Daher allen Lesern noch mal ein herzliches Dankeschön für's Vorbeischauen und Euch tolle Ostern! Bleibt gesund und wie Zaubereiminister Rufus Scrimgeour in Harry Potter VII sagt: "Bleibt stark und entschlossen!"

1 Kommentar:

  1. Schöner Artikel... bin mittlerweile dabei meine ganze Wohnung alles auszusortieren was ich nicht brauche kommt ganz schön was zusammen, die Zeit habe ich jetzt also etwas gutes hat die Krise ja doch. Irgendwie fehlt mir im April diese Vorfreude auf den ESC noch so lange warten bis nächstes Jahr. Aber was willste machen, mir bleibt auch nur zu sagen schöne Ostern dir und an alle die mitlesen.

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