Mittwoch, 22. April 2020

Beyond Eurovision (120): Uruguay



Uruguay - Nördlich der Mündung des Río de la Plata erstreckt sich Uruguay, eines der stabilsten Länder in Lateinamerika, das landschaftlich vor allem durch große Graslandschaften besteht und demnach optimale Bedindungen für die Rinderzucht bietet. Das gesellschaftliche und kulturelle Leben spielt sich daher vor allem in der Hauptstadt Montevideo, der einzigen Großstadt des Landes dar, das Homer Simpson einst bei einem Blick auf den Globus mächtig durch den Kakao gezogen hat. 

 Schnelle Fakten
Hauptstadt
Montevideo
Sprachen
Spanisch
Fläche
176.215km²
Währung
Uruguayanischer Peso ($U)
Einwohner
3,4 Mio.
Internet-TLD
.uy
Zeitzone
UTC -3
Wiki-Info

Uruguay wurde vor ca. 9.000 Jahren besiedelt, 1516 wurde das Land aber erst von den Spaniern als ersten Europäern erkundet. Im frühen 19. Jahrhundert wurden von den Kolonialherren die letzten Ureinwohner, die Charrúas, getötet oder fielen zwischen die Fronten zwischen Argentinien und Brasilien. Im 20. Jahrhundert erlangte das Land einen hohen Grad an Demokratie, 1973 führten wirtschaftliche Probleme wie nahezu überall in Südamerika zu einer Militärregierung, die erst 1985 ihr Ende fand.

Die letzten Jahre waren durch die Regierung von José Mujica, dem "bescheidensten Präsidenten" der Welt geprägt, der nur 10% seines Gehalts angenommen hat und nach wie vor einen alten VW Käfer fährt. Ansonsten ist Uruguay stark durch die spanische Herrschaft geprägt, kulturelle Einflüsse schwappen heutzutage vor allem aus Argentinien herüber. So finden auch in Uruguay große Asados (das Grillen von Rindfleisch über Holzfeuer) statt, der Tango hat großen Zulauf und zu den beliebtesten Süßspeisen gehört ähnlich wie in Argentinien Dulche de Leche.

Der Tango prägt natürlich auch die moderne Popmusik des Landes. Vorstellen möchte ich aus diesem Kreis die Sängerin und Schauspielerin Natalia Oreiro. Sie wurde 1977 in Montevideo geboren und spielte neben ihrer erfolgreichen Musikkarriere in mehreren Telenovelas und Spielfilmen mit. 1999 erschien mit "Natalia Oreiro" ihr erstes Album, dem folgte 2001 das Album "Tu veneno", dessen namensgebenden Titel ich ebenfalls sehr empfehlen kann. Darüber hinaus kann ich das Duett "Dipli zoi" mit Nikos Kourkoulis, dem Mann der griechischen Sängerin Kelly Kelekidou empfehlen. Hier gibt es heute soften Tango in Form von "Cambio dolor".

Natalia Oreiro - Cambio dolor

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