Mittwoch, 24. Juli 2019

Beyond Eurovision (6): Sambia



Sambia - Im Zuge der Entkolonialisierung Afrikas in den 60er und 70er Jahren wurde auch das zuvor als Nordrhodesien bekannte Sambia vom Vereinigten Königreich unabhängig. Schon kurz nach der Unabhängigkeit 1964 entwickelte sich mit Hilfe des Sambischen Radiodienstes eine populäre Musikkultur im Land, Präsident Kenneth Kaunda verfügte per Dekret, das 95% der gespielten Musik sambischen Ursprungs zu sein hatten.

 Schnelle Fakten
Hauptstadt
Lusaka
Sprachen
Englisch
Fläche
752.614km²
Währung
Kwacha (K)
Einwohner
17,1 Mio.
Internet-TLD
.zm
Zeitzone
UTC +2
Wiki-Info

In den 90er Jahren wurde die sambische Popkultur durch finanzielle Probleme stark gebremst, inzwischen geht es langsam wieder aufwärts. Einer der bekanntesten Künstler des Landes ist seit geraumer Zeit Bob Mabege, der seine Karriere im Kirchenchor seiner Heimat begonnen hat. Er wurde 1981 geboren, seine Eltern stammen aus dem benachbarten Rhodesien, bzw. heute Zimbabwe.


Seit 2000 macht er kommerzielle Musik und hat eine große Anhängerschaft in Sambia, Lieder wie "Ba dadi" oder "Ndalama za masoka" machten ihn landesweit bekannt. 2005 erschien mit "Mr. True" sein erstes Album, in dem er auch gesellschaftskritische Texte überbringt und soziale Missstände besingt. Einer seiner Titel, die mir nachhaltig in Erinnerung geblieben sind, ist "Ngomwa".

Gerade dieser Musikstil ist in ganz Afrika anzutreffen und hat es durch Interpreten wie Jessy Matador auch schon zum Eurovision Song Contest geschafft. Eine weitere sambische Interpretin, die international auf sich aufmerksam machen konnte ist Towela Kaira, die sich mit ihrem Gospel-Popsong "Gold" auf den dritten Platz beim jüngsten AfriMusic Song Contest vorarbeiten konnte.

Bob Mabege - Ngomwa

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