Sonntag, 1. Mai 2016

Palästina: Selbst die PLO beschwert sich



Palästina - Nun haben wir auch bald alle von der Liste der EBU verbotenen Flaggen durch. Die PLO in Palästina, das wie es selbst betont von 16 teilnehmenden Nationen am Eurovision Song Contest anerkannt wird, entrüstet auf die Sperrliste der schwedischen Organisatoren reagiert. In einem offenen Brief moniert die PLO die Auflistung als "inakzeptabel".

"Der Eurovision Song Contest findet in diesem Jahr in Stockholm, Schweden statt, dem ersten EU-Mitgliedstaat in Westeuropa, der den Staat Palästina offiziell anerkannt hat. Diese Entscheidung ist völlig voreingenommen und nicht hinnehmbar. Wir fordern die sofortige Annullierung dieser beschämenden Entscheidung.", so die PLO. Dies sei sowohl für die EBU als auch Millionen Palästinenser auf der ganzen Welt notwendig. Die EBU hat wie bereits erwähnt mittlerweile eingelenkt, das Dokument (einmal im Netz, immer drin) ist jedoch nach wie vor abrufbar.

Auch aus der Ukraine hagelt es mittlerweile Proteste, Vyacheslav Kirylenko, stellvertretender Premierminister des Landes twitterte aufgebracht: "Heißt das, dass das Eurovisionsmanagement die Annexion der Krim anerkennt? Dann ist es eine Russiavision." Zwar ist dieser Tweet etwas überspitzt, die Europäische Rundfunkunion hat sich mit der ungewollten Publikation der Liste nicht mit Ruhm bekleckert.

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