Sonntag, 22. Oktober 2017

Eurovision 2018: Postkartenfilmchen in Portugal



Portugal - Das portugiesische Fernsehen RTP bestätigte gestern Nachmittag nicht nur die Zahl der potentiellen Teilnehmer für den Eurovision Song Contest 2018 bekannt gegeben, sondern auch gleichzeitig über die Postkartenmotive für die kleinen Einspielfilmchen zwischen den Beiträgen gesprochen.

Programmdirektor Daniel Deusdado erklärte, dass die 42 Delegationen aus dem Ausland sowie das portugiesische Team ähnlich wie in den letzten Jahren wieder in den Kärtchen mitwirken, die allesamt gleichzeitig die Schönheit Portugals zeigen. RTP verbindet damit den aktuellen Bezug der Teilnehmer mit den touristischen Attraktionen des Landes, das erstmals in den Genuss der Ausrichtung kommt.

Gestern verkündete der Programmdirektor, dass insgesamt 43 Nationen am Eurovision Song Contest teilnehmen werden. Noch veröffentlichte die Europäische Rundfunkunion die endgültige Teilnehmerliste für 2018 noch nicht, die Bestätigungen aus Mazedonien und Moldawien stehen momentan noch aus. Sollten beide zusagen treten die gleichen Nationen wie in Kiew im Vorjahr an, ergänzt wird das Feld durch die Rückkehr des russischen Fernsehens.

Samstag, 21. Oktober 2017

Eurovision 2018: Programmdirektor spricht von 43 Nationen



Portugal - Während der TV-Show "A Voz do Cidadão" auf RTP 1 hat der Programmdirektor des portugiesischen Fernsehens, Daniel Deusdado, heute Nachmittag einige weiterführende Informationen zum Ablauf und der Organisation des Eurovision Song Contests im kommenden Jahr verraten und dabei auch die Zahl der teilnehmenden Nationen in Lissabon publik gemacht.

Demnach wurden 43 Nationen für den Eurovision Song Contest 2018 gemeldet. Eine vollständige Liste der teilnehmenden Nationen wurde zwar nicht veröffentlicht, es dürfte jedoch fix sein, dass die bereits bestätigten 41 Nationen durch Mazedonien und Moldawien ergänzt werden. Ob und wo das kasachische Fernsehen dabei bleibt, ist derzeit ungewiss. Eine Bestätigung durch die Europäische Rundfunkunion liegt noch nicht vor.

Zudem wurde erneut bekräftigt, dass der Sender plane, einen der günstigen Eurovision Song Contests der vergangenen Jahre auf die Beine zu stellen. Das tagesaktuelle Programm von RTP soll nicht unter der finanziellen Belastung durch den Eurovision Song Contest leiden, stellte Deusdado in Aussicht. In Kürze wird wohl auch mit der Suche nach Volunteers begonnen, die jedes Jahr diverse Tätigkeiten rund um den Wettbewerb übernehmen und unentgeltlich einen Großteil des Ablaufs übernehmen.

News-Splitter (589)



San Marino - In dieser Woche fuhr das sanmarinesische Fernsehen SMRTV seinen Online-Vorentscheid gab groß auf, für den man sich bis einschließlich 30. November noch bei 1 in 360 bewerben kann. Nun wurde zusätzlich bekannt, dass eine dreiköpfige Jury mitentscheiden wird, wer die Chance erhält, San Marinos nächster Kandidat zu werden. Mit dabei sind u.a. Österreichs einstige Vertreterin Zoë Straub und Song Contest-Sieger Måns Zelmerlöw. Der dritter Juror hört auf den Namen Dave Berry und ist Radiomoderator in Großbritannien.

Ukraine - Einem Bericht des State Audit Office der Ukraine zufolge, sind rund 300.000 Euro vom ursprünglichen Song Contest-Budget unter zweifelhaften Umständen verschwunden. Etwa 11,4 Millionen ukrainische Hriwna sind demnach nicht mehr aufzufinden und sind nicht für die Organisation und Ausrichtung des Wettbewerbs verwendet worden. Beispielsweise wurden rund 2,7 Millionen Hriwna für Metalldetektoren veranschlagt, das Unternehmen, das mit der Bereitstellung beauftragt wurde, berechnete sich jedoch nur 1,2 Millionen Hriwna.

Schweiz - Die große Entscheidungsshow, die in der Schweiz zur Ermittlung des Wettbewerbstitels für Lissabon dient, wird einigen Änderungen unterzogen. So sollen die Zuschauer und User, anders als in den vergangenen Jahren, nicht die Möglichkeit haben, die Songs vorab zu hören. Diese werden erstmals während des nationalen Vorentscheids am 4. Februar in Zürich zu hören sein. Der Beitrag, mit dem die Schweiz die Pleiten der letzten drei Jahrgänge wieder gutmachen soll, wird mit Hilfe der Zuschauer per Televoting und einer internationalen Jury bestimmt.

Rumänien - Er gibt nicht auf, wie Mihai Trăistariu in einer offiziellen Pressemeldung bekannt gibt, hat er sieben Songs, die er für den Eurovision Song Contest in Lissabon einreichen möchte und sucht weiterhin nach potentiellen Titeln, die er für den Wettbewerb einreichen kann. Der prämierte Sänger bewarb sich, nach seinem Song Contest-Einstand 2006 in Athen mit "Tornero" u.a. 2016, als er Ovidiu Anton im nationalen Vorentscheid in Rumänien unterlag. Später protestierte er u.a. gegen das Ergebnis und den späteren Ausschluss von TVR beim Eurovision Song Contest aufgrund unbezahlter Rechnungen bei der EBU.

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Israel: Nächste Staffel startet Ende Oktober



Israel - In Israel wird in diesem Jahr wieder früh mit der Suche eines Song Contest-Kandidaten begonnen. Bereits am Montag, den 30. Oktober startet "Hakochav haba", die Talentshow für den Eurovision Song Contest in die nächste Staffel. In den vergangenen drei Jahren brachte die Show drei Song Contest-Finalisten hervor.

Übertragen wird die Show auf Keshet 12, dem Sender der gleichnamigen Produktionsfirma der Sendung. In der Jury der Show sitzen u.a. wieder Harel Ska'at, Asafg Amdrusky und Keren Peles. Die Shows finden im wöchentlichen Rhythmus statt, wie viele Shows allerdings insgesamt produziert werden, ehe der nationale Vorentscheid sein Ende findet, ist nicht bekannt.

Israel wurde in diesem Jahr von Imri Ziv vertreten, der bereits die beiden vorangegangenen Jahre als Backing für Nadav Guedj und Hovi Star bestätigte. Alle drei Interpreten erreichten das Finale des Song Contests. Die Teilnahme am Eurovision Song Contest wird im kommenden Jahr vom neuen israelischen Rundfunk IPBC durchgeführt, nachdem die IBA ihren Betrieb eingestellt hat.

Mittwoch, 18. Oktober 2017

Lettland: LTV startet Online-Voting für Supernova



Lettland - Bevor es in Lettland richtig ernst wird, kann man an einem zuvor initiierten Online-Voting teilnehmen und die 63 Beiträge bewerten, die noch im Rennen sind, um einen Platz beim Vorentscheid Supernova zu erhalten. Ursprünglich wurden 93 Titel eingereicht. Der überwiegende Teil der Beiträge ist auf Englisch, fünf Songs auf Englisch, einer auf Spanisch und der klingt nach einem Light-Abklatsch von "Despacito".

Wer sich die Songs anhören möchte, muss sich zuvor entweder per Facebook, Twitter oder über ein lettische Netzwerk registrieren und kann anschließend wie früher der römische Kaiser bei Gladiatorenkämpfen den Daumen nach oben (Patīk) oder nach unten (Nepatīk) vergeben. Die Interpreten, die hinter den Songs stecken, sind allerdings noch nicht publik gemacht worden, lediglich die Titel sind bekannt.

Lettland wählt seit 2015 seinen Kandidaten mittels der Supernova, einem neu konzipierten Vorentscheid aus und konnte sich immerhin in zwei von drei Fällen auch für das Finale des Eurovision Song Contests qualifizieren. Lettland ist seit 2000 durchgängig beim Eurovision Song Contest vertreten und konnte den Wettbewerb einmal, 2002 mit Marie N und "I wanna" gewinnen. Welche der zur Auswahl stehenden Titel es in den TV-Vorentscheid schaffen, kann nunmehr per Mausklick entschieden werden.

Montenegro: Erster Vorentscheid seit zehn Jahren geplant



Montenegro - Nachdem uns gestern bereits San Marino mit einem nationalen Vorentscheid überrascht hat, zieht jetzt auch der montenegrinische Sender RTCG nach. Dort wurden sämtliche Kandidaten seit der Rückkehr zum Wettbewerb 2012 intern ausgewählt, jetzt soll offenbar die Montevizija zurückkehren.

Die Nachrichtenseite vijesti.me berichtet, dass der Generaldirektor von RTCG, Vladan Mićunović, Wert auf einen nationalen Vorentscheid legt. Demnach sollen fünf Beiträge präsentiert werden, der Sieger soll einzig und allein per Televoting ermittelt werden. Als Termin für die Montevizija 2018 nannte RTCG den 17. Februar, einen Samstag.

Es ist der erste nationale Vorentscheid seit 2008, damals wurde Stefan Filipović durch den MontenegroSong ermittelt. Seither wählte das montenegrinische Fernsehen sämtliche Interpreten für den Eurovision Song Contest intern aus, angefangen von Ralph Siegels Schützing Andrea Demirović bis hin zu Slavko Kalezić, der jüngst mit dem Titel "Space" im Halbfinale von Kiew rausflog.

Dienstag, 17. Oktober 2017

Kommentar: San Marino erreicht digitales Zeitalter



San Marino - Je länger ich über die heute bekannt gegebene Online-Auswahl in San Marino nachdenke, umso sympathischer wird mir das Projekt, das sich der kleinste Mitgliedssender am Eurovision Song Contest überlegt hat. Auf einer Pressekonferenz in Rom kündigte der Sender zunächst ein revolutionäres Projekt an und ist der Vorentscheid ein Novum.

Insbesondere die Tatsache, dass der Vorentscheid komplett online abgehandelt wird, ist in Europa bisher einmalig und öffnet dem kleinen Land eine ganze Menge Möglichkeiten. Zwar gab es in der Vergangenheit bereits Online-Vorentscheide, etwa jahrelang in der Schweiz, mit dessen Hilfe Beiträge für die eigentliche TV-Show ermittelt wurden, in San Marino läuft der Hase aber etwas anders.

Hinter dem Konzept verbirgt sich eine britische Firma, die 1 in 360 Ltd. aus London, wie Eurovision.tv meldet. Weltweit können interessierte Interpreten, Newcomer und Bands sich melden und ihre Songs, ob Cover oder eigene Komposition auf der Plattform hochladen, müssen jeodch mindestens 100 Fans finden, die ihr Video liken oder eine Teilnahmegebühr von 4,99€ zahlen, eine recht humane Summe. Wer eines dieser Ziele absolviert, wird von der Senderjury angehört.

Erwünscht sind alle Genres, alle Typen von Interpreten, nur die Altersregelung ab 16 Jahren muss auch in San Marino eingehalten werden. Bis 30. November kann man sich bewerben, danach wird eine Jury zehn Interpreten auswählen, drei von ihnen per Wildcard. Anschließend sollen mehrere Online-Shows gestreamt werden, in denen per Jury- und Televoting die Zahl der Bewerber reduziert wird. Im Finale werden noch drei Acts vertreten sein.

Anders als es z.B. in Deutschland der Fall war, wird jedem Finalisten von einem Produzenten ein stimmiges Lied maßgeschneidert. Das Finale wird im Februar kommenden Jahres stattfinden und damit, unabhängig vom Online-Charakter eines der größten musikalischen Projekte San Marinos aller Zeiten sein. Wir dürfen tatsächlich sehr gespannt sein, wer oder was sich alles in San Marino bewirbt, auf jeden Fall ist das Konzept für ein Land, dass weniger Einwohner hat als Buxtehude, eine stolze Leistung.

San Marino: Die große Online-Suche beginnt



San Marino - Die große Revolution, deren Ankündigung vor zwei Tagen schon fast nach einem Wandel der modernen Zivilisation klang, entpuppt sich als Online-Vorentscheid. Zunächst einmal bestätigte das sanmarinesische Fernsehen SMRTV nach langem Zögern seine Teilnahme am 63. Eurovision Song Contest in Lissabon. Revolutionär ist das besprochene Konzept allerdings nicht.

Der Sender sucht öffentlich nach Kandidaten, die sich einem Online-Vorentscheid stellen möchten und über ein wenig Talent verfügen, um beim Eurovision Song Contest gegen die große Konkurrenz bestehen zu können. Seit heute können sich interessierte Künstler und Gruppen jeglichen Genres für diese Herausforderung anmelden, eigens hierfür dient die Website 1in360.com. Zwischen dem 21. Oktober und 30. November kann man das Formblatt ausfüllen.

Anschließend gilt es für die Bewerber Unterstützer zu finden, die Kandidaten mit den meisten Likes werden vom sanmarinesischen Fernsehen für Live-Shows eingeladen, diese werden online gestreamt und im Januar 2018 ausgestrahlt. Nach und nach werden im Verlauf von sieben Shows die Kandidaten ausgedünnt, am Ende steht der erste, ausschließlich über das Internet gewählte Song Contest-Beitrag in der Geschichte fest. Hinzu kommt ein Plattenvertrag und das Angebot, ein Album aufzunehmen.


Litauen: LRT plant wieder zähes Auswahlverfahren


Litauen - Am litauischen Vorentscheidungsmodell für den Eurovision Song Contest wird sich auch im kommenden Jahr nicht viel Wesentliches ändern. Der Sender LRT veröffentlichte heute das Regelwerk für die Eurovizija 2018, den längsten Vorentscheid der Saison. Wie schon in den vergangenen Jahren müssen die Interpreten die litauische Staatsangehörigkeit besitzen.

Die Autoren des potentiellen Beitrags dürfen auch aus dem Ausland stammen. Die Bewerbungsfrist endet am 1. Dezember, anschließend wird der Sender aus allen Bewerbungen etwa 20 Beiträge für den Vorentscheid Eurovizija 2018 auswählen, wer den litauischen Vorentscheid in der Vergangenheit verfolgt hat, weiß jedoch, dass auch diese 20 Beiträge über Wochen hinweg ausgedünnt werden können.

LRT kündigte beim Voting keinerlei Änderungen an, entschieden wird zu jewels 50% per Jury- und Televoting, die Punkte werden im typischen Song Contest-Schema vergeben. Wann die einzelnen Shows stattfinden werden ist noch nicht bekannt, erfahrungsgemäß dürften wie jedoch zwischen Mitte Januar und Mitte März jede Woche eine Show aus der Konserve geboten bekommen. In diesem Jahr schied die Gruppe Fusedmarc im Semifinale von Kiew aus.

Montag, 16. Oktober 2017

News-Splitter (588)



Portugal - Der Präsident des Senders RTP, Gonçalo Reis, erklärte in einem Interview, dass der Sender sich das Ziel gesetzt hat, den Eurovision Song Contest 2018 so günstig wie möglich abzuhalten. Man habe ein kreatives Team für die Ausrichtung zusammenstellen können, dass auch aus einem Low Budget ein Maximum herausholen werde. Als wahrscheinlich gilt, dass sich die Kosten für den Song Contest auf etwa 19 Millionen Euro belaufen werden, mit dieser Summer wurde auch der Wettbewerb 2013 in Malmö gestemmt. 

Albanien - Das Festivali i Këngës wird am 21. Dezember beginnen, bestätigte heute der Sender RTSH in Tirana. Der albanische Vorentscheid wird erneut aus zwei Vorrunden am 21. und 22. Dezember bestehen, ehe es am 23. Dezember zum Finale im Kongresspalast der albanischen Hauptstadt kommen wird. Als Moderator wurde Adi Krasta bekannt gegeben, der das Festival bereits 1997, 1999, 2002, 2003 und 2006 moderiert hat. Ab dem 2. November beginnt die Bewerbungsphase für das Festival, mit dessen Hilfe der wohl erste Beitrag für den Song Contest in Lissabon ermittelt wird.

Malta - Die 16 Beiträge des maltesischen Vorentscheids werden am Samstag, den 3. Februar 2018 im Rahmen des Malta Song For Europe aufgeführt werden. Der Sender TVM bestätigte, dass der maltesische Vorentscheid erneut Anfang Februar umgesetzt wird. Der Wettbewerb wird von Aidan mit "Dai laga" eröffnet und von Tiziana Calleja und "First time" beendet. Insgesamt wurden 129 Beiträge für den Vorentscheid eingereicht. Malta wurde in diesem Jahr von Claudia Faniello vertreten, die mit "Breathlessly" jedoch im Halbfinale von Kiew ausschied.

Deutschland - Am Samstag findet in der ARD wieder der "Schlagerboom" statt. Florian Silbereisen kündigt aus Dortmund das Who is who der deutschen Schlagerszene an, wenngleich die beiden größten Namen, Andrea Berg und seine Freundin Helene Fischer in diesem Jahr nicht dabei sein werden. Dafür sind u.a. Andreas Gabalier, Beatrice Egli, Roland Kaiser und Silbereisens eigene Formation Klubbb3 dabei, die neben ihm aus dem Niederländer Jan Smit und dem Belgier Christoff besteht, der sich bereits zweimal vergeblich beim belgischen Song Contest-Vorentscheid bewarb.

Programmtipp:
Sa., 21. Oktober 2017 - 20:15 Uhr
Schlagerboom 2017
Moderation: Florian Silbereisen
Musik: u.a. Andreas Gabalier, Klubbb3, Beatrice Egli

Sonntag, 15. Oktober 2017

San Marino: Der Kleinste mit dem größten Vorschlag?



San Marino - Offenbar werfen große Ereignisse ihren Schatten voraus und der Auslöser für diese Spekulationen ist ausgerechnet das bisher chronisch schweigsame sanmarinesische Fernsehen SMRTV. Wie Eurovoix.com berichtet, plant der Sender ein "revolutionäres Projekt, dass man so bisher noch nicht gesehen hat". Wir dürfen arg gespannt sein, was wir Dienstag präsentiert bekommen.

Ein Großteil der Fragen, die bei der Pressekonferenz behandelt werden, soll demnach aus dem Bereich der Votingabstimmung kommen. Das in den letzten beiden Jahrgängen angewandte Prozedere benachteiligt Kleinstaaten wie etwa San Marino, das über kein eigenes Telefonnetz verfügt und an Italien angeschlossen ist. Offenbar gibt es in dieser Hinsicht erste Fortschritte.

Der Sender unterbreitete der EBU bereits mehrere Vorschläge, die bisher allesamt abgelehnt wurden. Insofern dürfen wir sehr gespannt sein, womit uns der kleinste Teilnehmerstaat beim Eurovision Song Contest überraschen wird. Angesichts dieser positiven Rückmeldung dürfte San Marino aber wohl noch nicht endgültig den Kopf in den Sand stecken und sich weiterhin um einen Platz im Teilnehmerfeld bemühen.

San Marino: Offizielles Statement am Dienstag



San Marino - Alle Einzelheiten, die San Marino für den kommenden Eurovision Song Contest betreffen, werden am Dienstag, den 17. Oktober im Rahmen einer offiziellen Pressekonferenz in Rom erläutert. Dies bestätigte der verantwortliche Sender SMRTV heute auf seiner Website und lädt die Presse zur Präsentation.

Bei besagter Pressekonferenz werden sowohl der Delegationsleiter Alessandro Capicchioni, als auch der Generaldirektor des Senders, Carlo Romeo und der Präsident des sanmarinesischen Fernsehens Davide Gasperoni anwesend sein. Die staatstragende Konferenz ist im Sala della Stampa Estera in der italienischen Hauptstadt am Dienstag für 16 Uhr anberaumt worden.

Nach der Kritik am Wertungsmodus sowie der Chancenungleichheit gegenüber kleineren Nationen hielt sich das sanmarinesische Fernsehen, dass seit 2008 am Eurovision Song Contest teilnimmt und es bislang erst einmal ins Finale schaffte, zurück und gab keinerlei Informationen aus. Nachdem inzwischen auch die Freizeichnungsfrist der EBU verstrichen ist, dürfen wir gespannt sein, was wir am Dienstag zu Hören bekommen.

Samstag, 14. Oktober 2017

Portugal: MEO Arena erhält neuen Namen



Portugal - Es ist zweifelsohne die wichtigste Meldung der ganzen Woche: die MEO Arena in Lissabon, der Austragungsort des nächsten Eurovision Song Contests, erhält einen neuen Namen. Wie portugiesische Medien berichten, wird aus der MEO Arena ab der kommenden Woche die Altice Arena. Der Grund für die Umbenennung ist, dass die französische Altice-Gruppe ihr Branding in Portugal anpassen möchte.

Das UFO an der Lissaboner Uferpromenade soll im Rahmen einer offiziellen Umbenennung mit 1.500 geladenen Gästen seinen neuen Namen erhalten. Der Pavilhão Atlântico, so der Name bei seiner Eröffnung, wurde anlässlich der Expo 1998, die in Lissabon stattfand, eröffnet und befindet sich heute in der Stadtgemeinde Parque de Naçoes unweit des Casinos von Lissabon und der Ponte Vasco da Gama, die über die Tejo-Bucht führt.

Die Arena selbst fasst rund 20.000 Zuschauer und liegt nördlich vom Stadtzentrum Lissabons, ist jedoch anders als die übrigen Bewerber um den Zuschlag für den Eurovision Song Contest gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen, auch der Flughafen von Lissabon ist fast fußläufig erreichbar. Der Eurovision Song Contest findet hier am 8., 10. und 12. Mai statt, nachdem Salvador Sobral den Wettbewerb als erster Portugiese gewinnen konnte.

Donnerstag, 12. Oktober 2017

Deutschland: Rettet uns die Bundesagentur für Arbeit?



Deutschland - Man soll ja nicht jedem Gerücht nachgehen, aber sollte an der derzeit kursierenden Meldung etwas dran sein, dann kann man dem Norddeutschen Rundfunk nur gratulieren, einen neuen Premium-Partner für den Eurovision Song Contest ins Boot geholt zu haben. Es geht um die gestern vom OGAE veröffentlichte E-Mail, in der ein Künstleraufruf für die neue Saison gestartet wurde.

Die Meldung liest sich zunächst einmal wie eine herkömmliche Stellenausschreibung: "Du bist ein einzigartiger Künstler, ein Mensch, der sein Ding durchzieht und mit großer Leidenschaft Musik macht! Du liebst nichts mehr, als auf der Bühne zu stehen! Zu singen und zu performen ist Dein Leben! Dann bist Du der Richtige für uns und für Deutschland." Ergänzt wird dies noch durch den Zusatz, dass auch Duos und Bands und nicht nur Einzelinterpreten gesucht werden. Eigene Kompositionen sind hingegen unerwünscht, für das musikalische Material scheint bereits gesorgt.

Eingebunden ist, wie andere Quellen berichten, auch die Künstlervermittlung der Bundesagentur für Arbeit. Explizit wird auch darauf hingewiesen, dass sich Musicaldarsteller/innen bewerben können. Vom NDR selbst war bisher nichts zu hören, auch nicht in welchem Rahmen eine solche Künstlerauswahl stattfinden könnte. Die Erfahrung der letzten Jahre zeigt deutlich, dass die Initiative des deutschen Song Contest-Teams kaum vorhanden war und ein solches Szenario durchaus realistisch erscheint.

Nachdem der ARD-Programmdirektor im Interview mit DWDL.de vor einigen Wochen aber bereits anmerkte: "Ganz ehrlich gesagt will ich in meiner Amtszeit gar nicht so unbedingt noch mal gewinnen, denn dann ist man im nächsten Jahr Gastgeber, und das ist teuer.", erscheint eine musikalische Adaption von "Hartz und herzlich - Die Plattenbauten von Bitterfeld-Wolfen" im deutschen Fernsehen gar nicht so abwegig. Und doch bleibt zu hoffen, dass die leitenden Kräfte des öffentlich-rechtlichen Rundfunks noch einen Funken Ehrgeiz an den Tag legen um die drei letzten Jahrgänge zu relativieren.

Update [17:52 Uhr]: Inzwischen hat NDR-Pressesprecherin Iris Bents die Meldung dementiert, ein solcher interner Aufruf stamme nicht aus ihrem Haus. Dennoch gab es keinerlei Erklärungen, wie der Vorentscheid im kommenden Jahr ablaufen wird.

News-Splitter (587)



Deutschland - Wie die deutsche OGAE erfahren haben will, hat der NDR in Vorbereitung auf den deutschen Vorentscheid eine Mitteilung an eine Musical-Castingagentur versendet. Darin heißt es: "Du bist ein einzigartiger Künstler, ein Mensch, der sein Ding durchzieht und mit großer Leidenschaft Musik macht! Du liebst nichts mehr, als auf der Bühne zu stehen! Zu singen und zu performen ist Dein Leben! Dann bist Du der Richtige für uns und für Deutschland." Bei der Agentur handelt es sich offenbar um den Creative Arts Group e.V., der eine entsprechende Meldung auf seiner Website bereits wieder gelöscht hat. Offiziell hat sich der NDR noch nicht geäußert.

Das Familienglück ist nun-
mehr perfekt: Jana Burceska
Mazedonien - Während die diesjährige Teilnehmerin Jana Burčeska in dieser Woche ein gesundes Kind zur Welt brachte, rätseln Eurovisionsfans weiterhin über die Fortführung der Eurovision durch das mazedonische Fernsehen MRT. Bis heute liegt außer einer Programmliste des Senders für das kommende Jahr keine Bestätigung aus Skopje für das nächste Jahr vor. Lokale Medien verbreiten inzwischen Gerüchte, aufgrund der Kosten der Veranstaltung und der ausbleibenden Erfolge, könne sich Mazedonien gegen die Teilnahme in Lissabon aussprechen. Eine Mitteilung vom Sender liegt aktuell nicht vor.

Italien - Der Direktor des San Remo-Festivals, Claudio Baglioni, kündigte Änderungen im Ablauf des Festivals an. Zwar wird dem Sieger der Campioni-Kategorie weiterhin das Recht eingeräumt, Italien beim Eurovision Song Contest zu vertreten, sollte dieser das Angebot jedoch ausschlagen, so könne die RAI "den Interpreten nach ihren eigenen Kriterien auswählen". Diese Regelung wurde zuletzt 2016 genutzt, als die siegreiche Band Stadio das Ticket für Stockholm ablehnten und stattdessen Francesca Michielin zur Eurovision fuhr. Daneben gibt es kleinere Änderungen im Ablauf, so werden u.a. auch Duette wieder beim Festival zugelassen.

Das Land der Viktoriafälle
nimmt erstmals am ABU TV
Song Festival teil
Sambia - Wie schwammig Regeln für ein Musikfestival formuliert sein können zeigt das diesjährige ABU TV Song Festival, welches im November im chinesischen Chengdu stattfinden wird. Demnach ist die Zambia National Broadcasting Corporation mit einem Song von Hezron Ngosa, einem lokal bekannten Gospelsänger, vertreten. Das ABU TV Song Festival wurde von der ABU ursprünglich als asienweites Pendant zur Eurovision ins Leben gerufen, ist inzwischen aber nahezu in der Bedeutungslosigkeit verschwunden. Neben Sambia gibt in diesem Jahr auch Turkmenistan sein Debüt beim Festival.

Frankreich - Der Sender France 2 hat bestätigt, dass Marianne James und Stéphane Bern auch im kommenden Jahr wieder als Kommentatoren zum Eurovision Song Contest reisen werden. Beide übernehmen diese Tätigkeit bereits seit der Übernahme des Wettbewerbs von France 3 im Jahr 2015 in Wien. Gestern machte das französische Fernsehen erstmals konkrete Angaben zu seinem geplanten Vorentscheid "Destination Eurovision", einer mehrteiligen Show, die vom bekannten Sänger Garou, der u.a. schon mit Céline Dion und Marilou ("Tu es comme ça") gesungen hat.

Mittwoch, 11. Oktober 2017

Malta: Beiträge für Vorentscheid stehen fest



Malta - Der maltesisches Public Broadcasting Service (PBS) hat die Zahl der Beiträge für den Eurovision Song Contest von 30 auf 16 reduziert und heute Abend vorgestellt. Bereits Mitte September veröffentlichte der Sender eine Liste, die nun erneut verkürzt wurde. Die genannten Beiträge stellen sich nun dem nationalen Vorentscheid für Lissabon.

Die Teilnehmer des maltesischen Vorentscheids:
01. - Aidan - Dai laga
02. - Avenue Sky - We can run
03. - Brooke Borg - Heart of gold
04. - Christabelle Borg - Taboo
05. - Danica Muscat - One step at a time
06. - Deborah C - Turn it up
07. - Eleanor Cassar - Back to life
08. - Jasmine Abela - Supernovas
09. - Lawrence Gray - Love renegade
10. - Matthew Anthony - Call 2morrow
11. - Mikhail Attard & Cherylis Camilleri - Breaking point
12. - Miriana Conte - Rocket
13. - Petra - Evolution
14. - Rhiannon Micallef - Beyond blue horizons
15. - Richard & Joe Micallef - Song for dad
16. - Tiziana Calleja - First time

In das Finale, das auch live über den Äther läuft, haben es auch zwei Beiträge geschafft, die im Vorjahr noch auf der Vorauswahlliste standen, namentlich "We can run" und "Supernovas". Beide wurden damals nicht veröffentlicht und schlummerten seither im Archiv des Senders. Genaue Termine des Malta Song For Europe 2018 stehen bislang noch nicht fest.

Ukraine: Vorentscheid findet am 24. Februar statt



Ukraine - Neben Ungarn und Frankreich laufen auch in der Ukraine die Vorbereitungen für den nationalen Vorentscheid "Vidbir 2018", via Twitter gab es heute Neuigkeiten vom Produzenten der Show. STB bestätigte zudem die Sendetermine der Shows, der eigentlichen Finalshow gehen zunächst zwei Vorrunden voran, welche am 10. und 18. Februar stattfinden.

Der staatliche Rundfunk NTU veranstaltet den Vidbir gemeinsam mit dem Privatsender STB. Die Finalshow wird am Samstag, den 24. Februar live aus Kiew übertragen. Als Musical Director der Show wurde Ruslan Kvinta verpflichtet, einer der namhaftesten Komponisten des Landes, der offensichtlich auch in der Jury des Vorentscheids sitzen wird. Er lobte bereits die ukrainische Musikszene, insbesondere die Nachwuchstalente.

Das ukrainische Fernsehen organisierte in diesem Jahr den Eurovision Song Contest in Kiew und steckte einige Kritik ein, insbesondere für seine mangelhafte Vorbereitung und die Verzögerungen beim Ablauf. Die Show wurde schlussendlich mit Hilfe schwedischer Produzenten auf die Beine gestellt. Zuletzte machte NTU Schlagzeilen, nachdem die EBU die ukrainische Regierung für ihre mangelhafte Finanzierung des Senders rügte.

Frankreich: "Destination Eurovision" kommt in Fahrt



Frankreich - Es hatte sich bereits abgezeichnet, nunmehr wurde es durch Carolina Got, die Generaldirektorin des Senders France 2 bestätigt: Frankreich kehrt zum nationalen Vorentscheid zurück und holt sich für die Moderation mit Garou einen äußert beliebten Sänger ins Boot, der u.a. zwischen 2011 und 2016 Coach bei "La plus belle voix" ("The Voice France") dabei war.

"Destionation Eurovision" wird unter Einbeziehung der großen Plattenfirmen im Land stattfinden. Erste Gespräche und Verhandlungen seien offenbar bereits geführt worden. Man hoffe, neben Newcomern aus einem öffentlichen Aufruf auch etablierte Musiker für die Show gewinnen zu können. Etwa 15 Beiträge sollen sich der Show stellen, Einzelheiten werden derzeit noch geprüft.

Nach Angaben des Senders läuft die Bewerbungsphase für den Vorentscheid weiterhin, zudem machte man keine verbindlichen Aussagen darüber, ob der Song zu 100% auf Französisch gesungen werden muss oder nicht. Während der mehrteiligen Show sollen sowohl eine professionelle Jury, eine internationale Jury und die Zuschauer daheim ihre Wertungen abgeben. Näheres folgt in Kürze.