Freitag, 6. Mai 2016

Tag 5: Zyprioten bleiben im Käfig



Zypern - Nach der großen Ballade war es Zeit für Rockmusik aus Zypern. Minus One hatten sich den Magen bei der maltesischen Verköstigung offenbar auch nicht verdorben und somit standen sie im Strobolicht und schwarzen Klamotten wieder in ihren Käfigen und musizierten. Zu erkennen sind insbesondere während der Nahaufnahmen des Sängers François die Tattoos, die hervorragend in das "Bad Boy"-Image passen. Was das Wolfsgeheul aber in dem Lied für eine Rolle spielt, weiß ich nicht so recht einzuordnen.

Wie schon im Vorjahr bei Giannis Karagiannis springen die Zyprioten bei der TV-Einstellung in den Schwarz-Weiß-Modus, das soll offenbar noch zusätzliche Atmosphäre erzeugen, wirkt aber fast gar nicht, da sich das meiste auf der Bühne farblich ohnehin im düsteren Bereich abspielt. Angeblich soll dies den Unterschied zwischen Gut und Böse herausstellen, neben den Wölfen und dem Befreiungsthema ist das eine der Botschaften, die am stärksten bei den einzelnen Beiträgen zum Tragen kommen.

Bei der Pressekonferenz hatten die Zyprioten auch ihren Komponisten Thomas G:son dabei, der sich freute, mit der Band zusammenzuarbeiten. Die Gruppe und vor allem der Beitrag gehören ja nicht unbedingt zu seinem üblichen Produktionszirkel. G:son betonte, er habe noch nie ein Lied geschrieben, in dem der Songtitel nicht auch im Text vorkäme, bei "Alter Ego" sei aber eben dies tatsächlich der Fall. Mit der Probe gaben sich sowohl die Bandmitglieder als auch der Komponist zufrieden. 

Dann wurde noch auf die Chancen in Stockholm eingegangen. Minus One bekundeten, dass sie mit ihrem Genre aus der breiten Masse der Beiträge hervorstechen, drum sei ein Erfolg wie z.B. bei Lordi denkbar. Mit denen wollte sich die Gruppe aber am Ende doch nicht vergleichen lassen. "Alter Ego" orientiere sich schließlich eher im Poprock-Bereich als im Hardrock. Der Delegationsleiter sagte abschließend noch, dass der Titel auf Zypern selbst sehr beliebt sei, selbst seine 82jährige Mutter möge den Song gerne. 




Zypern steckt seine Musiker wieder ins Gefängnis
Die versammelte Delegation bei der Pressekonferenz
Auch Thomas G:son war dabei | Und der Mann der im Gegensatz zu Rykka blau tragen kann

1 Kommentar:

  1. Gibt nix an der Performance zu meckern. Dürfte sehr sicher im Finale sein.

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