Freitag, 22. September 2017

Montenegro: RTCG taucht auf Teilnehmerliste auf



Montenegro - Auch wenn man in Podgorica nicht 100%ig mit den Organisatoren und den Regelungen beim Eurovision Song Contest d'accord geht, hat der Sender RTCG, das montenegrinische Staatsfernsehen sich für den Eurovision Song Contest in Lissabon 2018 angemeldet. Das meldet ESCtoday.com heute Morgen.

Der Sender habe die notwendigen Anmeldeformulare bei der Europäischen Rundfunkunion eingereicht und steht somit auf der vorläufigen Teilnehmerliste für das nächste Jahr. Bis Mitte Oktober können Rundfunkanstalten ihre Teilnahme zwar noch zurückziehen, dies passierte in den letzten Jahren allerdings äußerst selten und meist im Falle von Bosnien-Herzegowina.

Zu einem Auswahlmechanismus äußerte sich RTCG bislang nicht, die vergangenen Jahre wurde jedoch immer intern über die Köpfe der Montenegriner hinweg entschieden, wer zum Eurovision Song Contest fährt. In diesem Jahr traf der Sender die Entscheidung den Paradiesvogel Slavko Kalezić für Kiew auszuwählen, der mit "Space" jedoch nicht ins Finale rückte.

Schweiz: Neuer Einsenderekord in der Schweiz



Schweiz - Katzen ziehen immer, dachte sich wohl auch das Schweizer Fernsehen SRF und dankte allen Bewerbern per Twitter für ihre Einsendungen. Demnach gingen 670 Einsendungen in Zürich ein, ein neuer Rekord für die Schweiz. Eine 20köpfige Jury wird sich nun mit der Auswahl der Kandidaten für den Vorentscheid, "Die große Entscheidungsshow 2018" befassen.

Insgesamt schaffen es lediglich sechs Kandidaten in die Liveshow, die am Sonntag, den 4. Februar stattfinden wird. 50% des Gesamtergebnisses machen dann die Stimmen der Juroren aus, die übrigen 50% kommen von den Zuschauern der Show. Für Delegationsleiter Reto Peritz sei es eine Pflicht, dass die Schweiz im Finale der Eurovision dabei ist.

Bis dahin ist es jedoch noch ein weiter Weg, die Vorentscheide der letzten Jahre in der Schweiz haben eher unscheinbare und langweilige Songs erlebt, wenngleich die Zuschauer und Juroren am Ende immerhin noch das Sahnestück unter den Einsendungen ermittelt hat. Die Band Timebelle erreichte in Kiew mit ihrem Titel "Apollo" immerhin den 12. Platz und verpasste nur um vier Punkte das Finale.

Donnerstag, 21. September 2017

Australien: Jessica Mauboy würde gern teilnehmen



Australien - 2014 war sie schon einmal Teil des Eurovision Song Contests, damals jedoch nur als Interval-Act. Damals wusste niemand, dass Australien schon im Folgejahr anlässlich des Jubiläums der Show einen Startplatz erhält und inzwischen zum vierten Mal am Wettbewerb teilnehmen darf.

Jessica Mauboy, die 2014 in Kopenhagen "Sea of flags" sang und Europa musikalisch erklärte, warum Australien den Song Contest liebt, sagte jüngst gegenüber dem Daily Telegraph, dass sie selbst auch gerne als Interpretin am Wettbewerb teilnehmen würde. Auf die Frage nach einer Rückkehr zur Eurovision sagte sie kurz und bündig: "A big yes!"

Das australische Fernsehen SBS hat sich noch nicht dazu geäußert, auf welche Art und Weise der Interpret für den nächsten Eurovision Song Contest in Lissabon ermittelt wird. Auch die Option eines nationalen Vorentscheids hält man sich in Down Under offen. Australien überträgt den Wettbewerb seit mehr als 30 Jahren und erhielt zuletzt vom portugiesischen Fernsehen RTP die Einladung, auch im kommenden Jahr wieder teilzunehmen.

Mittwoch, 20. September 2017

Mazedonien: Demonstration der Hochwertigkeit


Mazedonien - Unnachgiebig versucht es auch das mazedonische Fernsehen MKRTV im nächsten Jahr wieder, nach einer inzwischen fünfjährigen Durststrecke wieder einen Interpreten im Finale der Eurovision zu platzieren. Aus Skopje kam heute Abend das Ja für die Teilnahme in Lissabon. Und offenbar hat man ehrgeizige Ziele...

In einer Pressemeldung des mazedonischen Fernsehens heißt es u.a., die Teilnahme 2018 werde die musikalische Hochwertigkeit Mazedoniens in Song und Interpret wiederspiegeln. Dafür sei man in Skopje auch bereits rund 2,5 Millionen Mazedonische Denar, umgerechnet rund 40.500 Euro Startgebühr zu zahlen. Für den eigenen Beitrag veranschlagt man in der Summe nochmals rund 8,5 Millionen MKD, also rund 138.000 Euro.

Mazedonien war zwischen 2004 und 2007 stets im Song Contest-Finale vertreten. Danach folgte der gnadenlose Abrutsch in den Halbfinals, den lediglich Kaliopi 2012 in Baku durchbrechen konnte. In Kiew konnte Jana Burčeska mit "Dance alone" nur den 15. Platz im Halbfinale erreichen, mehr in Erinnerung geblieben ist da eher die Ultraschall-Postkarte und der "spontane" Heiratsantrag ihres inzwischen Angetrauten während des Halbfinals.

News-Splitter (586)



Frankreich - Die Hurrikan-Saison in der Karibik macht die Bausubstanz ganzer Karibikinseln zunichte, nachdem Hurrikan Irma bereits auf Barbuda und St. Martin schwerste Verwüstungen angerichtet hat, organisiert das französische Fernsehen France 2 heute im Casino de Paris ein Charity-Event namens "Ensemble por les Antilles". Mit dabei sind u.a. Amir und Patrick Fiori sowie die einstige First Lady Carla Bruni. Unterdessen zieht der nächste Hurrikan bereits über die Antillen.

Einiges los in Barcelona...
Spanien - Am 1. Oktober stimmen die Katalanen in einem umstrittenen Referendum über die Unabhängigkeit ihrer Region ab. Dieses Ergebnis wird von der Zentralregierung in Madrid nicht anerkannt unabhängig von seinem Ausgang. Inzwischen ziehen die Meldungen in den spanischen Medien bereits so weite Kreise, dass Spanien im Falle einer Loslösung alle Hebel in Bewegung setzen würde, um eine katalanische Song Contest-Teilnahme zu behindern. Ein ähnliches Phänomen lässt sich seit Jahren im Kosovo beobachten.

Kroatien - In Kroatien werden Rufe nach einer Rückkehr zum nationalen Vorentscheid, der legendären Dora laut. Nachdem der Sender HRT seit seiner Rückkehr auf interne Auswahlen gesetzt hat, mehren sich die Stimmen, die einen nationalen Vorentscheid mit etablierten Künstlern fordert. Insbesondere in den 90er und 2000er Jahren nahm die gesamte etablierte Musikszene Kroatiens an der Dora teil. Die Gesellschaft kroatischer Komponisten würde einen nationalen Vorentscheid nach altem Konzept begrüßen. Unter anderem gibt es Gerüchte um ein Comeback von Danijela Martinović oder Petar Grašo.

Dienstag, 19. September 2017

Estland: Halbfinals am 10. und 17. Februar



Estland - Zehn Jahre Eesti Laul feiert das estnische Fernsehen ERR 2018 und lädt dazu alle Interpreten und Komponisten, ob namhaft oder Newcomer: "Jeder ist willkommen (...) die Hauptsache ist, dass dein Song uns einmalige 180 Sekunden gibt.", so Mart Normet, Produktschef des estnischen Vorentscheids. Heute begann die Einreichfrist für den Eesti Laul.

Am 1. November endet das Bewerbungsfenster für die Shows. Es gelten die normalen EBU-Bestimmungen bezüglich Vorveröffentlichungsfrist und Sprachregelung. Jeder Komponist kann sich mit bis zu drei Titeln bewerben. Ausländische Komponisten sind ebenso zugelassen, müssen sich jedoch ein Team mit einem estnischen Komponisten bilden. Das komplette Formblatt kann unter eestilaul.ee abgerufen werden.

Die Listen, welche Interpreten und Songs es in die beiden Halbfinals geschafft haben, werden am 19. und 20. Dezember veröffentlicht. Die beiden Vorrunden des estnischen Vorentscheids finden am 10. und 17. Februar statt. Das Finale ist für den 3. März angesetzt, laut Tarmo Hõbe, CEO der Saku Suurhall in Tallinn. Estland schied in diesem Jahr überraschend mit Laura & Koit Toome und "Verona" im Halbfinale von Kiew aus.

Schweden: 2.771 Beiträge für das Melodifestivalen



Schweden - 2.771, das ist die offizielle Zahl der Bewerbungen für das schwedische Melodifestivalen in diesem Jahr. Der Sender SVT bestätigte nach dem Ablauf der Bewerbungsfrist gestern Abend, dass knapp 300 Songs mehr als im Vorjahr eingegangen sind. 447 von ihnen stammen aus dem allgemeinen Aufruf, dem Allmänhetens Tävling.

Schirmherr Christer Björkman freute sich über das erneut hohe Aufkommen an Beiträgen für den nationalen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest. "Wir freuen uns, jetzt mit dem Auswahlverfahren beginnen zu können.", gleichzeitig freute er sich darüber, dass sowohl das Interesse in der Bevölkerung als auch in in der Musikindustrie so groß seien.

Insgesamt werden 28 Beiträge beim Melodifestivalen 2018 zu hören sein. 14 Songs wird eine Jury auswählen, die übrigen 14 stammen aus einem SVT-Gremium. Darunter fällt auch der zugesicherte Startplatz an Stiko Per Larsson, den Sieger des Radio-Talentwettbewerbs P4 Nästa, der bereits im August ausgewählt wurde und für das Melodifestivalen eine neue Komposition erhält.

Montag, 18. September 2017

Bosnien-Herzegowina: Sarajevo sagt logischerweise ab



Bosnien-Herzegowina - Das Unvermeidliche ist eingetreten, das bosnische Fernsehen BHRT wird nicht am Eurovision Song Contest 2018 in Lissabon teilnehmen. Damit bestätigt der Sender in Sarajevo das, wovon bereits jeder mehr oder weniger ausgegangen ist, Bosnien-Herzegowina kehrt nicht in den Kreis der Eurovisionsfamilie zurück.

Der entscheidende Grund hierfür liegt nicht am fehlenden Interesse in Bosnien, sondern an den chronisch knappen Kassen des Senders, der erst seit kurzem überhaupt erst wieder Einnahmen verzeichnet, nachdem man mit einem lokalen Stromanbieter einen Vertrag zum Gebühreneinzug abschließen konnte. Der Sender selbst kämpft nach wie vor ums Überleben.

Bosnien-Herzegowina war zwischen 1993 und 2012 regelmäßig bei der Eurovision vertreten, ehe die Finanzen dem Sender einen Strich durch die Rechnung machte. 2016 kehrte das Land einmalig Dank Sponsorengelder zurück und verlor mit Deen & Dalal feat. Ana Rucner & Jala seine 100%ige Finaleinzugsquote. Bosnien-Herzegowina reiht sich damit in eine Liste mit der Slowakei, Türkei und einigen Zwergstaaten wie Monaco und Luxemburg ein.

Sonntag, 17. September 2017

Malediven: Zwei Sender an Asiavision interessiert



Malediven - Der Eurovision Asia Song Contest weckt offenbar das Interesse der kleineren Länder. Nachdem bereits die Salomonen und Vanuatu ihre Bereitschaft erklärt haben, einen Beitrag zum Wettbewerb zu entsenden, hört man nun auch von den Malediven, dass man durchaus gewillt ist, der Party beizuwohnen.

Die Malediven verfügen mit staatlichen Sender Television Maldives (TVM) und dem Privatsender VTV über zwei Rundfunkanstalten, beide haben in der Vergangenheit u.a. am ABU TV Song Festival teilgenommen. Gegenüber Eurovoix World erklärten beide Anstalten, dass die Eurovision Asia eine interessante Ergänzung des Senderprogramms sei. Eine Mitgliedschaft in der ABU ist für die Teilnahme nicht erforderlich. TVM veranstaltete 2016 mit "Maldivian Idol" erstmals eine Castingshow.

Die Malediven bestehen aus knapp 1.200 Inseln, von denen 220 von Einheimischen bewohnt und etwa 90 als Touristeninseln eingetragen sind. Das gesellschaftliche Leben spielt sich insbesondere in der Hauptstadt Malé ab, in der mehr als ein Drittel der Gesamtbevölkerung lebt. Zu den bekanntesten Künstlern des Landes zählen die Band Zero Degree Atoll sowie die Sängerin Mariyam Unoosha. 

Bulgarien: BNT twittert Bestätigung zum zweiten Mal



Bulgarien - Offenbar habe ich das heute Nacht geträumt und setzte Mazedonien versehentlich auf die Liste bestätigter Nationen für Lissabon. Dafür jedoch zählt nun auch das bulgarische Fernsehen BNT zu denjenigen, die im nächsten Jahr wieder mit einem Interpreten in Lissabon beim Eurovision Song Contest aufschlagen. BNT bestätigte heute final seine Teilnahme.

Via Twitter bestätigte BNT bereits im Mai seine Teilnahme in Lissabon, zog diese Mitteilung jedoch zurück, nachdem die Wahl des neuen Senderchefs in Sofia bevorstand. Der neue Generaldirektor Konstantin Kamenarov ließ über die Fortsetzung der Teilnahme debattieren und segnete sie heute ab. Bedingt wohl auch durch den momentanen Lauf, den das bulgarische Fernsehen in den letzten beiden Jahrgängen hatte.

Bulgarien nimmt seit 2005 am Eurovision Song Contest teil und konnte sich in der Anfangsphase nur 2007 mit Elitsa & Stoyan durchsetzen. Beide belegten mit "Voda" in Helsinki den fünften Platz. Fortan schied das Land jeweils im Semifinale aus, ehe es sich aus Erfolgslosigkeit zwischen 2013 und 2016 verabschiedete um erstarkt mit Poli Genova und Kristian Kostov zwei Top Five-Platzierungen einzufahren. Kristian wurde hinter Salvador Sobral sogar Zweiter in Kiew.

Samstag, 16. September 2017

Malta: TVM reduziert auf 30 Beiträge



Malta - Den ersten sichtbaren Fortschritt bei der Ermittlung seines Song Contest-Beitrags erzielte das maltesische Fernsehen TVM, nachdem der Sender aus insgesamt 129 Beiträgen 30 auswählte, die in der zweiten Runde um die begehrten Startplätze beim "Malta Song For Europe" konkurrieren. Und mit dabei sind wieder einmal einige Wiederholer, ganz im Sinne der maltesischen Tradition.

Die 30 Beiträge, die es in die zweite Runde geschafft haben:
01. - Abire Sekkaki - Casablanca love
02. - Aidan - Dai laga
03. - Aidan - See you
04. - Avenue Sky - We can run
05. - Brooke Borg - Heart of gold
06. - Christabelle Borg - Taboo
07. - Dan - If only
08. - Danica Muscat - One step at a time
09. - Deborah C - Turn it up
10. - Deborah C & Joseph Tabone - Human
11. - Dominic Cini - Picture I draw
12. - Eleanor Cassar - Back to life
13. - Ishmael Grech - Good times
14. - Jasmine Abela - Supernovas
15. - Kelsey Bellante - Super woman
16. - Kevin Paul - Great adventure
17. - Kimberley Cortis - Monsters
18. - Kurt Anthony - You will find me
19. - Lawrence Gray - Love renegade
20. - Malcolm Pisani - Kiss
21. - Matthew Caruana - Call 2morrow
22. - Mikhail Attard & Cherylis Camileri - Breaking point
23. - Miriana Conte - Rocket
24. - Nicole Azzopardi - Mixed feelings
25. - Petra Whiteford - Evolution
26. - Raquel Galdes - In my mind
27. - Rhiannon Micallef - Beyond blue horizons
28. - Richard Joe - Song for dad
29. - Stefan Galea - Closer
30. - Tiziana Calleja - First time

Aus diesen 30 Kandidaten werden nun in der zweiten Runde 16 Beiträge gefiltert, die beim maltesischen Vorentscheid im Februar 2018 antreten dürfen. Dort wird, wie in diesem Jahr, zu 100% per Televoting entschieden. In diesem Jahr siegte Claudia Faniello nach unzähligen Anläufen im Vorentscheid mit dem Titel "Breathlessly", flog allerdings bereits im Semifinale mit 55 Zählern, allesamt von der Jury, raus.

White Cocktail: And finally...



Europa - Der erste Sturm fegte bereits über die Hansestadt Hamburg und damit ist es nun auch an der Zeit, die sommerliche Cocktail-Serie für diese Saison einzustellen. Heute endet die Bewerbungsfrist für den Eurovision Song Contest 2018, die Nachrichten kommen wieder regelmäßiger und somit braucht es keine Lückenfüller mehr. Bezeichnenderweise hört der letzte Cocktail auf das Motto "And finally..." und ist eine Hommage an das Kernstück des Wettbewerbs, das Voting, das genauso alt ist wie der Wettbewerb selbst.

1956 nahmen lediglich sieben Länder mit je zwei Beiträgen teil, damit eine abendfüllende Show produziert werden konnte. Über die Ergebnisse des allerersten Wettbewerbs kann, abgesehen von der Siegerin Lys Assia nur spekuliert werden. Die Juroren waren angehalten die Wertungsbögen nach der Bekanntgabe der Siegerin zu vernichten. Gerüchte vermelden, der deutsche Interpret Walter Andreas Schwarz sei Zweiter geworden, beweisen wird man es jedoch nicht können. Die Europäische Rundfunkunion selbst zeichnete keine Liste des Endergebnisses ab, sodass die Wertungen erst ab 1957 erfasst werden können.

Im Laufe der letzten sechs Jahrzehnte wurde das Voting immer wieder Änderungen unterworfen. Bis in die 90er Jahre hinein war die Abstimmung ausschließlich Juroren vorenthalten, die nach verschiedensten Mechanismen abstimmten. 1956 schickte jedes Land nur zwei Juroren, die jeweils einen Punkt vergeben konnten. Damals hieß es, die gastgebende Schweiz habe nur gewonnen, weil das luxemburgische Fernsehen auf die Entsendung eigener Juroren verzichtete und die Schweizer Kollegen bat auszuhelfen. Auch dies kann nicht bestätigt werden. Zwischen 1957 und 1961 stimmte dann eine zehnköpfige Jury ab, jeder von ihnen konnte einen Punkt vergeben.

Themenwoche Straßenbau:
Bosniens Punkte 2001
Später wurde der Jurymodus immer wieder modifiziert. Da es immer wieder zu der unangenehmen Situation kam, dass Beiträge mit null Punkten den Abend abschlossen, wurde 1971 ein Konzept eingeführt, in dem jeweils zwei Juroren pro Land öffentlich zwischen einem und fünf Zählern für den Interpreten vergaben. Auch dieses Konzept konnte sich nur zwei Jahre durchsetzen. Die heutigen "douze points" wurden erstmals 1975 vergeben. Bis heute haben die zwölf Punkte Bestand und dem Wettbewerb das verliehen, was ihn heute auszeichnet. Bis einschließlich 1996 war die Verkündung jedoch nur den Juries vorenthalten.

Marianne Anderberg 1994,
die erste Spokesperson, die
live zu sehen war
Bis einschließlich 1993 konnte man die Juroren bzw. ihre jeweiligen Spokespersons nur telefonisch hören, ab 1994 waren sie auch im Bild zu sehen. Jedes aufgerufene Land wurde per Satellit zugeschaltet. Was sich in den ersten Jahren noch vor einer Pappwand mit Senderlogo-Aufdruck abspielte, entwickelte sich später zu regelrechten Kulissen. So gibt es jedes Jahr regelmäßig den Eiffelturm, den Sonneuntergang in Island oder die Klagemauer in Jerusalem zu sehen. Manchmal kam es auch zu seltsamen Szenen, so etwa 2001, als man die arme bosnische Punktesprecherin offenbar an einer stark befahrenen Straße in Sarajevo aussetzte und von Bussen überrollen ließ...

Frankreich hat scheinbar
nur den Eiffelturm...
1997 vergaben die Spokespersons dabei nicht mehr nur die Jurystimmen, fünf Nationen führten das Televoting, in den Anfängen noch TED genannt, ein. Zu den Vorreitern gehörten neben Schweden und Großbritannien auch die drei deutschsprachigen Nationen Deutschland, Österreich und die Schweiz. In diesem Jahr kam es auch zu den ersten zwölf Punkten, die Deutschland an die Türkei vergab, gerechtfertigterweise, wurde Şebnem Paker mit ihrem "Dinle" doch Dritte. Ab 1998 wurde das Televoting flächendeckend eingeführt, nur vereinzelt wurde durch eine Backup-Jury abgestimmt, so damals noch in Ungarn.

Machte es elendig spannend:
Evgenija Teodosievska
Im gleichen Jahr kam es auch zu einer der spannendsten Punktevergaben der Geschichte. Nicht nur aus deutscher Sicht, da viele Traditionalisten Guildo Horn den Triumph nicht gönnten, sondern auch, weil sich an der Spitze über lange Zeit hinweg ein Quartett absetzte. Vor der letzten Wertung hätten theoretisch drei Nationen gewinnen können. Die mazedonische Sprecherin Evgenija Teodosievska machte es bis zur letzten Wertung spannend. Nachdem Israel dann acht Punkte erhielt, lag Dana International mit 166 Punkten in Führung, einen Punkt hinter Malta. 

Die Ausgangssituation vor der mazedonischen Wertung:
01. - 166 -  Malta - Chiara - The one that I love
01. - 166 -  Israel - Dana International - Diva
03. - 157 -  Großbritannien - Imaani - Where are you?
04. - 148 -  Niederlande - Edsilia Rombley - Hemel en aarde

Die zehn Punkte vergab Mazedonien an Großbritannien, das an Malta vorbeizog und den sicher geglaubten 12er kassieren sollte. Doch Mazedonien zeigte sich mit den jugoslawischen Brüdern verbunden und gab die Zwölf an Danijela aus Kroatien, Malta ging völlig leer aus. Mit zusätzlichen Zwölf hätte Malta um vier Punkte gewonnen, so blieb am Ende Platz drei für Chiara.

Das Endergebnis nach der mazedonischen Wertung:
01. - 174 -  Israel - Dana International - Diva
02. - 167 -  Großbritannien - Imaani - Where are you?
03. - 166 -  Malta - Chiara - The one that I love
04. - 151 -  Niederlande - Edsilia Rombley - Hemel en aarde

Ab 6:49 Min. wird es spannend

Wollte am Siedepunkt
gehen: Peter Poles
In diesen Jahrgängen kam es häufiger zu Kopf-an-Kopf-Duellen. 2003 lieferten sich Belgien, Russland und die Türkei einen Kampf bis zuletzt. Ausgerechnet Spaßvogel Peter Poles aus Slowenien durfte die Punkte verlesen und kündigte seine Anmoderation mit folgenden Worten an: "Here on this paper are the final points which are gonna decide tonight’s winner and I know you’re anxiously awaiting them. So here I go. Bye.", und stapfte links aus dem Bild. Damals war es noch lustig, heute würde man damit keinen Blumentopf mehr gewinnen. Slowenien kürte Sertab Erener zur Siegerin. Peter Poles war über Jahre das Aushängeschild des slowenischen Fernsehens, bis er zum Privatfernsehen wechselte und Klemen Slakonja den Job übernahm.

One big, big hello from Sara-
jevo: Ana Vilenica
Im gleichen Jahr machte auch die bosnische Punktesprecherin Ana Vilenica auf sich aufmerksam. Zunächst sendete sie ein "big, big hello from Sarajevo" und vergab die Punkte, bis ihr auffiel, dass sie einen Fehler machte und Österreich bei der Bewertung ausließ. Die Wertung musste noch einmal verlesen werden, der Computer in Riga war aber nicht schnell genug und so kam es zu einer der sympathischsten und lustigsten Wertungsszenen im Wettbewerb, im Video ab Minute 1:38. Im Jahr 2003 war die Technik erstmals soweit ausgereift, als dass die Platzierungen in Echtzeit einflogen und die Nationen nicht starr auf ihrem Startplatz verweilten. So konnte man einfach und bequem überprüfen, auf welchem Platz seine Favoriten gerade lagen. 


Man konnte sich 1991 nur
am Kopf kratzen
Ähnlich spannende und nervenaufreibende Szenarien gab es 1988, als sich Scott Fitzgerald und Céline Dion in Dublin einen Fight lieferten und es dem Moderator Pat Kenny nicht schwer fiel, mit Augenzwinkern darauf zu verweisen, dass Krimiautorin Agatha Christie persönlich das Script für den Abend geschrieben habe. Oder 1991, als Amina und Carola am Ende des Abends sogar punktgleich endeten. Damals geriet das Ergebnis jedoch fast in den Hintergrund, nachdem die beiden untalentiertesten Moderatoren aller Zeiten, die ehemaligen italienischen Sieger Gigliola Cinquetti und Toto Cutugno völlig aus dem Ruder liefen und mit den Wertungen so überfordert waren, das Executive Supervisor Frank Naef entnervt eingreifen musste.

Auch die deutschen Punktesprecher können von sich reden lassen. 1998 war es Nena, die die deutschen Punkte verlesen sollte, doch schon beim Intro mit dem Wort "Results" ins Stocken geriet oder Lena Meyer-Landrut, die sich mit den Wertungen schwer tat. Dabei gab es auch einige Punktesprecher, die sich absichtlich mit Fehlverhalten beliebt machten. Schweden hatte 2008 zum Beispiel die fabelhafte Idee, den unlustigen Komiker Björn Gustafsson vor die Kulisse der Gamla Stan in Stockholm zu setzen, der vermeintlich angetrunken darüber philosophierte, dass man nicht für sein eigenes Land abstimmen dürfe.

Lynda Woodruff, eine moderne
Ikone mit Sprachfehler
Aus einer Laune beim schwedischen Melodifestivalen heraus entstand auch die Idee, Lynda Woodruff, als Alter Ego von Sarah Dawn Finer in Baku auftreten zu lassen. Bereits im Vorentscheid hatte sie den Gastgeber Aserbaidschan durch den Kakao gezogen und bedankte sich im Mai 2012 ganz herzlich bei den Ausrichtern "Azerjaiban", was vor allem bei Moderatorin Leyla Əliyeva für irritierte Blicke sorgte. Die Rolle der amaaazing Lynda Woodruff wurde sogar so populär, dass sie 2013 in kleinen Clips als "EBU Spokesperson" durch das Land reiste und in den drei Shows Einblicke in die kuriose Welt der Schweden gab und 2016 einen kleinen Cameo erhielt. 

2012 war es die deutsche Punktesprecherin Anke Engelke, die mit offenen Worten einen Platz in der Galerie der markantesten Spokespersons erhielt. Politische Äußerungen sind seit jeher durch die EBU verpönt, Anke nutzte die Gelegenheit vor Millionen von Fernsehzuschauern dennoch für folgendes Statement: "Tonight nobody could vote for their own country. But it is good to be able to vote. And it is good to have a choice. Good luck on your journey, Azerbaijan. Europe is watching you." Ein Seitenhieb auf den Aliyev-Clan, der Aserbaidschan seit der Unabhängigkeit mit Zuckerbrot und Peitsche regiert und es mit Meinungsäußerung meist nicht so genau nimmt. 

Ärgert regelmäßig seinen
Nachbarn: Armenien (2009)
Ebenfalls gegen Aserbaidschan gerichtet war 2009 die armenische Punktevergabe. Während sich Kommentator Tim Frühling, der für den erkrankten Peter Urban in Moskau einsprang, über das Klemmbrett und die Figur darauf lustig machte, meinte es Sirusho als Spokesperson ernst mit ihrem wortlosen Protest. Zeigte sie doch das Denkmal Tatik Papik, das im von Armenien besetzten Nagorno-Karabach stand, einem Zankapfel auf aserbaidschanischem Territorium, der schon zum Ende der UdSSR zwischen beiden Nationen umkämpft ist und beim Song Contest regelmäßig von armenischer Seite instrumentalisiert wird.

Als politisch empfanden viele Zuschauer das Voting allgemein. Zwischen 2004 und 2009, in einer Phase in der einzig und allein die Zuschauer abstimmten, kam der Begriff Nachbarschaftsvoting auf. Slowenien stimmte für Kroatien, Kroatien für Bosnien und Bosnien für Slowenien. Schweden stimmte für Norwegen, Norwegen für Dänemark, Dänemark für Island, Weißrussland für Russland, Russland für die Ukraine. Man musste kein Hellseher sein, um die Höchstwertungen zu erraten. Dem schob die EBU 2009 einen Riegel vor und schränkte das Zuschauervotum auf 50% Stimmanteil ein, der Rest wurde fortan wieder von Juroren ermittelt. Vermeintlich soll es sich um Musikexperten aus dem jeweiligen Land handeln, manchmal, wie im Fall von San Marino, genügt es jedoch auch schon, wenn man ein Instrument spielen kann.

Kyiv calling
San Marino ist auch ein Beispiel dafür, dass man ausrangierte Song Contest-Kandidaten noch als Spokespersons verwenden kann. So hatten u.a. der Frontsänger von Miodio, Valentina Monetta oder Michele Perniola Gastauftritte als Punktesprecher. Seit den 2000ern ist es très jolie, dass ehemalige Interpreten die Punkte verlesen. Genannt seien hier u.a. Helena Paparizou, Verka Serduchka, Johnny Logan, Lena oder Chiara. Einige Nationen schafften es aber auch, durch jahrelangen Einsatz, Spokespersons im Wettbewerb zu etablieren.

Alexis Kostalas, über Jahre
hinweg das Gesicht der
griechischen Punktevergabe
So verwunderte es z.B. 2014 nicht, als die ORF-Moderatorin Kati Bellowitsch mit Conchita-Wurst-Gedächtnisbart aus Wien zugeschaltet wurde oder über Jahre hinweg der griechische Moderator Alexis Kostalas seine Fremdsprachenkenntnisse unter Beweis stellte und in Landessprache ein paar Worte über die tolle Gastlichkeit der Ausrichter verlor. Erst 2011 wurde er durch Lena Aroni ersetzt. 2011, im Jahr des italienischen Comebacks, bemühte sich die RAI auch darum, mit großen Namen aufzutrumpfen und stellte mit Raffaella Carrà einen der größten lebenden Italo-Stars vor das Kolosseum.

Im gleichen Jahr verlas die niederländische Sängerin Mandy Huydts, die 1986 selbst als Teil der Band Frizzle Sizzle beim Song Contest dabei war, zwölf Punkte an Dänemark. Der Frontsänger der dänischen Band A Friend In London, Tim Schou, ließ sich im Blickfang der Kamera zu dem nur undeutlich zu verstehenden Satz "I'd like to fuck you" hinreißen. Eine seltsame Art sich zu bedanken. Ebenso bahnte sich 2006 in Athen eine Romanze zwischen dem niederländischen Punktesprecher Paul de Leeuw und dem Moderator Sakis Rouvas an.

Gab seine Mobilfunk-
nummervor dem 12er
raus: Paul de Leeuw
Zunächst widersetzte sich Paul, nur die drei Topplatzierungen vorzulesen und hastete durch die niederländischen Punkte, die aufgrund der langatmigen Punktevergabe auf die Top drei beschränkt wurden. Später wollte er Sakis seine Handynummer zustecken, der nur konterte "I guess it's 69-69-69". Da inzwischen selbst die Punktevergaben mehrfach geprobt werden, entzogen sich solche Spontaneinlagen von Spokespersons bislang dem Script der EBU. Mittlerweile haben die Sprecher ohnehin nur noch die Aufgabe, den 12er der Juroren zu verlesen. 

Stil-Ikone aus Down Under:
Lee Lin Chin (2015)
Auf modisch äußerst unterhaltsame Art tut dies seit dem Debüt im Jahr 2015 die australische Nachrichtensprecherin Lee Lin Chin, die immer wieder mit Kleidungsstücken auftritt, die sich nicht einmal Hella von Sinnen oder Thomas Gottschalk trauen würden zu tragen. Ebenfalls für modische Diskrepanz steht der albanische Punktesprecher Andri Xhahu, der gleichzeitig auch noch den Kommentar für den albanischen Sender RTSH spricht. Für Deutschland übernimmt diesen Job seit Jahren Barbara Schöneberger, die sich seither auch in gewagten Outfits von der Hamburger Reeperbahn meldet.

Die deutschen Punktesprecher seit 2000:
- 2000-2003: Axel Bulthaupt
- 2004: Thomas Anders
- 2005-2008: Thomas Hermanns
- 2009: Thomas Anders
- 2010: Hape Kerkeling ("Lena, go for Gold!")
- 2011: Ina Müller
- 2012: Anke Engelke
- 2013: Lena Meyer-Landrut
- 2014: Helene Fischer
- seit 2015: Barbara Schöneberger

Teilnehmerin und Spokes-
person: Edsilia Rombley
Für Deutschland waren aber auch andere namhafte Akteure im Spiel, so verlas Joachim Fuchsberger 1957 die ersten deutschen Länderpunkte, später waren Heinz Schenk, Lotto-Fee Karin Tietze-Ludwig, Carolin Reiber oder Carmen Nebel tätig. Als bislang einzige Teilnehmerin eines aktuellen Song Contests schaffte es Edsilia Rombley, die 2007 im Semifinale von Helsinki ausschied, die Punkte im Finale zu verlesen. Mir persönlich in Erinnerung geblieben sind zudem Meltem Ersan Yazgan aus der Türkei, die zwischen 2001 und 2010 regelmäßig für TRT aus Ankara über den Bildschirm flimmerte und die unsympathische russische Moderatorin Yana Churikova.

Meine absolute #1:
Belen Fernández (1996)
Die Ehrenmedaille für die, wohl ungewollt lustigste Spokesperson aller Zeiten geht jedoch nach Spanien. Mitte der 90er Jahre trat hier eine Dame namens Belen Fernández de Henestrosa vor die Kamera. 1996 machte sie sich unsterblich, in dem sie Punkte an die damals schon nicht mehr existente Tschechoslowakei verteilte und die Moderatorin Ingvild Bryn versehentlich "Poland" statt "Holland" Punkte zuschusterte, was nachträglich geändert werden musste. 1998 war sie es dann auch, die gemeinsam mit Ulrika Jonsson für den Lacher des Abends sorgte, als sie auf einen flapsigen Kommentar der Moderatorin mit "Merde" antwortete. 1999 wurde sie durch Hugo de Campos ersetzt.

Das Ende der IBA, nach dem
ESC schaltete Israel ab
Große Gesten und Worte gab es 2003, als sich Zyperns Punktesprecher Loucas Hamatsos erstmals mit den Worten "Europe, peace to Cyprus" dazu durchringen konnte, der Türkei Punkte zu geben oder in diesem Jahr, als der israelische Sprecher Ofer Nachshon, der ebenfalls seit Jahren dabei war, das Ende der IBA verkündete. Inzwischen scheint die Teilnahme Israels in Zukunft durch Sonderverträge mit der EBU gesichert, im Mai diesen Jahres sorgte er mit der Ankündigung, dass Israel in Zukunft nicht mehr teilnehmen könne, für irritierte Blicke bei den Moderatoren Oleksandr Skichko und Volodymyr Ostapchuk.

Mit einem Video der lustigsten Momente in der Eurovisionsgeschichte mit wunderschönen Pannen, in denen die österreichische Moderatorin von 1967 die irische Jury übergehen wollte, Helga Mlakar aus Jugoslawien sich outen musste, die Punkte noch nicht vorliegen zu haben oder dem dezenten Vorwurf der norwegischen Moderatorin von 1996, dass die Schweden statistisch gesehen in der Bringschuld stünden. 


Der Eurovision Song Contest hat über 60 Jahre hinweg viele Spokespersons gesehen und gehört, viele Pannen und Versprecher überstanden und für wunderbare Momente gesorgt, nicht zu vergessen die Flut an Punkten, die Lena 2010 in Oslo über sich ergehen ließ, darunter 8x die Höchstwertung und diverse Zehnter und Achter. Damals hat das Voting aus deutscher Sicht noch Spaß gemacht, danach folgten viele Jahre, in denen man froh sein konnte, wenn es überhaupt Punkte gab. Seit 2016 schließlich greift erneut ein neues Wertungskonzept, zunächst stimmen die Juroren aus den Teilnehmerländern ab, danach folgt gebündelt die gleiche Anzahl an Televotingstimmen.

Australien wurde auf diese Art die erste Nation, die mehr als 500 Punkte auf dem Scoreboard stehen hatte, 46x mehr Punkte als Deutschland an diesem Abend sammeln konnte. Und doch war es eine der spannendsten Punktevergaben der letzten Jahre, war doch bis zur allerletzten Wertung nicht klar, ob der Sieg 2016 an Russlands Favoritin Sergey Lazarev oder doch an die ukrainische Sängerin Jamala ging. In diesem Jahr war bereits vor der letzten Wertung klar, dass Salvador Sobral uneinholbar den Song Contest von Kiew gewonnen hat. Was die Spannung betrifft, ist das Voting wieder interessanter geworden, dem Wettbewerb tut es gut.


Und damit endet unsere Cocktail-Reihe 2017 mit dem diesjährigen Siegerbeitrag aus Portugal. In 238 Tagen wird der nächste Song Contest-Sieger ermittelt, die neue Vorentscheidungssaison steht bevor, in ganz Europa sind die Bewerbungsfenster bereits geöffnet, einige Nachzügler bei den Bestätigungen ihrer Teilnahme gibt es auch noch, es geht aber langsam wieder los. Freuen wir uns auf eine tolle neue Saison mit hoffentlich vielen qualitativ hochwertigen Vorrunden, Perlen der Musikindustrie, einem wohl wieder irrsinnig komplizierten deutschen Vorentscheid und einem Marathon durch die Abgründe der litauischen Unterhaltungsmusik.