Sonntag, 4. Juli 2021

Polen: Musikervereinigung fordert polnische Produktion


Polen
- Die Związek Zawodowy Muzyków RP, die polnische Musikervereinigung, macht sich beim polnischen Fernsehen TVP dafür stark, dass im kommenden Jahr eine national produzierte Nummer zum Eurovision Song Contest fährt. Obwohl das polnische Fernsehen seine Teilnahme in Italien noch nicht offiziell gemacht hat, setzt sich die Organisation schon jetzt dafür ein, eine polnische Komposition zu bevorzugen und keine B-Ware aus Schweden oder anderen Nationen zum Wettbewerb zu schicken.

TVP-Senderchef Jacek Kurski antwortete der Vereinigung, dass die Regeln des Eurovision Song Contests keine Vorgaben enthalten, die eine nationale Produktion fordern. Gleichzeitig gab er der Vereinigung die Gelegenheit bis zu 15 Beiträge bis Ende des Jahres einzureichen. In diesem Jahr wurde von Seiten der Vereinigung kritisiert, dass das Auswahlverfahren des polnischen Senders für Rotterdam nicht transparent war und man nicht nachvollziehen konnte, wie genau es zur internen Auswahl von Rafał Brzozowski kam, ein ähnliches Problem bietet sich auch hierzulande.

Bezüglich 2022 machte der Sender TVP bisher keine offiziellen Angaben, eine Teilnahmebestätigung Polens für Italien im nächsten Jahr steht bislang noch aus. Anders als beim Junior Eurovision Song Contest ist die polnische Song Contest-Bilanz durchwachsen. Mit Ausnahme des Debüts im Jahr 1994 mit Edyta Gorniák konnte sich bisher kein weiterer polnischer Titel in den Top Five platzieren. Zuletzt schied Polen mit Rafał Brzozowski und "The ride" im Halbfinale von Rotterdam aus. 

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