Montag, 28. April 2014

Tag 1: Über den Dächern von Baku


Aserbaidschan - Acht Meter ist das Trapez hoch, auf dem die Turnerin bei der aserbaidschanischen Darbietung Akrobatik vom Feinsten bietet. Sie lenkt etwas von der Sängerin, Dilara Kazimova, ab, die heute noch in Alltagsbekleidung auf der Bühne stand und sich für ihren Titel warm sang. Zudem, so berichten die offiziellen Schreiber von Eurovision.tv musste extra für Aserbaidschan eine besondere Kameraeinstellung installiert werden, die im 360°-Winkel die Turnerin aus allen Blickwinkeln einfängt.
 
Für die Choreographie hat man sich bei Asa Engman, einer schwedischen Tänzerin Inspiration geholt. Allgemein lassen sich ja die kaukasischen Staaten gern aus Schweden helfen. Man geht wie immer auf Nummer Sicher und verlässt sich auf ein altes Erfolgsschema, das Aserbaidschan ohnehin problemlos ins Finale bringen dürfte. Wie genau sich dann die finale Version der Choreo gestalten wird, lässt sich noch nicht sagen, wir können aber wohl davon ausgehen, dass Dilara bei der Ballade nicht unbedingt schnelle Moves auffährt.
 
Später verriet Dilara, dass sie ihre Promotour durch Europa sehr genossen habe: "Malta war das letzte Land, mit lieben Menschen und großartigem Wetter." Allein dieser Satz lässt vermuten, dass die Insel im Mittelmeer wieder viele Stimmen für Aserbaidschan mobilisieren werden. Ansonsten gab es vom ewigen Top Ten-Kandidaten bisher nicht viel zu berichten. Man ist sich in Kopenhagen offenbar einig, dass sie wieder im Finale mitmischen wird, aber eine Platzierung ganz vorne hält man wohl für überzogen.
 
Und so wie es scheint, möchte sich Aserbaidschan nach den Vorwürfen aus dem Vorjahr insgesamt auch etwas bedeckter halten. Schön jedoch, dass möchte ich noch anmerken, finde ich das Hintergrundbild mit den Wolkenkratzern, was Rückschlüsse auf das Musikvideo von "Start a fire" ziehen lässt, wo sie auch über den Dächern von Baku herumwandert und ihre relativ lahme Ballade singt.

Hat sich schon mit den Tolmachevy-Zwillingen angefreundet: Dilara Kazimova
Auf der Bühne ist es dunkel.. schwarz und blau sind in diesem Jahr wohl die Farben