Montag, 26. Mai 2008

Obwohl er so nett lächelte...


Schweiz - ...schied Paolo Meneguzzi am Donnerstag kurz vor Mitternacht im Semifinale von Belgrad aus. "Es gibt Schlimmeres im Leben", so wird Paolo Meneguzzi vom SF zitiert. Nachdem klar war, dass der 31jährige Tessiner es nicht ins Finale geschafft hat, habe er zehn Minuten ins Leere gestarrt, "Mein Kopf war völlig leer".

Im Gegensatz zu seinem Vorgänger DJ Bobo, der es 2007 ebenfalls nicht ins Finale des Eurovision Song Contest schaffte, tauchte Paolo aber nicht für mehrere Tage ab, sondern fand sich mit der Schweizer Delegation in einem Belgrader Restaurant ein: "Wir haben ein bisschen gefeiert, um die Niederlage zu vergessen. Das hat gut getan."
Das Schweizer Fernsehen ist derzeit, ähnlich wie ARD und NDR, bemüht, den Song Contest 2008 zu analysieren und das weitere Vorgehen für den Song Contest 2009 zu planen.

Ein Mediensprecher des SF, Marco Meroni, sagte zur Teilnahme 2009: "Wir sind allgemein der Ansicht, das es schade wäre, auf die Teilnahme am grössten Gesangswettbewerb Europas zu verzichten. Wir wollen zuerst eine genaue Analyse machen. Wie hoch war die Einschaltquote? Wer hat für uns abgestimmt? (...) Eine Option ist, ob wir künftig in der Schweiz einen Publikums-Ausscheidung für den Eurosong machen werden."

Den letzten öffentlichen Vorentscheid in der Schweiz gab es 2004, als Piero Esteriore als Sieger hervorging und mit "Celebrate" nach Istanbul fuhr. Dort erzielte er im Semifinale nicht einen einzigen Punkt.

Paolo Meneguzzi sagte in verschiedenen Interviews, dass er jetzt nach vorne schauen werde. "Es war schließlich doch eine sehr wertvolle Erfahrung. Ich konnte hier tolle Kontakte, die wichtig sind für meine Karriere, knüpfen. Es hat wirklich etwas gebracht." - Wie die Karriere weitergeht? - "Vielleicht aber mehr in der Richtung wie bisher, also im italienischen Raum."

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