Montag, 7. Mai 2007

Finalproben Teil 2.


Russland - Ja ja, ich weiß - das russische Damentrio mit dem Namen Serebro (russisch für: Silber) gilt als Sieganwärter beim ESC 2007. Was die Grazien aus dem Osten jedoch nicht davon abhielt gründlich einige Töne zu versemmeln. Scheinbar gab es während der ersten drei Probedurchläufe auch Tonprobleme, was natürlich auch keine Rechtfertigung für derartige Patzer ist. Trotz des dynamischen Songs "Song Number One" stehen die Drei gelassen am wieder in Mode kommenden Standmikrofon und lassen die Kameraführer den Rest tun. Begleitet werden sie lediglich von zwei Backgroundsängerinnen und einem Gitarristen. Auf opulente Tanzeinlagen, wie man sie bei diesem Song eigentlich vermutet hätte, bleiben aus.

Deutschland - Roger Cicero, der ja heute Morgen stolz seinen neuen Hut und sein Outfit - jene Kleidungsstücke in weißer Farbe welche auf dem Bild von vorhin zu sehen sind - der Öffentlichkeit präsentiert hat, war als nächstes an der Reihe und überzeugte, im Gegensatz zu einigen die vor ihm dran waren durch Stimmsicherheit und profihafte Ausstrahlung. "Frauen regier'n die Welt" wird tatsächlich zum Ende hin auf Englisch gesungen, was von den Anwesenden vor Ort weniger als störend empfunden wurde als zunächst vermutet, jedoch bei den Delegationen anderer Länder für Verwunderung sorgte. Der Hintergrund, für den man sich noch nicht entgültig entscheiden konnte war in dunklen Farben, schwarz, blau und rot gehalten.

Ukraine - Der nächste Auftritt der Verka Serduchka sorgte bei der einen Hälfte für Empörung, Kopfschütteln und Nervenzusammenbrüchen, die andere Hälfte wippte freudig, begeistert mit. "Dancing lasha tumbai", textlich an Dämlichkeit kaum mehr zu überbieten war ein Blickfang extremen Ausmaßes. Andrej Danilko verkleidet als Kunstfigur Verka Serduchka trat zusammen mit einer Schar Tänzer im selben raumfahrttauglichen Outfit wie noch in der ukrainischen Vorentscheidung auf. Man glitzerte wie noch keine Delegation vorher und nutzte die Pressekonferenz ebenfalls um mächtig auf sich aufmerksam zu machen, was Verka scheinbar auch bestens gelang. Bei dieser Show sind die stimmlichen Qualitäten ja auch Nebensache.

Großbritannien - Nun... und was unsere lieben Freunde von der Insel aufboten ist wahrscheinlich der heißeste Kandidat auf den letzten Platz und null Punkten. Zunächst einmal stolperte die Truppe mit Namen Scooch verschlafen aussehend, ungestylt in Straßenkleidung auf die Bühne der Hartwall Areena und diskutierte mehrheitlich anstatt sich einer Bühnerperformance hinzugeben. "Flying the flag" wird optisch durch eine Sicherheitskontrolle (wahrscheinlich vom Flughafen Heathrow geklaut) untermalt und ist ansonsten nicht weiter erwähnenswert. Für das United Kingdom, einst eine große Musiknation beim ESC, tun sich immer größere Abgründe auf und man kann froh sein, wenn Scooch nicht ein ähnliches Schicksal ereilen wie anno 2003 dem Duo Jemini.

Berichte zu den Proben Rumäniens und Armeniens gibt es zu dieser Stunde leider noch nicht, die gibt's dann morgen nachgereicht :-)

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen