Montag, 29. April 2024

Eurovision 2024: Sicherheit, Politik und Französisch


Schweden
- In einem Interview hat Supervisor Martin Österdahl erklärt, dass man entschlossen gegen Hass beim Eurovision Song Contest auftreten wird und der Wettbewerb keinen Spielraum für Intoleranz und Propaganda zulassen wird. Aufgrund der zunehmenden Spannungen, sei es in Bezug auf die Ukraine oder der Teilnahme Israels in Malmö sei das Sicherheitsaufgebot so groß wie seit Jahren nicht mehr. Neben schwedischen Sicherheitskräften und Polizisten sind auch Einsatzkräfte aus Dänemark und Norwegen vor Ort.

Österdahl verteidigte zudem die Teilnahme Israels in Malmö dahingehend, dass der israelische Rundfunk KAN das exakte Gegenteil von dem darstelle, weshalb etwa die russischen Sender von der Eurovision ausgeschlossen wurden: "Die Desinformation, die über die Invasion in der Ukraine verbreitet wurde, hat uns am Ende überfordert. Doch während die russischen Sender der verlängerte Arm Putins und des Kremls sind, ist der israelische Sender KAN das genaue Gegenteil.", Regierungschef Benjamin Netanyahu habe versucht KAN zu schließen, die EBU setze sich hingegen für einen unabhängigen Rundfunk ein.

Zum Finale der Eurovision gilt es noch zu erwähnen, dass Scriptwriter Edward af Sillén bestätigt hat, dass die Jurypunkte im Finale am 11. Mai sowohl auf Englisch als auch auf Französisch verlesen werden. Traditionellerweise werden die Punkte in beiden Sprachen verlesen bzw. wiederholt, in Liverpool war dies 2023 allerdings nicht der Fall, lediglich wenn die Spokesperson sich dazu entschlossen hatte, die Punkte auf Französisch zu verkünden. Da man mit Traditionen eigentlich nicht brechen sollte, wurde Französisch für 2024 wieder fest in die Moderation von Petra Mede eingepflegt.