Donnerstag, 10. Juni 2021

Polen: Doda zeigt Interesse an Eurovision 2022


Polen
- In einem Instagram-Livestream äußerte die polnische Sängerin Doda ihr Interesse, ihr Land 2022 beim Eurovision Song Contest 2022 in Italien zu vertreten. Sie erklärte, sie wolle damit nicht zwangsläufig ihre Karriere pushen, sondern vielmehr aus Spaß an der Freude und ihrer Fans zu Liebe teilnehmen. Ihr Wunschszenario sieht vor, dass sie in einem nationalen Vorentscheid zwei Lieder zur Auswahl stellt und die Zuschauer anschließend entscheiden.

Doda knüpfte ihre mögliche Nominierung jedoch auch an eine Reihe von Bedingungen, u.a. möchte sie selbst über ihre Choreographie und das Staging entscheiden können und auch ihr eigenes Creative Team in die Darbietung einbringen: "Ich bin bereit viele, viele Kompromisse zu machen.", in diesem Fall wolle sie jedoch selbst über ihren Auftritt verfügen. Unterstützung erhält Doda in ihrem Bestreben von Maria Sadowska, einer Sängerin, die 2017 Teil der polnischen Vorentscheidungsjury war.

Doda wird von vielen Fans schon seit Jahren als Wunschkandidatin für den Eurovision Song Contest gefordert. Bekannt wurde sie in Polen als Leadsängerin der Gruppe Virgin. Nach deren Auflösung im Jahr 2007 verfolgte sie eine erfolgreiche Solo-Karriere und veröffentlichte zwei Alben, die beide mit Platin ausgezeichnet wurden. 2007 und 2009 erhielt sie zudem zwei MTV Europe Music Awards als Best Polish Artist. TVP, das polnische Fernsehen, hat seine Song Contest-Teilnahme 2022 bislang noch nicht bestätigt.

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Russland
- Ilya Prusikin, Leadsänger der russischen Band Little Big, erklärte im Interview, dass "Uno" ursprünglich gar nicht für den Eurovision Song Contest gedacht war, sondern vielmehr als Preview-Single zum neuen Album der Band in den Verkauf gehen sollte. Die Gruppe selbst war sehr überrascht, als sich der russische Sender Channel One für "Uno" und nicht für das ebenfalls eingereichte "Tacos" entschied. Nach der Absage von Rotterdam 2020 hielt des die Band zudem für angebracht, dass man einem anderen Interpreten die Gelegenheit geben sollte, Russland in Rotterdam zu vertreten, wenngleich man offenbar im November letzten Jahres Alternativen für eine mögliche Nominierung im Jahr 2021 vorbereitet hatte. Letztlich trat Manizha für Russland in Rotterdam auf.

Niederlande
- T-Mobile in den Niederlanden erklärte, dass man all diejenigen entschädigen und ihre entstanden Kosten rückerstatten werde, deren Televoting- bzw. SMS-Stimmen nicht in die Wertung des Eurovision Song Contests 2021 eingeflossen sind. In einem Statement heißt es, dass man die entstanden Kosten für entsprechende SMS auf der nächsten Abrechnung ausweisen werde. Zugleich entschuldigte sich T-Mobile für die Unannehmlichkeiten. Zahlreiche niederländische Song Contest-Zuschauer erklärten, ihre Stimmen seien nicht erfasst worden, eine Informationen, dass die Stimme aufgrund des bereits beendeten Votings nicht gezählt werden konnte, erfolgte teilweise erst Stunden später.

Österreich
- Vincent Bueno hat nach seiner Teilnahme am Eurovision Song Contest in Rotterdam eine zukünftige Teilnahme ausgeschlossen. In einem Interview sagte der 34jährige: "Das war meine letzte Teilnahme an einem Wettbewerb. Ich möchte in Zukunft nicht mehr bewertet werden." Vincent wurde 2020 vom ORF intern nominiert und hätte eigentlich mit "Alive" in Rotterdam auftreten sollen, ehe der Wettbewerb im letzten Jahr coronabedingt abgesagt wurde. 2021 wurde er erneut vom österreichischen Fernsehen gesetzt, schied jedoch mit "Amen" im Halbfinale aus. Bereits 2017 stand er als Backing von Nathan Trent beim Song Contest in Kiew auf der Bühne. 2016 bewarb er sich erfolglos mit "All we need is that love" beim österreichischen Vorentscheid und wurde Sechster.

Freitag, 4. Juni 2021

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Ukraine
- Go_A-Sängerin Kateryna Pavlenko wurde in dieser Woche mit dem "Woman of the Thrid Millenium"-Award ausgezeichnet. Ruslan Stefanchuk, Vizesprecher des Obersten Rates in der Ukraine, lobte den Einsatz der Sängerin und der Band Go_A beim Eurovision Song Contest, dass sie es geschafft haben, alt und jung gemeinsam vor dem Fernseher zusammenzubringen und "für die würdevolle Vertretung der Ukraine, für den Patriotismus und die Popularisierung der ukrainischen Kultur in der Welt". Mittlerweile gehört der ukrainische Beitrag "Shum" zu den größten viralen Erfolgen und stieg unterdessen in die globalen Billboard 200 Charts ein. Go_A belegten mit "Shum" in Rotterdam den fünften Platz im Finale.

Andorra
- Alle sechs bisherigen Vertreter Andorras beim Song Contest machen sich für eine Rückkehr des Landes stark. Auf Initiative von Susanne Georgi, die große Hoffnungen in den Dialog zwischen Regierung und dem Sender RTVA legt, haben sich auch die übrigen Interpreten geäußert, die zwischen 2004 und 2009 dabei waren. So heißt es u.a. von Gisela, die 2008 mit "Casanova" in Belgrad teilnahm: "Die Eurovision ist ein internationales Kultur-Event mit so vielen Künstlern, die etwas zu sagen haben. Für Andorra wäre diese Art der Werbung sehr wichtig." Auch von Marta Roure und Anonymous-Sänger Niki Francesca gibt es ähnlichen Zuspruch. Das andorranische Fernsehen RTVA hatte in einer ersten Stellungnahme am Sonntag nach dem Finale von Rotterdam erklärt, man plane weiterhin nicht teilzunehmen.

Schottland
- Die EBU hat die neuerlichen Teilnahmeabsichten schottischer Minister beim Eurovision Song Contest zurückgewiesen. Gegenüber der britischen Website Express.co.uk heißt es von einem Sprecher der Rundfunkunion: "Als Mitglied der European Broadcasting Union ist die BBC dafür verantwortlich, eine Bewerbung für den Eurovision Song Contest abzugeben, die das gesamte Vereinigte Königreich repräsentiert. Es gibt derzeit keinerlei Pläne dies zu ändern." Das UK wurde seit 1957 durch die BBC repräsentiert und es gibt in naher Zukunft keinerlei Absichten, die einzelnen Landesteile Wales, Schottland, England und Nordirland mit eigenen Beiträgen starten zu lassen. Der schottische Minister Alyn Smith setzt sich hingegen seit Jahren für einen eigenen schottischen Song Contest-Beitrag ein.

Spanien: RTVE will Eurovision ernst nehmen


Spanien
- In Zukunft soll der Eurovision Song Contest in Spanien wieder ernst genommen werden, heißt es aus Madrid. Der neue Senderchef von RTVE, José Manuel Pérez Tornero hat sich in einem seiner ersten Presse-Statements dafür ausgesprochen, dem Eurovision Song Contest in Spanien seinen alten Glanz zurückzugeben und versprach zugleich Neuerungen. Ob diese nun letztlich auch in personellen Umstrukturierungen umgesetzt werden, ist bisher jedoch offen. Insbesondere Unterhaltungschef Toñi Prieto scheint hierbei eine Rolle zu spielen.

"Wir werden die Eurovision sehr ernst nehmen. RTVE ist der einzige öffentliche Rundfunk in Spanien, der zur EBU gehört. Wir sind wirklich an diesem Wettbewerb und an jungen Menschen im europäischen Kontext interessiert.", erklärte der neue Generaldirektor von RTVE. Seit Jahren krebsen die spanischen Interpreten jenseits der 20er-Marke im Finale der Eurovision, zuletzt gelang Ruth Lorenzo im Jahr 2014 ein Sprung in die Top Ten. Insbesondere Unterhaltungschef Toñi Prieto wird hierbei von vielen spanischen Fans vorgeworfen, nicht den notwendigen Ernst und Sachverstand mitzubringen.

Inwiefern es beim spanischen Fernsehen eine Neuverteilung der Rollen geben wird ist unbekannt. Auch Delegationschefin Ana María Bordás, die diese Funktion zunächst nur temporär und später fix wahrnahm, könnte durch die neue Führung von RTVE ausgewechselt werden. Spanien ist seit 1960 Teil des Eurovision Song Contests, die beiden einzigen Siege des Landes fanden jedoch in den späten 60er Jahren mit Massiel und Salomé statt. Die letzte Top Fünf-Platzierung erreichte zuletzt Anabel Conde, 1995 in Dublin, damals noch unter reinem Juryvoting.

Mittwoch, 2. Juni 2021

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Aserbaidschan
- Offenbar hat der Eurovision Song Contest doch etwas Völkerverbindendes. Schon während der Proben in Rotterdam machte der Shipping-Name "Efentix" die Runde, was ich zunächst nur für einen PR-Fake gehalten habe. Nach einem offiziellen "socially-distanced"-Date in einem Restaurant in Rotterdam, spricht Samira Efendi nun in einem Interview mit Sputnik Azerbaijan darüber, dass sie noch heute in regem Kontakt mit dem norwegischen Interpreten Tix steht. Sie habe Tix bzw. Andreas Haukeland zu sich nach Baku eingeladen um ihm ihre Eltern vorzustellen, aufgrund geschlossener Grenzen ist dies derzeit jedoch nicht möglich. Sie wäre sogar bereit für ihn nach Norwegen zu ziehen. Wir dürfen daher weiter gespannt sein...

Deutschland
- Wieder einmal heißt es von der deutschen Delegationsleitung über das spärliche Abschneiden von Jendrik in Rotterdam: "Jede Erklärung wäre reine Spekulation. Fest steht, dass das gleiche Prozedere in der Schweiz ausgezeichnet läuft und aber keine guten Platzierungen bringt.", so Alexandra Wolfslast. Weiterhin wolle man den Vorentscheidungs- und Auswahlmodus kritisch hinterfragen und abwägen, was man in der Zukunft besser machen könne. Das Konzept aus Jury- und Panelvoting, das analog zum Schweizer Vorentscheid auch in Deutschland Anwendung findet, wurde 2018 eingeführt. Während Michael Schulte immerhin den vierten Platz belegte, platzierten sich die S!sters und Jendrik nur jenseits der Top 20.

Israel
- Wie bereits bekannt ist, wird der nächste israelische Song Contest-Vertreter aus der Castingshow X Factor stammen. Nunmehr gab das israelische Fernsehen weitere Juroren des Formats bekannt. Während Simon Cowell nicht mehr länger Teil der Jury ist, wurden Song Contest-Siegerin Netta Barzilai, Aviv Geffen, Margalit Tsanani, Ran Danker und Miri Mesika als Juroren benannt. X Factor wird nach der Absetzung im Jahr 2018 in Israel reaktiviert, die letzte Siegerin der Show war Eden Alene, die mit "Set me free" in Rotterdam dabei war. Seit 2015 wählte das israelische Fernsehen durch die eigene Talentshow "Hakochav haba" einen Vertreter für die Eurovision. Bedingt durch die Direktnominierung von Eden Alene wurde 2021 kein neuer Kandidat gewählt und das Konzept ausgesetzt.