Freitag, 9. März 2007

Das schreiben die Online-Gazetten


Deutschland - Hier ein paar Meinungen und Meldungen der Online-Gazetten zum deutschen Vorentscheid: 

Hamburger Abendblatt: Showdown beim Grand-Prix-Vorentscheid im Deutschen Schauspielhaus in Hamburg. Die Entscheidung fiel um 21.46 Uhr, als ARD-Moderator Thomas Hermanns (44) und die Kessler-Zwillinge Alice und Ellen (70) verkündeten: "The winner is - Roger Cicero!" (…) "Lordi, wir kommen. Ich bin überglücklich", sprudelte es aus dem Sieger heraus. "Ich dachte eigentlich, Monrose gewinnt." Kurios: Schon bei der Generalprobe, als die Kessler-Zwillinge für ihren finalen Auftritt übten, spielte Roger Cicero den Gewinner. Nur ein Zufall, aber ein gutes Omen… Verlierer Heinz Rudolf Kunze reagierte enttäuscht: "Bei den Proben hatte ich richtig sportlichen Ehrgeiz entwickelt. Ich wollte gewinnen. Schade." Am roten Teppich vor dem Schauspielhaus hatten sich am Abend Dutzende Fans versammelt, die auf ihre Stars warteten. Unter den Gästen im Studio war auch Susanne Fröhlich (44, "Moppel ich"): "Das Schönste am Grand Prix ist doch, dass man nicht politisch korrekt, sondern total parteiisch sein kann." Die Hamburger Sängerin Annett Louisan (27) kam als Fan: "Ich bin für Roger Cicero und drücke ihm ganz doll die Daumen." TV-Moderatorin Andrea Kiewel (41): "Guildo Horn hat in den ernsten Grand Prix wieder jugendlichen Leichtsinn gebracht. Das finde ich große Klasse." 

Bild.de: Kaum jemand kommt in Hut, Anzug, Hemd und Schlips so lässig rüber wie "Mr. Swing". Mit dem Lied "Frauen regier'n die Welt", einer Hymne an die Damenwelt, fegte er beim Vorentscheid zum Eurovision Song Contest Heinz Rudolf Kunze und sogar die Popstars-Band "Monrose" ultra-easy aus dem Rennen. Gut möglich, dass Cicero so cool und beswingt auch europaweit Punkte holt. Schließlich hätte mit seinem Mega-Erfolg beim Vorentscheid auch kaum einer gerechnet. Am wenigsten er selbst: "Ich bin überwältigt!" Und wer hätte im vergangenen Jahr ernsthaft geglaubt, dass sich die finnischen Schock-Rocker Lordi an die Grand-Prix-Spitze schrammeln? 

Focus.de: Entgegen eines vermeintlichen Trends setzte sich beim Vorentscheid zum Eurovision Song Contest der farblose Deutsch-Swinger Roger Cicero gegen Monrose und Heinz Rudolf Kunze durch. (...) Während des Votings nach Favoriten befragt, hielten sich diese Sofa-Experten dann aber doch bedeckt und lobten alle Teilnehmer gleich, vor allem für ihr Engagement. Lediglich Paola ließ sich entlocken, ihr Mann Kurt Felix würde, als Swingfan, wohl für Roger Cicero anrufen. Dass so viele Deutsche dem Spaßvogel außer Dienst folgen könnten, hatten die Mädchen von Monrose wohl nicht auf der Pfanne und mussten sich deshalb eng umschlungen trösten, als klar war, dass sie nicht nach Helsinki reisen werden.

Bravo: Enttäuschung für Bahar, Mandy und Senna: beim Deutschen Vorentscheid flogen sie raus... An mangelnder Wettbewerbserfahrung dürfte es nicht gelegen haben. Immerhin haben sich die drei Mädels von Monrose bei Popstars knallhart bis an die Spitze durchgekämpft! Jetzt wollten die Drei am 12. Mai für Deutschland beim Eurovision Song Contest in Helsinki ins Rennen gehen. (…) Was ist los? Ist Monrose plötzlich uncool? Oder ist der Grand Prix einfach nur zu alt? Eigentlich hätten drei sexy Girls die Swingnummer von Roger Cicero und einen unglamourösen Heinz Rudolf Kunze doch locker in die Tasche stecken müssen, oder? 

TV Spielfilm: GRAND PRIX VORENTSCHEID 2007 (ARD, Donnerstag, 20.15 Uhr) Der Dieter Bohlen in mir würde sagen: "Götz Alsmann hat mehr Swing in der Pomade als Roger Cicero in der Stimme." Aber der Sänger wirkte soooo authentisch gegenüber den gecasteten "Monrose"-Sängerinnen, die in einer Videoclip-gleichen Kulisse, mit einer Videoclip-gemäßen Choreographie auf der Bühne des Hamburger Schauspielhauses erschienen und eine gefällige, perfekt produzierte Popballade trällerten. Und wie ein knuddeliger Latinotyp im Anzug wie Roger Cicero neben einem Heinz Rudolf Kunze wirkt, braucht man nicht auszuführen. 

ProSieben.de: Seinen eigenen Erfolg konnte der Hamburger noch gar nicht fassen: "Ich bin total überwältigt und habe wirklich weiche Knie bekommen, als mein Name genannt wurde", sagte der 36-Jährige nach dem Wettbewerb. "Es ist einfach großartig!" Seinen Auftritt im internationalen Finale will er ähnlich gestalten wie beim Vorentscheid und ganz auf englische Passagen verzichten. "Deutscher Swing in Deutschland ist durchaus etwas Besonderes. Ich werde mein Bestes geben." Noch etwas ungewohnt posierten er und seine Musiker für die zahlreichen Fotografen und Kamerateams. Moderator Thomas Hermanns sah "viele Parallelen zum Vorjahr". Wieder habe es einen potenziellen Favoriten und einen "charmanten Underdog" gegeben. "Es gab Gewinner, es gab Tränen, es gab Drama - das ist Grand Prix", meinte der Comedian. Und Schauspieler Georg Uecker ergänzte in Anspielung auf das Markenzeichen der Cowboys und der Swingmusiker: "Ohne Hut geht scheinbar gar nichts mehr."

Ich find's jedes Jahr auf's Neue toll wie einige Käseblätter es verstehen, jeder noch so tollen Show nur Schlechtes zuzuschreiben. In diesem Sinne schöne Grüße an den Schreiberling der TV Spielfilm...

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