Sonntag, 24. Mai 2015

Eurovision 2015: Unregelmäßigkeiten werden besprochen

 
Mazedonien - Auf dem nächsten Treffen der Reference Group des Eurovision Song Contests im Juni soll das Thema Juryvoting aufgerollt werden. Grund hierfür ist die Abstimmung Montenegros und Mazedoniens im gestrigen Finale. Wie die EBU erklärt, wurde in beiden Ländern das Televotingergebnis zu 100% gewertet, da die unabhängigen Beobachter von PwC Unregelmäßigkeiten entdeckt hatten.

Montenegro vergab seine zwölf Punkte im Televoting an Serbien, zehn an Albanien, in Mazedonien war es genau andersherum. Weitere Auffälligkeiten sind zudem wieder einmal die Ergebnisse aus Armenien und Aserbaidschan. Die Juroren beider Länder setzten den Konkurrenzbeitrag konsequent auf den letzten Platz. Strahlende Sieger dieser Wertungen waren die Nachbarn aus Russland und Georgien.

Was im Falle Montenegros und Mazedoniens passiert, bleibt abzuwarten. Die Europäische Rundfunkunion kündigte nach dem Song Contest in Malmö 2013 strengere Kontrollen und Strafen bei Nichteinhalten der Regeln an, was u.a. auch zu mehrjährigen Sperren führen kann. Interessant ist zudem, dass die Platzierungen Aserbaidschans seit der transparenten Offenlegung aller Jurystimmen seither deutlich gesunken sind und Elnur Hüseynov es beispielsweise nur als Zehnter ins Finale schaffte.

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