Freitag, 29. März 2019

Road to Tel Aviv (06/41): Armenien


Armenien - Armenia - l'Armenie - Հայաստան

Faktencheck zur Lage der Nation:
Hauptstadt: Yerevan (Luftlinie nach Tel Aviv: 1.253km)
Einwohner: 3,0 Mio.
Fläche: 29.800km²
Sprachen: Armenisch

Trivia To Go: Rund ein Viertel der in Armenien geborenen Menschen lebt nicht in ihrem Geburtsland. Damit rangiert Armenien weltweit auf dem vierten Rang. Insbesondere in Westeuropa und den USA haben sich große armenische Gemeinschaften gebildet. Allein in und um Los Angeles gaben 167.000 Einwohner an, armenischstämmig zu sein.

Aus 64 Jahren Eurovision Song Contest:
Debüt: 2006 mit André
Teilnahmen insgesamt: 12
Im Ewigen Medaillenspiegel: Platz 39 (000)
Im letzten Jahr: 15. Platz im Semifinale mit Sevak Khanagian
Qualifikationen im Semifinale: 9 von 11
Größer Punktelieferant:  Russland (171)
Zuständiger Rundfunk: ArmTV

Die letzten drei Jahre: 2016 lieferte Armenien mit Iveta Mukuchian, die in Hamburg lebt und sich mit dem Zeigen der Flagge Bergkarabachs nicht nur Freunde gemacht hat, mit "Love wave" souverän ab und holte den siebten Platz in Stockholm. Nicht ganz so erfolgreich lief es für Artsvik, die mit "Fly with me" den ersten armenischen Beitrag lieferte, den ich mir noch heute gerne anhöre. Ein 18. Platz blieb für die inzwischen 34jährige. Dieses Ergebnis konnte Sevak im letzten Jahr nicht toppen. Er schied als zweiter armenischer Act nach Emmy im Halbfinale aus, das ohnehin schon als Todes-Semi bekannt war und dies, obwohl er der erste war, der sein Lied komplett auf Armenisch vortrug.

Was uns in Tel Aviv erwartet:
Interpret: Srbuk
Titel: Walking out
Gesungen auf: Englisch
Text & Musik: Lost Capital, Tokionine, Garik Papoyan
Teilnahme im…: 2. Semifinale am 16. Mai

Über den Künstler: Srbuhi Sargsian (Սրբուհի Սարգսյան) aka Srbuk wurde am 3. April 1994 in Yerevan geboren und studiert derzeit am staatlichen Konservatorium das Kanun, eine orientalische Zither. 2010 trat sie beim armenischen "X Factor"-Ableger an und belegte dort im Team von Garik Papoyan den zweiten Platz. Zwei Jahre später gründete sie die Gruppe Allusion, 2016 erschien "Yete karogh es", ihre erste Single als Solistin. Im letzten Jahr wurde sie Vierte bei "The Voice of Ukraine". Srbuk wurde intern vom armenischen Fernsehen für Tel Aviv nominiert, aus über 200 Einsendungen wählte eine Jury den Titel "Walking out" aus, der von ihrem ehemaligen Mentor Garik Papoyan komponiert wurde.

Eurofire’s Kommentar:
Bewertung: 3 von 10

Ach Armenien, ich würde deine Musik gerne so sehr mögen, wie es die Ergebnisse beim Eurovision Song Contest versprechen. Allerdings steht immer irgendetwas zwischen uns, so auch bei "Walking out". Es handelt es sich meiner Meinung nach um einen beliebigen Titel, der auch völlig unbemerkt im Radio laufen könnte und nicht weiter stört. Srbuk wird bestimmt eine gute Performance abliefern, musikalisch kommt mir das Lied aber zu flach und so würde mir die Nummer im Finale auch nicht fehlen. Vielleicht überraschst du mich ja nächstes Jahr wieder, Armenien.

Georgi’s Kommentar:
Schwiegermutti Geeo's Experten Bewertung: 7 von 10 Punkten

Ich mache jetzt Mal einen auf Fanbase und mecker auch Mal unbegründet rum. Mir fehlen ein bisschen die ethnischen Klänge :( "Walking Out" ist natürlich ein toller Song, aber ich bin halt eher der Ethno-Mensch und Armenien ist eines der wenigen Länder, die gerne auf ihre musikalische Geschichte zurückgreifen. Naja, wie bereits erwähnt, es ist eine 
solide Nummer.

Video:

Donnerstag, 28. März 2019

News-Splitter (737)



Ungarn - Das ungarische Fernsehen sucht Bilder von Vätern aus der ganzen Welt. Um die Botschaft des diesjährigen Titels "Az én apám" von Joci Pápai zu unterstreicehn, hat der Sender MTVA aufgerufen bis zum 31. März Fotos von Vätern per E-Mail an adal@mtva.hu zu senden. Die Bilder werden sehr wahrscheinlich während der Performance im Hintergrund des ungarischen Beitrags auf der LED-Wand zu sehen sein. Nähere Informationen gibt es hier (auf Ungarisch). Joci nimmt bereits zum zweiten Mal am Eurovision Song Contest teil, sein "Origo" landete 2016 auf dem zehnten Platz.

Israel - Wie die Nachrichtenseite Haaretz berichtet, haben sich vier Ministerien des israelischen Regierungsapparats auf die Finanzierung der Sicherheitsauslagen für den Eurovision Song Contest verständigt. So stellen die Ministerien für Tourismus, innere Sicherheit, Kommunikation und Finanzen jeweils 1,5 Millionen Schekel zur Verfügung. Falsch kann dies nicht sein, in den letzten Tagen gab es mehrere Raketenangriffe aus dem Gazastreifen auf Tel Aviv. Die fragile Sicherheitslage ist derzeit aber kein öffentliches Thema, dass zwischen der EBU und dem Sender KAN nach außen kommuniziert wird.

Portugal - Nach seiner "Music is not fireworks"-Ansprache hat Salvador Sobral viel Kritik auf sich gezogen, auch von anderen Song Contest-Teilnehmern. Nun, fast zwei Jahre nach seinem Sieg mit "Amar pelos dois" hat er seine damaligen Aussagen in einem Interview relativiert und dankt der Eurovision. "Ich bin tatsächlich sehr dankbar für das, was sie mir gebracht hat.", so Sobral im Interview mit blitz.pt. Über den diesjährigen Beitrag Portugals sagte er, dass er nicht unbedingt ein Fan von "Telemóveis" sei, der Song aber aus den Beiträgen heraussteche und ein zweiter Sieg Portugals seiner Meinung nach nicht unmöglich sei.

San Marino - In einem Interview hat Serhat unterdessen erklärt, dass sein diesjähriger Song Contest-Beitrag "Say na na na" innerhalb von fünf Minuten geschrieben wurde. Nach einem Anruf des sanmarinesischen Fernsehens SMRTV sei er auf den Straßen von Köln geschrieben worden. Sein Lied sei "eine Einladung, das Leben zu feiern. Er gibt jedem Hoffnung und Freude. Wir alle brauchen und verdienen das, besonders in diesen Zeiten." Wenige Minuten nach dem Anruf aus San Marino habe er dem Sender seinen Beitrag übermittelt. Mit "Say na na na" tritt Serhat im ersten Halbfinale am 14. Mai auf.

Eurovision 2019: Was wird Christer tun? (1)



Seit 2013 wird beim Eurovision Song Contest die Startreihenfolge nicht mehr ausgelost, sondern nur noch per Los bestimmt, welches Land in welchem Halbfinale startet und ob dort dann in der ersten oder zweiten Hälfte des Startfelds. Den Rest legt das ESC-Team fest – wohl vor allem der Contest Producer. Diese Funktion wird in diesem Jahr erneut von „Mr. Melodifestivalen“ Christer Björkman übernommen. 

Also fragen wir an dieser Stelle: Was würde Christer tun? Genauer: Wie würde Herr Björkman die Songs in den beiden Halbfinals in eine vernünftige Reihenfolge bringen, damit es eine gute Show ergibt? Gar nicht so leicht. Aber Matthias hat es mal probiert. Hier ist sein Versuch fürs erste Halbfinale (das zweite folgt morgen). 

Erste Hälfte:
Mal ganz davon abgesehen, dass das 1. Semifinale aus meiner Sicht das deutlich schwächere ist, hat die Auslosung auch noch ergeben, dass die erste Hälfte des 1. Semi ziemlich „ostlastig“ ist – mit den Nachbarländern Serbien/Montenegro plus Slowenien, mit Ungarn/Tschechien/Polen… Eine geographische Abwechslung lässt sich also schon mal nicht recht hinbekommen. 

Zudem haben wir mit „Az én apám“, „Fire of love“ und „Sebi“ drei eher ungewöhnliche Beiträge unter den neun zu verteilenden Songs. Will man das erste Halbfinale mit einem Knaller eröffnen, bleiben eigentlich nur Zypern und Finnland. Ich wähle Zypern – schon, weil wir für den ESC in Israel sind und Zypern voriges Jahr hinter Israel Zweite wurde.

Nach „Replay“ kann auf keinen Fall „Like it“ aus Weißrussland folgen, das wäre vom Stil her zu nah dran. Eigentlich muss jetzt etwas eher Ruhiges ran. Da würde sich „Kruna“ oder „Sebi“ eignen. Ich wähle „Kruna“ und hebe mir das ungewöhnlichere Lied für später auf. Und mache dann weiter mit „Friend of a friend“ aus Tschechien. Danach würde aber „Sebi“ auch nicht recht passen, finde ich. Nach dem eher modernen Popsong aus Prag passt „Az én apám“ besser. Also geht an Joci Pápai die Startnummer 4.

Jetzt wird’s wieder peppiger. „Like it“, „Look away“ oder notfalls noch “Heaven” aus Montenegro böten sich an. Ich entscheide mich für Zena aus Minsk. Danach geht es entspannter weiter mit „Sebi“ aus Slowenien. Nach diesem Lo-Fi-Indiepop dürfen die Zuschauer wieder Althergebrachtes genießen: „Heaven“. Anschließend wird es mit Tulia aus Polen wieder etwas ungewöhnlicher, ehe Darude und Sebastian Rejman in der Halle für Stimmung sorgen.

Zweite Hälfte:
Acht Songs (zumal sehr männerlastig) sind jetzt zu sortieren, und wir haben mit „Zero Gravity“, „Hatrið mun sigra“ und „Telemóveis“ drei sehr ungewöhnliche Beiträge in diesem Block. Die muss man gut verteilen, damit sie nicht zu nah nacheinander kommen. Nach „Look Away“ darf es erst mal wieder etwas entspannter werden. Dafür haben wir hier „Wake up“ aus Belgien im Angebot, aber auch „Telemóveis“. Portugal hat allerdings die weitaus ungewöhnlichere Nummer, und wir haben ja eben erst mit „Sebi“ und „Fire of love“ so manchen Zuschauer womöglich etwas überfordert. Also lieber erst mal das gefälligere Lied von Eliot. 

Jetzt dürfte nach mehreren englischen Liedern wieder etwas Fremdsprachiges kommen, aber da stehen in diesem Block neben Conan Osíris nur noch Hatari und Oto aus Georgien zur Wahl. Finde ich alles schwierig. Aber irgendwann müssen wir die ja bringen. Also ran an Hatari. 

Danach muss zwingend wieder ein mainstreamiges Lied folgen. Drei Sachen gäbe es: San Marino, Griechenland und Estland. Ich nehme Katerine Duska aus Griechenland, weil nach mehreren Männern es Zeit wird für eine Frau. Fünf Songs sind jetzt noch zu platzieren: die aus Australien, Estland, Georgien, Portugal und San Marino. Von diesen fünf würde ich gern Australien ganz ans Ende setzen. Bleiben vier für die Startnummern 13 bis 16. 

Nach Katerine setze ich Herrn Nemsadze. Danach passt „Say Na Na“ gut, um wieder etwas Stimmung zu machen und den Weg für Conan zu ebnen. Danach wird es mit dem schwedischen Esten Victor Crone wieder mainstreamig, ehe Kate mit ihrer Pop-Opera-Crossover-Nummer den Reigen in Semi 1 beendet.

Das wäre also mein Startfeld für das erste Semifinale. Würdet ihr es auch so sortieren?
01.  Zypern: Tamta - Replay
02.  Serbien: Nevena Božović - Kruna
03.  Tschechien: Lake Malawi - Friend of a Friend
04.  Ungarn: Joci Pápai - Az én apám
05.  Weißrussland: Zena - Like It
06.  Slowenien: Zala Kralj & Gašper Šantl - Sebi
07.  Montenegro: D-Mol - Heaven
08.  Polen: Tulia - Fire of Love (Pali się)
09.  Finnland: Darude feat. Sebastian Rejman - Look Away
10.  Belgien: Eliot - Wake Up
11.  Island: Hatari - Hatrið mun sigra
12.  Griechenland: Katerine Duska - Better Love
13.  Georgien: Oto Nemsadze -Sul tsin iare
14.  San Marino: Serhat - Say Na Na Na
15.  Portugal: Conan Osíris - Telemóveis
16.  Estland: Victor Crone - Storm
17.  Australien: Kate Miller-Heidke - Zero Gravity 

Road to Tel Aviv (05/43): Dänemark


Dänemark - Denmark - le Danemark - Danmark

Faktencheck zur Lage der Nation:
Hauptstadt: Kopenhagen (Luftlinie nach Tel Aviv: 3.142km)
Einwohner: 5,7 Mio.
Fläche: 42.921km²
Sprachen: Dänisch*
*Grönländisch auf Grönland, Färöisch auf Färöer

Trivia To Go: Billund ist bekannt für Legos. Über 20 Milliarden Legosteine werden hier jedes Jahr hergestellt, von großen Sets wie dem Hogwarts-Schloss bis hin zu Kleinstteilen. Angeschlossen ist dort auch der gleichnamige Vergnügungspark. Weitere Lego-Standorte befinden sich im ungarischen Nyíregyháza sowie in den USA und China.

Aus 64 Jahren Eurovision Song Contest:
Debüt: 1957 mit Birthe Wilke & Gustav Winckler
Teilnahmen insgesamt: 47
Im Ewigen Medaillenspiegel: Platz 8 (313)
Im letzten Jahr: 9. Platz mit Rasmussen
Qualifikationen im Semifinale: 10 von 14
Größer Punktelieferant:  Schweden (288)
Zuständiger Rundfunk: DR

Die letzten drei Jahre: Vor drei Jahren erreichte Dänemark zum zweiten Mal in Folge nicht das Finale der Eurovision. Grund hierfür war die anhaltende Nominierung von Boygroups, in diesem Fall Lighthouse X, die mit ihrem "Soldiers of love" baden gingen. Ein Jahr später schickte man mit Anja Nissen eine Sängerin, die in Australien schon Fuß gefasst hatte und mit "Where I am" die Klassik zur Eurovision zurückbrachte, jedoch auch nur mit dem Wohlwollen der Jury ins Finale kam. 2018 räumte die Wikinger-Performance von Rasmussen mit "Higher ground" in Lissabon dann insbesondere beim Televoting ab, Platz neun war das solide Ergebnis.

Was uns in Tel Aviv erwartet:
Interpret: Leonora
Titel: Love is forever
Gesungen auf: Englisch, Französisch*
Text & Musik: Lise Cabble, Melanie Wehbe, Emil Rosendal Lei
Teilnahme im…: 2. Semifinale am 16. Mai
*mit Zeilen auf Dänisch und Deutsch

Über den Künstler: Leonora Colmor Jepsen wurde am 3. Oktober 1998 in Hellerup, unweit von Kopenhagen, geboren. Schon früh kam sie zur Musik und komponierte eigene Songs, die sie im kleinen Kreise in Cafés und bei Schulkonzerten vorstellte. Daneben verfolgte sie über mehrere Jahre hinweg eine erfolgreiche Eislaufkarriere, 2016 trat sie sie für Dänemark bei den ISU-Juniorenweltmeisterschaft an und gewann gemeinsam mit ihrem Bruder Linus Gold bei den dänischen Eislaufmeisterschaften 2016. Mittlerweile ist sie nicht mehr aktiv sondern als Choreographin und Trainerin beschäftigt. Mit "Love is forever", den sie auf Englisch, Französisch und teilweise Dänisch und Deutsch singt, gewann sie den Dansk Melodi Grand Prix im Superfinale mit 42% vor dem Duo Julie & Nina sowie der X Factor-Teilnehmerin Sigmund Trondheim.

Eurofire’s Kommentar:
Bewertung: 0 von 10

Sorry not sorry, liebes Dänemark. Das war aus meiner persönlichen Sicht ein Griff in die unterste Schublade. Vielleicht mag die Sängerin ein "Cinnamon Bun" sein und so erfreulich es auch ist, nach zig Jahren mal wieder eine Zeile auf Dänisch zu hören, aber dieses Lied mit der unausstehlichen Zuckerglasur toucht mich rein gar nicht. Da wäre mir die Alternative aus Grönland viel lieber gewesen. Da Dänemark aber schon mit ganz anderen Sachen ein Finale erreicht hat, fürchte ich, dass in der Konsequenz der Einzug in die Endrunde gelingen wird.

Georgi’s Kommentar:
Schwiegermutti Geeo's Experten Bewertung: 0 von 10

**Disclaimer: Eigentlich hasse ich Trashmark beim ESC, aber 2017 und 2018 fand ich die Lieder pretty decent. Da ich die Musik von Marit Larsen UND Marit Larsen UND Marit-Larsen-ähnliches Gesabbel komplett verabscheue gibt es jetzt eine Review meines Favoriten vom Dansk MGP "Anywhere" von Simone Emelie: Wolfgang Amadeus Mozart hat einmal gesagt: "Der Bass muss f*cken!!" Leider macht das "Anywhere" nur in den letzten 30 Sekunden :( Ich wünschte, dass der Dance-Beat viel früher eintreten würde, aber trotzdem bleibt "Anywhere" einer der besseren Songs in diesem Vorentscheid.

Video:

Mittwoch, 27. März 2019

Road to Tel Aviv (04/41): Rumänien


Rumänien - Romania - la Roumanie - România

Faktencheck zur Lage der Nation:
Hauptstadt: Bukarest (Luftlinie nach Tel Aviv: 1.567km)
Einwohner: 19,6 Mio.
Fläche: 238.391km²
Sprachen: Rumänisch

Trivia To Go: Das Casino der rumänischen Hafenstadt Constanța war einst das Aushängeschild der Stadt, idyllisch am Elisabeta Boulevard am Schwarzen Meer gelegen, zog es bis zum zweiten Weltkrieg vor allem ausländische Gäste an. Zu kommunistischer Zeit war es ein Kulturforum, ehe es in den 90er Jahren geschlossen wurde und seitdem verfällt.

Aus 64 Jahren Eurovision Song Contest:
Debüt: 1994 mit Dan Bittman*
Teilnahmen insgesamt: 19
Im Ewigen Medaillenspiegel: Platz 35 (002)
Im letzten Jahr: 11. Platz im Semifinale mit The Humans
Qualifikationen im Semifinale: 11 von 12
Größer Punktelieferant:  Moldawien (233)
Zuständiger Rundfunk: TVR
*1993 schied Rumänien in der Vorqualifikation mit Dida Drăgan aus

Die letzten drei Jahre: 2017 kehrte Rumänien nach einmaligem Versäumen zum Eurovision Song Contest zurück, zuvor hatte man seine Rechnungen bei der EBU nicht bezahlt. Dies führte dazu, dass Ovidiu Anton unmittelbar vor Beginn der Proben in Stockholm von der EBU disqualifiziert wurde um ein Exempel zu statuieren. In Stockholm versetzten Ilinca und Alex Florea die Gemeinde mit ihrem "Yodel it" in Ekstase bzw. beklemmtes Schweigen, Platz sieben stand am Ende zu Buche. Im letzten Jahr schließlich gab Rumänien seine 100%ige Qualifikationsquote ab, "Goodbye" von den Humans scheiterte mit vier Punkten an den Top Ten im Halbfinale.

Was uns in Tel Aviv erwartet:
Interpret: Ester Peony
Titel: On a Sunday
Gesungen auf: Englisch
Text & Musik: Alexandra Crețu, Alexandru Șerbu, Ioana Victoria Badea
Teilnahme im…: 2. Semifinale am 16. Mai

Über den Künstler: Alexandra Crețu alias Ester Peony wurde 1994 in Bukarest geboren, wuchs allerdings zunächst in Montreal auf, später kehrte sie nach Rumänien zurück und genoss eine klassische Gesangsausbildung. 2014 erschien mit "Cuminte de Crăciun" ihre erste Single. Ein Jahr später begann sie bei Youtube Coversongs hochzuladen, ihre erste LP "Dig it" erschien 2018. Bei der Selecția Națională löste ihr Sieg gemischte Gefühle aus, erhielt sie von den Zuschauern nur drei Punkte und sicherte sich durch den Alleingang der Juroren das Ticket für den Eurovision Song Contest in Tel Aviv. Gerüchte, die Jury wollte die, aufgrund ihrer Aussagen kritisierte, Laura Betan verhindern, konnten nicht vollständig ausgeräumt werden.

Eurofire’s Kommentar:
Bewertung: 2 von 10

Bisher fehlt mir noch der Draht zum rumänischen Song Contest-Titel. Die Show ist ganz nett gemacht, aber so richtig aus sich raus kommt "On a Sunday" nicht, das ist wirklich ein Lied, dass meinem Sonntags-Mood entspricht, wo ich mich kaum vom Sofa schälen möchte. Ich denke, dass es Rumänien auch in diesem Jahr wieder schwer haben könnte, sich für das Finale zu qualifizieren. Schade wäre es meiner Meinung nach nicht, es gab bessere Alternativen im Vorentscheid.

Georgi’s Kommentar:
Schwiegermutti Geeo's Experten Ranking: 3 von 10

Gays lieben Juries wie man am Ergebnis von RuPaul's Drag Race All Stars 3 und dem rumänischen Vorentscheid 2019 sieht. Für mich tut der Song literally nichts, aber leider wird sich das Schweden des Ostens wieder für das Finale qualifizieren.

Video: