Freitag, 23. Mai 2025

Deutschland: "Baller" steigt auf die #3 der Singlecharts


Deutschland
- Vor einer Woche fand das Finale des Eurovision Song Contests in Basel statt, seither wurde wieder viel über Politik und weniger über die Beiträge selbst gesprochen. Dennoch hat der Wettbewerb auch in diesem Jahr wieder viel Aufmerksamkeit und Interesse generiert, diverse Songs des Jahrgangs tauchen nunmehr auch in den europäischen Charts auf. So steigt der deutsche Beitrag in der heute veröffentlichten offiziellen Hitliste in Deutschland von der #77 auf die #3 und damit auf seine bisherige Bestmarke.

In der von GfK Entertainment erstellten Liste erreichen Abor & Tynna mit "Baller" die höchste Chartplatzierung eines deutschen Song Contest-Beitrags seit "You let me walk alone" von Michael Schulte aus dem Jahr 2018. Daneben tauchen auch "Wasted love" von JJ aus Österreich, Tommy Cash aus Estland auf der #12, KAJ mit "Bara bada bastu" auf der #27, "Lighter" von Kyle Alessandro auf der #68 und Lucio Corsi mit "Volevo essere un duro" auf der #85 auf. Dies stellt die beste Ausbeute von Song Contest-Beiträgen in den deutschen Charts seit fünf Jahren dar.

Auch in Österreich tauchen eben jene Songs in den Ö3 Top 40 auf. "Wasted love" steigt dort an die Spitze der Charts, "Baller" platziert sich neu auf der #3. Des weiteren sind auch hier Tommy Cash (#5), KAJ (#7), Lucio Corsi (#17), Kyle Alessandro (#18), Zoë Më (#37), Væb (#40), Yuval Raphael (#44), Erika Vikman (#48), Louane (#61) und Claude (#63) in den österreichischen Singlecharts vertreten. Im Vereinigten Königreich stieg zudem deren Damentrio Remember Monday auf die #31 ein, "Baller" landet in den UK Charts auf der #34, "Espresso Macchiato" auf der #40.

News-Splitter (1130)


Dänemark
- Und neben San Marino springt auch Dänemark auf die Liste der potentiellen Teilnehmerländer des Eurovision Song Contests 2026. Der zuständige Sender DR erklärte heute, dass der Dansk Melodi Grand Prix, sprich der nationale Vorentscheid für den Eurovision Song Contest am 14. Februar 2026 in Frederikshavn stattfinden wird. In der dortigen Arena Nord wird im kommenden Jahr der Vertreter Dänemarks ermittelt. Details zum eigentlichen Auswahlverfahren liegen aktuell jedoch noch nicht vor. In diesem Jahr wurde Dänemark von Sissal und "Hallucination" vertreten, Dänemark gelang damit erstmals seit 2019 wieder der Sprung ins Finale.

Europa
- ESC-Direktor Martin Green hat sich in einem offenen Brief an die Song Contest-Gemeinschaft gewendet und neben einem Glückwunsch an JJ und den ORF bekräftigt, dass alle Televotingergebnisse rechtmäßig sind. Diese wurden von über 60 Personen beim Votingpartner Once in Köln sowie in Wien und Amsterdam im Acht-Augen-Prinzip überprüft und verifiziert. Die Reference Group des Wettbewerbs werde bei ihrer nächsten Sitzung über die Abstimmung debattieren und u.a. auch das Thema Außenwerbung auf die Agenda setzen. Ebenso soll darüber gesprochen werden, ob das Wertungssystem angepasst werden soll. Dabei geht es u.a. um die Frage, ob 20 Stimmen pro Zahlungsmethode zu viele sind oder nicht.

Estland
- Der Eurovision Song Contest war für das estnische Fernsehen ERR ein voller Erfolg. Nahezu die Hälfte aller Esten hat das Finale des Wettbewerbs in Basel verfolgt. Rund 567.000 Esten sahen mindestens eine Viertelstunde der drei Shows bei ETV, ETV2 oder ETV+. Mit durchschnittlich 215.000 Zuschauern war das Finale die meistgesehene Show der Woche. ERR berichtet zudem, dass das Interesse am russischsprachigen Kommentar, der via ETV+ angeboten wurde, auf wachsendes Interesse gestoßen ist. Estland wurde in diesem Jahr von Tommy Cash mit "Espresso Macchiato" vertreten. Der Song erreichte mit 356 Punkten den dritten Platz und damit die erste Top Drei-Platzierung Estlands seit Sahlene im Jahr 2002.

San Marino: Teilnahme auch für 2026 bestätigt


San Marino
- Nach der erfolgten Finalqualifikation von Gabry Ponte beim Eurovision Song Contest 2025 hat der Sender SMRTV nunmehr auch seine Teilnahme am Song Contest im kommenden Jahr bestätigt. In einer Pressemitteilung bestätigte Tourismusminister Federico Pedini Amati nun auch, dass die kleine Republik im kommenden Jahr in Österreich wieder mit einem Act vertreten sein wird. Man habe das Finale in Basel mit Spannung und großem Stolz verfolgt und betonte, dass man sich allein schon über die Finalqualifikation gefreut habe.

"Ich möchte Gabry Ponte aufrichtig dafür danken, dass er dem Namen San Marino so viel Ansehen verschafft hat, dem Generaldirektor von San Marino RTV, Roberto Sergio und seiner gesamten Redaktion für ihre außergewöhnliche Professionalität und Hingabe, dem Team von Gabry Ponte für die tadellose Unterstützung und all jenen, die in unterschiedlicher Funktion dazu beigetragen haben, dieses außergewöhnliche Abenteuer zu ermöglichen.", so der Minister. Die Regierung werde weiterhin die Teilnahme ermöglichen.

Gabry Ponte qualifizierte sich als vierter Act aus San Marino überhaupt für ein Finale des Song Contests. Zudem ist er der erste Künstler, der für das Land antritt und sich im ersten Anlauf qualifizieren konnte. Seine drei Vorgänger Valentina Monetta, Serhat und Senhit konnten sich jeweils erst bei ihrer zweiten bzw. dritten Teilnahme für die Endrunde qualifizieren. Da Gabry Ponte mit "Tutta l'Italia" im Finale von Basel den letzten Platz belegte, verbleibt das bisher beste Resultat bei Serhat mit "Say na na na" und Platz 19. 

Mittwoch, 21. Mai 2025

Österreich: Wiener Stadthalle möchte Song Contest holen


Österreich
- Unabhängig davon wann und wo der Eurovision Song Contest im kommenden Jahr stattfinden wird, die erste Halle scheint für den Wettbewerb bereits vorbereitet zu sein. Wie österreichische Medien berichten, scheint die Wiener Stadthalle, in der bereits 2015 der Song Contest stattfand, großes Interesse an der erneuten Austragung im kommenden Jahr zu haben. Neben Wien haben allerdings auch Innsbruck, Linz und Wels sowie Oberwart ihre Bewerbungsabsichten bekundet.

"Die Wiener Stadthalle ist nach wie vor eine der führenden Veranstaltungslocations Europas und wir sind selbstverständlich bereit, den Eurovision Song Contest 2026 auf höchstem technischen Niveau auszutragen.", heißt es in einem Kommentar der Kommunikationsabteilung der Wiener Stadthalle. Zuvor hatte bereits der Wiener Bürgermeister Michael Ludwig erklärt, dass Wien internationale Großereignisse stemmen könne und man seine Bereitschaft hierfür bereits vor zehn Jahren unter Beweis gestellt hat.

Die Wiener Stadthalle punktet zudem durch die verkehrsgünstige Anbindung in der Stadt, auch Song Contest-Sieger JJ äußerte seinen Zuspruch dafür, da sein Freund um die Ecke wohnt. Die Halle fasst maximal 16.000 Plätze, beim Eurovision Song Contest 2015 bot sie abzüglich aller Aufbauten wie der Bühne und dem Greenroom bis zu 13.500 Menschen Platz. Welche Kriterien ORF und EBU in Worte fassen um den Wettbewerb 2026 auszurichten ist derzeit noch nicht bekannt.

Dienstag, 20. Mai 2025

News-Splitter (1129)


Schweiz
- Der Eurovision Song Contest hat beim Schweizer Fernsehen für Rekordquoten gesorgt. Wie der SRF meldet, haben bis zu 880.000 Zuschauer die Finalshow bei SRF 1 am Samstag verfolgt, was einem Marktanteil von 57,5% entspricht. Damit wurden selbst die Zuschauerzahlen aus dem Vorjahr übertroffen, als Nemo den dritten Sieg für die Schweiz holte. Hinzu kommen 411.000 Zuschauer, die sich das erste Halbfinale angesehen haben und 458.000 Zuschauer im zweiten Halbfinale. Nicht inkludiert sind die Einschaltquoten der italienisch- und französischsprachigen Schweiz. Für die Schweiz trat in diesem Jahr Zoë Më mit "Voyage" an, die am Ende den zehnten Platz belegte.

Irland
- Auch das irische Fernsehen RTÉ hat von der Europäischen Rundfunkunion eine Aufschlüsselung der Televotingzahlen angefordert. Gegenüber dem Irish Independent erklärte ein Sprecher: "RTÉ hat die EBU und ihren Abstimmungspartner Once um eine Aufschlüsselung der Abstimmungszahlen gebeten. RTÉ freut sich darauf, an den Diskussionen und der Überprüfung teilzunehmen." Damit ist das irische Fernsehen bereits die siebte Rundfunkanstalt, die sich an der breiten Diskussion rund um den diesjährigen Wettbewerb beteiligen wird. Ähnliche Anfragen gingen bei der EBU bereits u.a. aus Belgien, Spanien, Island und Finnland ein.

Österreich
- Die erste Stadt in Österreich, die offen erklärt hat, keine Bewerbung um die Ausrichtung für den Eurovision Song Contest einzureichen ist Salzburg. Bürgermeister Bernhard Auinger erklärte bereits am Sonntagmittag, dass seine Stadt nicht die Kapazitäten hat, um den Wettbewerb pflichtbewusst auszutragen. "Salzburg ist Mozartstadt, Salzburg ist die Stadt der Musik. Aber im zweiten Blick muss man fairerweise sagen: Ich glaube, dass wir weder die räumlichen noch die technischen Kapazitäten haben.", heißt es aus dem Salzburger Rathaus. Die einzig mögliche Option, die Salzburgarena für das Event freizuhalten sei de facto unmöglich hieß es in einer Mitteilung an das ORF-Landesstudio.