Donnerstag, 22. November 2018

Kasachstan: Jon Ola Sand erwägt Diskussionen



Kasachstan - Ein kleiner Satz, mit möglicherweise großer Tragweite fiel heute im Rahmen der Proben für den Junior Eurovision Song Contest, der am Wochenende in der weißrussischen Hauptstadt Minsk stattfindet. Dort hat EBU-Supervisor Jon Ola Sand eher beiläufig auf einer Online-Pressekonferenz über die Möglichkeit gesprochen, Gespräche über eine kasachische Teilnahme am adulten Song Contest zu führen.

"Wir sollten darüber sprechen, ob wir unser assoziiertes Mitglied Kasachstan in der Zukunft auch am Eurovision Song Contest teilnehmen lassen. Dies ist jedoch Teil der breiteren Diskussion in der EBU und ich hoffe, dass wir uns zu diesem Thema später noch einmal dazu melden können.", wird Jon Ola Sand auf ESCxtra.com zitiert. Vor wenigen Monaten hieß es bei der EBU noch, dass man keine Pläne habe, Kasachstan einzuladen.

Nachdem die 12jährige Daneliya Tuleshova mit "Ózińe sen" als erste Vertreterin bestimmt wurde, ist Kasachstan erstmals bei einer Eurovisionsveranstaltung gemeldet. Dass der Junior Eurovision Song Contest immer wieder als Testgelände für den eigentlichen Eurovision Song Contest ist, haben in den letzten Jahren auch Änderungen im Wertungssystem gezeigt, sodass es nur eine Zeitfrage ist, bis es auch beim Erwachsenen-Wettbewerb "Astana calling" heißt.

Mittwoch, 21. November 2018

Österreich: Künstlerbekanntgabe im Dezember



Österreich - Wie wird bereits berichtet haben, geht ORF-Unterhaltungschef Edgar Böhm zum Jahresende in Pension und den damit wohl verdienten Ruhestand. Wie die Kleine Zeitung meldet, hat sich der routinierte Unterhaltungschef beim österreichischen Fernsehen für das kommende Jahr schon genau überlegt, auf welche Art und Weise hinter verschlossenen Türen nach einem Eurovisionsvertreter gesucht wird.

VE-Moderatorin Mirjam
Weichselbraun und Edgar Böhm
Demnach wurde Ö3-Produzent Eberhard Forcher wieder auf die Suche geschickt, einen talentierten Interpreten für den Eurovision Song Contest in Tel Aviv zu finden. Forcher hatte bereits Cesár Sampson für Lissabon verpflichten können. Hier ging die Rechnung genau auf, Cesár gewann das Juryvoting im Finale und kam schlussendlich auf den dritten Platz. Wer Österreich im kommenden Jahr vertreten wird, soll anscheinend noch im Dezember bekannt gegeben werden.

Die Entscheidung "dürfte auf eine hoch spannende Ballade oder eine dynamische Popduo-Nummer hinauslaufen.", heißt es im Bericht der Kleinen Zeitung. Der Nachfolger von Edgar Böhm tritt jedenfalls ein schweres Erbe an, hatte Böhm doch u.a. auch Formate wie Starmania oder "Dancing Stars" in Österreich etabliert. Zusätzlich muss der neue ORF-Unterhaltungschef mit deutlich weniger öffentlichen Geldern hausieren als sein Vorgänger.

Kroatien: Dora findet im Februar 2019 statt



Kroatien - Nach achtjähriger Pause gibt die Dora, der kroatische Vorentscheid für den Eurovision Song Contest, ihr Comeback. Der Vertreter des Landes wird 2019 durch eine dreiteilige Show gewählt, in der zunächst Klassiker aus früheren Zeiten gesungen und am dritten Abend über den Beitrag für Tel Aviv entschieden wird. Damit wird erstmals seit 2011 wieder eine offene Abstimmung stattfinden.

Der Sender HRT hat mittlerweile auch das komplette Regelwerk für den Vorentscheid veröffentlicht. Bislang war nur bekannt, dass 16 Beiträge und zwei Reservekandidaten selektiert werden und als sprachliche Vorgaben nur Bewerbungen in kroatischer, englischer, italienischer und französischer Sprache akzeptiert werden. Ausgewählt werden die Beiträge durch eine Jury aus Musikexperten, ehemaligen Eurovisionsteilnehmern sowie Vertretern der kroatischen Musikunion HGU und der Komponistenvereinigung HDS.

Die Beiträge und Bewerber, die es tatsächlich zur Dora schaffen, werden am 31. Januar, drei Wochen nach dem Einsendeschluss bekannt gegeben. Die Dora selbst soll Anfang Februar stattfinden, genaue Termine hat HRT noch nicht publiziert. Dies hängt sehr wahrscheinlich auch davon ab, ob der Deal mit der Stadt Opatija an der Kvarner Bucht zustande kommt. Bisherige Gespräche seinen durchweg positiv verlaufen, sodass man davon ausgehen kann, dass der Vorentscheid von Zagreb zurück nach Opatija zieht.

Dienstag, 20. November 2018

Israel: "Hakochav haba" kehrt ab Samstag zurück



Israel - Ich hatte diese Meldung bereits vor ein paar Tagen irgendwo gesehen, sie dann aber wieder vergessen und bis jetzt nicht in unseren Kurznachrichten erwähnt. Daher folgt nun die ausführliche Bekanntmachung, dass im Gastgeberland Israel ab Samstag, den 24. November wieder das große Casting für den Eurovision Song Contest beginnt. Gesucht wird in der fünften Staffel von "Hakochav haba" der Lokalmatador für Tel Aviv.

Am grundsätzlichen Konzept von "Hakochav haba" ("Rising Star") hat sich nichts geändert, abgesehen davon, dass Shiri Maimon nun ebenfalls Teil der Jury ist. Weiterhin wirken hier Static & Ben-El Tavori, Keren Peles, Harel Ska'at und Assaf Amdursky mit. Über mehrere Votings und K.o.-Duelle qualifizieren sich Woche für Woche Kandidaten bis zur Finalshow. Dort gibt es die gravierendste Änderung im Konzept der Show.

Erstmals seit Beginn der Show im Jahr 2015 werden die Finalisten ihre potentiellen Lieder für den Eurovision Song Contest noch in der Show singen. In der Vergangenheit wurde zunächst nur der Interpret gekürt und zu einem späteren Zeitpunkt das Lied öffentlich vorgestellt. Mit dem Auftakt am Samstag finden die ersten Auditions statt, 2017/18 schaffen es knapp 70 Bewerber in die nächste Runde, eine davon war die spätere Song Contest-Siegerin Netta Barzilai.

Italien: 69ª San Remo Festival dient als Vorentscheid



Italien - Einen erfolgreichen Vorentscheid für den Eurovision Song Contest sollte man, solange gute Platzierungen dabei herauskommen, nicht verändern. Genau nach diesem Kurs verfährt auch das italienische Fernsehen RAI und hat nun angekündigt, was eigentlich schon längst ungeschriebene Tatsache war. Das San Remo-Festival im Februar 2019 wird wieder zu Kandidatensuche für die Eurovision dienen.

Grüße aus der Blumenstadt
San Remo in Ligurien
Der Sieger des prestigeträchtigen Festivals, welches vom 5. bis 9. Februar an der ligurischen Küste im Teatro Ariston stattfindet, erhält von der RAI wieder einmal die Garantie, bei Interesse für Italien zum Eurovision Song Contest nach Tel Aviv zu fahren. Sollte der Gewinner aus etwaigen Gründen absagen und verneinen, behält sich die RAI vor, selbst nach einem Vertreter aus den Reihen des Festivals zu suchen.

Insgesamt nehmen 24 Artisten am San Remo-Festival teil. Zwei von ihnen qualifizieren sich zunächst durch den Nachwuchswettbewerb im Dezember für die finalen Galasendungen im Februar. Italien hat in diesem Jahr mit Ermal Meta & Fabrizio Moro den fünften Platz im Finale von Lissabon belegt und seit seinem Comeback 2011 in Düsseldorf sechs Top Ten-Platzierungen erreicht.