Freitag, 19. August 2016

News-Splitter (520)



Ukraine - Die ukrainische Nachrichtenagentur Interfax meldet, dass die Europäische Rundfunkunion grünes Licht für alle drei Bewerberstädte gegeben hat, die sich für die Ausrichtung im kommenden Jahr beworben haben. Mit dabei sind neben der Hauptstadt Kiew auch noch Odessa und Dnipro. Nach Angaben des ukrainischen Kulturministers habe sich die EBU-Delegation, die die drei Städte besichtigt hat, positiv über jede einzelne geäußert. Wohin die Reise geht, soll sich nun am 24. August entscheiden.

Denis Čabrić
Bosnien-Herzegowina - Denis Čabrić, ein Bandmitglied der Grupa Regina, die Bosnien-Herzegowina 2009 beim Eurovision Song Contest in Moskau vertreten hat, ist tot. Čabrić wurde 1967 in Sarajevo geboren und war seit ihrer Gründung im Jahr 1989 Mitglied der Band. Gemeinsam mit seinen Kollegen stieg die Band zu den bekanntesten Musikern auf dem Balkan auf und erhielt schließlich 2009 das Ticket des bosnischen Fernsehens BHRT, das Land bei der Eurovision zu vertreten. Mit "Bistra voda" wurde Bosnien damals Neunter.

Kroatien - Nach lokalen Medienberichten, hat das kroatische Fernsehen HRT nach der Übertragung der Fußball-EM und der Olympischen Spiele wieder einmal knappe Kassen. Unter anderem leidet darunter das Castingshowformat "The Voice", mit dessen Hilfe die diesjährige Kandidatin Nina Kraljić für Stockholm nominiert wurde. Das Format werde im kommenden Jahr nicht stattfinden, heißt es darin. Pläne zu einer Teilnahme am Eurovision Song Contest 2017 in der Ukraine gibt es durch HRT bislang nicht.

Andorra - ...und das andorranische Fernsehen RTVA hat noch einmal gegenüber ESCtoday.com bestätigt, dass auch 2017 nicht mit einem Comeback des kleinen Landes beim Eurovision Song Contest zu rechnen ist. Seit 2010 pausiert das andorranische Fernsehen bereits aus Kostengründen. Andorra ist nach dem Finaleinzug Tschechiens in diesem Jahr die einzige Nation, die sich bisher nicht für eine Endrunde des Wettbewerbs qualifizieren konnte und angesichts der verfahrenden Budgetsituation bei RTVA wird sich dies auf lange Sicht wohl auch nicht ändern.

Erste Medaille seit 2008 für
Österreich: Im Segeln
Brasilien - In Rio de Janeiro befinden sich die Olympischen Spiele mittlerweile in den letzten Zügen. Während Deutschland sich inzwischen mi 13 Goldmedaillen auf dem vierten Platz zwischen China und Russland wiederfindet, haben auch die Österreicher inzwischen nach achtjähriger Pause eine Medaille errungen. Bronze ging an die beiden Segler Thomas Zajac und Tanja Frank. Inzwischen konnten 80 Nationen mindestens eine Medaille erkämpfen, der kirgisische Gewichtheber Izzat Artykov hingegen wurde wegen einer positiven Dopingprobe disqualifiziert. Am Sonntag findet in Rio die Abschlussfeier nach 306 Entscheidungen statt.

Medaillenspiegel von Rio 2016 (nach 243 von 306 Entscheidungen):
01. - 35 - 33 - 32 - USA 
02. - 22 - 21 - 13 - Großbritannien
03. - 20 - 16 - 21 -  China
04. - 13 - 08 - 11 - Deutschland
05. - 12 - 15 - 17 -  Russland
06. - 12 - 06 - 18 -  Japan
07. - 08 - 12 - 13 -  Frankreich
08. - 08 - 10 - 06 -  Italien
09. - 08 - 04 - 04 -  Niederlande
10. - 07 - 10 - 10 -  Australien
(...)
13. - 05 - 05 - 05 - Brasilien
(...)
30. - 02 - 01 - 02 - Griechenland
30. - 02 - 01 - 02 -  Schweiz
(...)
71. - 00 - 00 - 01 - Bulgarien
71. - 00 - 00 - 01 -  Dominikanische Republik
71. - 00 - 00 - 01 - Estland
71. - 00 - 00 - 01 -  Indien
71. - 00 - 00 - 01 -  Marokko
71. - 00 - 00 - 01 -  Mexiko
71. - 00 - 00 - 01 -  Moldawien 
71. - 00 - 00 - 01 -  Österreich
71. - 00 - 00 - 01 - Portugal
71. - 00 - 00 - 01 -  Vereinigte Arabische Emirate

Donnerstag, 18. August 2016

Bundesvision: ProSieben plant neuen Tanzwettbewerb



Deutschland - Den Bundesvision Song Contest, ein von Stefan Raab initiiertes Showkonzept im Stil des Eurovision Song Contests wird es wohl aller Voraussicht nach nicht mehr geben, ProSieben hat in seiner Herbstplanung keinen Wettbewerb geplant, macht aber nun mit einer neuen Showidee auf sich aufmerksam, dem "Bundestanzcontest 2016". 

ProSieben greift damit nach einer Show, die im Prinzip auf "Let's dance", das erfolgreiche RTL-Format, aufbaut. Hierfür hat man sich mit Seapoint sogar die gleiche Produktionsfirma geangelt und hofft, dass das Format mit Standardtänzen auch im eigenen Programm zündet. Nähere Infos, etwa der Sendebeginn oder die Teilnehmer sind noch nicht bekannt.

Auch die Eurovision selbst hatte 2007 und 2008 einen Dance Contest initiiert, der beide Male im schottischen Glasgow stattfand. An der ersten Ausgabe beteiligte sich der WDR für Deutschland und schickte Wolke Hegenbart und Oliver Seefeldt, im zweiten Jahrgang zogen sich Deutschland und die Schweiz zurück, der für 2009 in Baku geplante Wettbewerb wurde nicht mehr verwirklicht.

Mittwoch, 17. August 2016

Lettland: Supernova-Finale am 26. Februar 2017



Lettland - Wir bleiben im Baltikum, das noch medaillenlose Lettland hat seine Pläne für den nationalen Vorentscheid 2017 präsentiert. Die "Supernova" wird auch im kommenden Jahr fortgesetzt, einen Aufruf um Beiträge einzusenden, wurde gestern in die Welt hinausgetragen. Ab heute und bis einschließlich 28. Oktober können interessierte Komponisten und Interpreten ihre Beiträge bei LTV einreichen.

Anschließend werden alle Bewerbungen gesichtet, zwischen dem 15. und 22. November folgen dann Live-Auditions, bei denen sich ein Sendergremium mit den Qualitäten der Interpreten vertraut machen kann. Die endgültige Teilnehmerliste soll am 12. Dezember festgelegt werden, bis zu den Liveshows sollen die Namen der Kandidaten allerdings nicht öffentlich gemacht werden.

Zwei Introshows sind für den 22. und 29. Januar geplant, am 5. und 12. Februar folgen die ersten Auswahlshows, das Halbfinale ist für den 19. Februar angesetzt und die Entscheidung wer für Lettland in der Ukraine singen darf fällt am 26. Februar in Riga. Der neue Selektionsprozess hat Lettland bisher zwei Finaleinzüge beschert.

Dienstag, 16. August 2016

Estland: Eesti Laul Camp in Tallinn geplant


Estland - In den letzten Tagen ist es furchtbar ruhig um den Eurovision Song Contest geworden, aber bald ist die Deadline des 1. September erreicht, ab dann kann jeder veröffentlichte Song ein potentieller Eurovisionsbeitrag für die Ukraine 2017 werden. Wir wissen zwar noch immer nicht, wo er stattfinden wird, aber die EBU wird bestimmt drauf und dran sein, diese Frage schleunigst zu beantworten.

Unterdessen gibt es eine Randmeldung aus Estland, das in Rio immerhin schon eine Bronzemedaille erringen konnte. Dort veranstalten das Label Music Estonia und die Organisatoren des Eesti Laul ein sogenanntes "Eesti Laul Camp". Vom 25. bis 28. September können Nachwuchskomponisten im Viinistu Art Hotel gemeinsam mit erfahrenen Komponisten Anregungen für den kommenden Vorentscheid holen.

Verschiedene Workshops sollen dazu dienen, den Nachwuchs für den estnischen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest vorzubereiten. Dort geschaffene Werke sollen durchaus in der Lage sein, beim Eesti Laul 2017 konkurrenzfähig zu sein. Die Deadline für die Anmeldung ist kommenden Montag, den 22. August.

Mittwoch, 10. August 2016

Israel: Zehn Shows für israelische Talentsuche 2017



Israel - Die israelische Tageszeitung "Hayom" meldet heute erste Einzelheiten über die nächste Staffel von "Hakochav haba", dem Format, das zur Ermittlung des Eurovision Song Contest-Repräsentanten in Israel dient. Demnach sollen die ersten Folgen der Talentshow im Januar 2017 anlaufen.

Geplant sind, in Anführungszeichen, nur zehn Shows, in denen das Kandidatenfeld vom offenen Auditions-Casting bis hin zur großen Finalshow nach und nach ausgedünnt wird. Ein strammer Zeitplan bis Mitte März erlaubt keine Verlängerung der israelischen Talentsuche. Angeblich soll lediglich der Interpret bestimmt werden, der Titel für die Eurovision nachträglich intern bestimmt werden.

Momentan ist noch nicht bekannt, ob der neue israelische Rundfunk IPBC bis zum Eurovision Song Contest im vollen Umfang sendebereit ist. Der Sender sollte seinen Betrieb zum 30. September aufnehmen, dieser Termin wurde bereits auf den 30. April 2017 verlegt. Daher erscheint es wahrscheinlich, dass die IBA zumindest im kommenden Jahr noch für das Eurovisionsprojekt verantwortlich ist.