Mittwoch, 23. September 2026

Belgien: VRT bestätigt Teilnahme in Burgas


Belgien
- Das flämische Fernsehen VRT hat seine Teilnahme am Eurovision Song Contest 2027 bestätigt. Nachdem lange Zeit unklar war, ob die Teilnahme Israels am Wettbewerb den Sender ähnlich wie etwa das irische Fernsehen in den Boykott 2027 führen wird, hat der Sender nun seine Teilnahme in Burgas bestätigt und wird einen Interpreten nach Bulgarien schicken. Gleichzeitig zog dies starke Kritik vonseiten der Gewerkschaft ACOD und von Politikern auf sich.

"Unsere rote Linie ist nun endgültig überschritten. Wir haben dem VRT-Management und der EBU drei Jahre lang einen Vertrauensvorschuss gegeben, aber die Zeit für zaghafte Maßnahmen ist vorbei.", so die Gewerkschaft, die die Interessen der Angestellten von VRT vertritt. "Die einzige Möglichkeit, die EBU davon zu überzeugen, dass sich etwas ändern muss, besteht darin, den Song Contest nicht auszustrahlen... Wir werden daher alles in unserer Macht Stehende tun, um sicherzustellen, dass der Eurovision Song Contest nicht im Fernsehen zu sehen ist."

Auch mehrere Politiker haben sich gegen die Teilnahme ausgesprochen. So heißt es etwa: "VRT selbst weist darauf hin, dass der Prozess noch nicht abgeschlossen ist. Jeder, der eine Veränderung der EBU wünscht, muss weiterhin Druck am Verhandlungstisch ausüben", heißt es etwa. VRT, das sich mit RTBF bei der Organisation des Wettbewerbs in Belgien abwechselt wird seinen Interpreten aller Voraussicht nach intern auswählen. Zuletzt wurde Belgien durch Essyla vertrten, die im Finale von Wien den 21. Platz belegte.