Donnerstag, 3. Juli 2025

Schweden: SVT bestätigt Melodifestivalen für 2026


Schweden
- In diesem Jahr galt Schweden als größer Anwärter auf den Sieg beim Eurovision Song Contest 2025 in Basel, ausgehebelt wurde diese Geschichte jedoch von JJ aus Österreich. Die Favoriten KAJ beendeten den Abend in Basel mit "Bara bada bastu" als Vierte mit 321 Punkten. Nun hat der schwedische Sender SVT offiziell seine Teilnahme am 70. Eurovision Song Contest in Österreich bestätigt. 

Gegenüber ESCtoday.com erklärte SVT, dass man natürlich auch im kommenden Jahr wieder einen Interpreten entsenden wird. Als bewährtes Konzept zur Künstlerauswahl wird es auch im nächsten Jahr wieder ein Melodifestivalen geben. Nähere Einzelheiten wie genau der Vorentscheid 2026 konzipiert sein wird, folgen in Kürze. In diesem Jahr hat man etwa gänzlich auf den Hoffnungslauf verzichtet und stattdessen eine fünfte Vorrunde eingeführt. 

Das Melodifestivalen ist, unabhängig vom Eurovision Song Contest, eines der quotenstärksten Programm von SVT und zieht sich über insgesamt fünf Wochen. Sobald nähere Informationen zum Ablauf des Melodifestivalen vorliegen, werden wir natürlich darüber berichten. Schweden teilt sich gemeinsam mit Irland den Spitzenplatz mit insgesamt sieben Siegen beim Song Contest, wenngleich Irland mehr zweite Plätze vorweisen kann als Schweden, das bislang nur einmal Zweiter wurde.

Österreich: Doppelbewerbung von Linz und Wels vom Tisch


Österreich
- Die Doppelbewerbung von Linz und Wels um die Austragung des Eurovision Song Contests 2026 ist vom Tisch. Nach Oberwart und Graz sind auch die beiden Städte in Oberösterreich mit ihrer gemeinschaftlichen Bewerbung aus dem Rennen. "Die in den vergangenen Wochen intensiv geprüfte gemeinsame Bewerbung scheitert an spezifischen technischen Anforderungen.", heißt es in den österreichischen Medien von der Stadtverwaltung in Linz. Die Nachrüstung der Halle wäre mit zu hohen Kosten verbunden.

Mit zwei weinenden Augen, erklärte Peter Jungreithmair, Geschäftsführer der Wels Marketing und Touristik GmbH die Absage. "Die Kosten sind im Vergleich zu 2015 fast um ein Drittel gestiegen und liegen beinah bei 30 Millionen Euro", heißt es darin. Dies sei auch in Kooperation mit Linz nicht zu stemmen gewesen, wenngleich sich die Städtepartnerschaft durchaus bewährt habe. "Wels und Linz hätten gemeinsam ein großartiges Fest organisiert. Schade, dass es nun aufgrund von technischen Voraussetzungen nicht dazu kommen kann.", so Oberösterreichs Landeshauptmann Thomas Stelzer.

Nach dem Rückzug von Linz und Wels verbleiben weiterhin nur noch die österreichische Hauptstadt Wien und die Tiroler Landeshauptstadt Innsbruck im Kreis der möglichen Gastgeberstädte des 70. Eurovision Song Contests. Beide Städte signalisierten großes Interesse, den Wettbewerb in die eigene Stadt zu holen und arbeiten bereits an fundierten Bewerbungen für den Eurovision Song Contest. In der kommenden Woche endet für interessierte Städte die offizielle Bewerbungsphase um den Wettbewerb im kommenden Jahr.

Mittwoch, 2. Juli 2025

News-Splitter (1134)


Österreich
- Im Gastgeberland des Eurovision Song Contests 2026 haben die Vorbereitungen für die Auswahl des eigenen Beitrags offenbar ebenfalls begonnen. Der ORF akzeptiert bis einschließlich 15. September Bewerbungen von Interpreten, die anschließend von einem professionellen Scouting-Team unter der Leitung von Eberhard Forcher gesichtet werden. Bislang hat der ORF allerdings noch nicht bestätigt, dass es auch eine interne Auswahl geben wird oder ob es doch einen nationalen Vorentscheid für den Song Contest 2026 geben wird. Der letzte österreichische Vorentscheid fand 2016 statt.

Dänemark
- In Dänemark hat der Sender DR mit dem Bewerbungsverfahren für den Melodi Grand Prix 2026 begonnen. Interessierte Künstler und Interpreten können ihre Beiträge bis zum 2. November einreichen, sofern sie den EBU-Regularien entsprechen. Mindestens einer der Komponisten bzw. Künstler muss die dänische Staatsangehörigkeit besitzen oder einen starken Bezug zum Land vorweisen. Der Vorentscheid steht ebenso Bewerbern aus Grönland und von den Färöer-Inseln offen. Der Interpret muss am Tag des Song Contest-Finals 2026 mindestens 18 Jahre alt sein, die Bewerbung mit mehreren Titeln ist möglich.

Island/Israel 
- Stefán Jón Hafstein, Generaldirektor des isländischen Rundfunks RÚV hat bereits mehrfach erklärt, den Ausschluss Israels beim Eurovision Song Contest aus geopolitischen Gründen zu unterstützen. Gleichzeitig schlägt er jedoch vor, dass ein israelischer Künstler analog wie etwa die russischen und belarusischen Athleten bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris unter neutraler Flagge starten könnte, sofern der Interpret erklärt, die Kerntugenden der Eurovision zu unterstützen und die Menschenrechte achtet. Dieser Vorschlag wäre in Hinblick auf die Eurovision bisher einmalig, da die jeweiligen Rundfunkanstalten allerdings für die Teilnahme zuständig sind, dürfte dieser Vorschlag kaum zur Anwendung kommen.

Dienstag, 1. Juli 2025

Kosovo: Dritte Festivali i Këngës-Auflage geplant


Kosovo
- Der Kosovo bemüht sich seit Jahren vergeblich um die Vollmitgliedschaft in der Europäischen Rundfunkunion und auch um die Teilnahme am Eurovision Song Contest. 2023 führte der Sender RTK mit dem Festivali i Këngës në RTK ein nationales Musikfestival mit dem Ziel ein, den Sieger zur Eurovision schicken zu können. Seither wird dieses Festival unabhängig von der bisher ausgebliebenen Teilnahme veranstaltet, 2023 gewann La Fazi mit "Oj Kosovë", 2024  Endrit Krasniqi mit "Flas me gjethe".

Nunmehr hat RTK einen Aufruf für das diesjährige Festival gestartet. Bis einschließlich 31. August können sich interessierte Interpreten, Komponisten und Songwriter aus dem Kosovo, Montenegro, Nordmazedonien, Albanien und von der kosovarischen Diaspora für den Wettbewerb anmelden. Nach Bewerbungsschluss werden alle Einsendungen geprüft und nehmen voraussichtlich Ende des Jahres am Festival teil. Einzelheiten zum geplanten Festival sind bislang noch nicht bekannt.

Die bisherigen Ausgaben des Festivali i Këngës në RTK fanden im Palast der Jugend und des Sports in der Hauptstadt Priština statt. Da RTK auch weiterhin keinen EBU-Mitgliedschaft vorweisen kann, wird der Kosovo voraussichtlich auch 2026 nicht an der Eurovision teilnehmen können. Seit der von Serbien nie akzeptierten Unabhängigkeitserklärung im Jahr 2008 bemüht sich der Kosovo um Anerkennung und die Repräsentation auf internationaler Ebene. Mittlerweile nimmt das Land u.a. an Fußball-Qualifikationen und den Olympischen Spielen teil.

Israel: KAN erklärt Teilnahmeabsicht für 2026


Israel
- Auch wenn es momentan eine rege Diskussion darüber gibt, ob Israel aus geopolitischen Gründen überhaupt noch am Eurovision Song Contest teilnehmen sollte und mittlerweile einige Rundfunkanstalten wie der isländische Sender RÚV den Ausschluss des israelischen Fernsehens vom Song Contest bzw. aus der Europäischen Rundfunkunion unterstützen würden, so hat der Sender KAN seine Absicht erklärt, im kommenden Jahr wieder einen Beitrag zur Eurovision zu schicken.

Wie ESCtoday.com und mehrere israelische Medien berichten, hat KAN formell seine Teilnahme am kommenden Song Contest in Österreich bestätigt. In einer Stellungnahme heißt es u.a.: "Israel nimmt seit über 50 Jahren mit großem Erfolg am Eurovision Song Contest teil. KAN verpflichtet sich der vollständigen Einhaltung der Wettbewerbsregeln und wird dies auch weiterhin tun. Die Israeli Broadcasting Corporation bereitet sich derzeit auf den nächsten Eurovision Song Contest in Österreich vor."

Auf welche Art und Weise der israelische Rundfunk seinen Beitrag für den 70. Eurovision Song Contest in Österreich auswählen wird ist noch nicht bekannt. Die Teilnahme des Landes wird seit 2024 deutlich kritischer betrachtet und sorgt für zahlreiche Diskussionen innerhalb der Europäischen Rundfunkunion, die EBU argumentiert, dass der Sender regierungsunabhängig sei und der politischen Führung eher ein Dorn im Auge als ein Sprachrohr der aktuellen Politik sei, anders als etwa bei Belarus und Russland. Diese Einstellung wird von vielen anderen Rundfunkanstalten mittlerweile kritisch gesehen.