Slowakei - Nachdem die Seite ESCxtra.com spekuliert hatte, aufgrund einer fehlenden Absage, könnte die Slowakische Republik in Stockholm noch zum Sahnehäubchen werden, wurden die Hoffnungen gedämpft. Die EBU bestätigte via Twitter, dass RTVS auch 2016 nicht zurückkehren wird. Der Sender in Bratislava hatte gegenüber ESCtoday.com bereits im September die Teilnahme in Stockholm abgesagt, jedoch wurde damals kein Zitat öffentlich gemacht. Am Wochenende hatte es geheißen, RTVS stehe in Kontakt mit der Europäischen Rundfunkunion, das Comeback in Schweden doch noch perfekt zu machen. Nunmehr müssen sich Eurovisionsfans noch mindestens ein weiteres Jahr auf die Rückkehr der Slowakei gedulden. RTVS zog sich nach dem Wettbewerb in Baku aufgrund von Erfolgslosigkeit und mangelnden Geldern zurück. Die EBU kündigte jedoch einen offenen Dialog mit allen Rundfunkanstalten an, die 2016 nicht gemeldet sind. 100%ig sollte man die Hoffnung in der Zukunft nicht aufgeben, Nationen wie Bosnien oder Kroatien haben es heuer auch geschafft, das Comeback finanziell möglich zu machen.
Schweden - Für Freunde des Melodifestivalen ist heute der große Tag gekommen. Der Sender SVT hat heute Morgen die Namen der Interpreten bekannt gegeben, die sich den vier Vorrunden und im Anschluss der Andra Chansen und dem Finale des Melodifestivalen 2016 stellen werden. Viele bekannte Gesichter sind auch wieder mit dabei. Erste Vorrunde am 6. Februar in Göteborg: 01. - Samir & Viktor - Bada nakna 02. - Robin Bengtsson - Constellation price 03. - Ace Wilder - Don't worry 04. - Mimi Werner - Ain't no good 05. - Anna Book - Himmel för två 06. - Pernilla Andersson - Mitt guld 07. - Albin & Mattias Andréasson - Rik Zweite Vorrunde am 13. Februar in Malmö: 01. - Victor & Natten - 100% 02. - Krista Siegfrids - Faller 03. - Molly Pettersson Hammar - Hunger 04. - Patrik, Tommy & Uno - Håll mitt hjärta 05. - Isa - I will wait 06. - Wiktoria - Save me 07. - David Lindgren - We are your tomorrow Dritte Vorrunde am 20. Februar in Norrköping: 01. - Oscar Zia - Human 02. - SaRaha - Kizunguzungu 03. - After Dark - Kom ut som en stjärna 04. - Lisa Ajax - My heart wants me dead 05. - Boris René - Put your love on me 06. - Smilo (Smajling Swedes) - Weight of the world 07. - Swingfly feat. Helena Gutarra - You carved your name Vierte Vorrunde am 27. Februar in Gävle: 01. - Martin Stenmarck - Du tar mig tillbaks 02. - Panetoz - Håll om mig hårt 03. - Frans - If I were sorry 04. - Linda Bengtzing - Killer girl 05. - Dolly Style - Rollercoaster 06. - Eclipse - Runaways 07. - Molly Sandén - Youniverse Persönlich freue ich mich sehr auf die Rückkehr von Anna Book. Aber auch Krista Siegfrieds, die Finnland mit "Marry me" vertreten hat, dürfte bei mir zuhause für Euphorie sorgen. Martin Stenmarck nahm 2005 mit "Las Vegas" am Song Contest in Kiew teil, Tommy Nilsson wurde 1989 mit "En dag" Vierter in Lausanne.Mit Samir & Viktor, Ace Wilder, Isa, Linda Bengtzing und einigen anderen trifft sich zudem wieder die Crème de la Crème der früheren MF-Ausgaben. Die 17jährige Lisa Ajax gewann die zehnte Staffel des schwedischen Pop Idols-Ablegers. Der Song von Molly Sandén wurde beispielsweise von Danny Saucedo komponiert. Dolly Style treten mit einem Song von Thomas G:son an. Hinter den Beiträgen steckt zudem wieder eine Vielzahl bekannter Komponisten. Die von vielen erwartete Sängerin Dinah Nah ist nicht in der Line Up zu finden. Schweden präsentiert sich 2016 wieder als Gastgeber des Eurovision Song Contests.
Moldawien - Am 7. Dezember endet in Moldawien die Bewerbungsfrist für den Vorentscheid "O Melodie Pentru Europa" und mittlerweile füllt sich auch der Kandidatenpool, gleich fünf Interpreten haben bisher die Chance genutzt, sich anzumelden, bei 3,5 Millionen Einwohnern eine sehr karge Auswahl. Dafür ist das wunderbare "Vodă e cu noi" der Gruppe Che-MD dabei. Die Gruppe hatte sich bereits 2010 mit dem Titel "Balkanik" beworben. Ebenfalls dabei ist Sasha Bognibov, der seit Jahren versucht sich mit schrägen Noten das Ticket für die Eurovision zu sichern. Die handvoll Kandidaten kann man sich hier anhören. China - Der chinesische Privatsender Hunan TV hat nach eigenen Angaben die Senderechte für den Eurovision Song Contest bis einschließlich 2018 erworben. Bereits in diesem Jahr wurde der Contest erstmals live aus Wien übertragen, die erste Song Contest-Übertragung fand 2013 statt, wurde damals jedoch zeitverzögert im Staatsfernsehen CCTV ausgestrahlt. Der Eurovision Song Contest erfreut sich in der Volksrepublik immer größer werdender Beliebtheit, anders als bei Australien erteilte die EBU den Chinesen jedoch eine Absage zur aktiven Teilnahme. Serbien - Das serbische Fernsehen RTS hat bisher noch keine Details zum Auswahlverfahren für Stockholm 2016 bekannt gegeben. Somit steht noch nicht fest, ob das Land intern auswählt oder die Beovizija wieder ins Leben ruft. Serbische Medien melden jedoch in den letzten Tagen, dass die Sängerin Jelena Karleuša als potentielle Kandidatin zur Verfügung steht. Jelena, die vor allem durch ihren Titel "Insomnia" bekannt wurde, wurde bereits im vergangenen Jahr von RTS angefragt, erteilte dem Sender jedoch eine Absage, da sie freie Hand bei der Beitragswahl haben wollte. Im vergangen Jahr wurden die drei Beiträge alle von Vlaimir Grajić komponiert, zum Song Contest nach Wien fuhr Bojana Stamenov. Deutschland - Nach dem gestrigen Turmspringen auf ProSieben, das nicht ansatzweise an die guten Quoten im Vorjahr anknüpfen konnte, beginnen nun die letzten Wochen von TV total. Am Montag ist Florian Silbereisen mit seiner neu gegründeten Kombo Klubbb3 zu Gast. Neben dem ARD-Volksmusikmoderator singen der belgische Sänger Christoff de Bolle (belgischer Vorentscheid 1993 und 2002) und der Niederländer Jan Smit in der Band. Am Mittwoch ist zudem Stefanie Heinzmann zu Gast in der einzig verbliebenen Late-Night-Show im deutschen Fernsehen. Programmtipp: Mo., 30. Dezember 2015 - 23:15 Uhr TV total Moderation: Stefan Raab zu Gast: Klubbb3, Teddy Teclebrhan
Deutschland - Aufmerksame Leser unserer Seite haben an einer wertfreien Umfrage zum deutschen Vorentscheid teilgenommen. Ein herzliches Dankeschön allen Teilnehmern, die wirklich interessante Argumente zur Verbesserung des nationalen Auswahlverfahrens eingebracht haben. Die Ergebnisse der Abstimmung werden wir gut leserlich an den NDR weiterleiten, quasi als Stein des Anstoßes, was sich Fans der Eurovision von ihrem Rundfunk für die internationale Endrunde wünschen. Einige der wichtigsten Ergebnisse möchten wir hier präsentieren.
Ein MF in Deutschland? Gerne, aber kaum realisierbar
Auf die Frage welchen Typ Vorentscheid man für sinnvoll erachtet, hat ein Großteil der Abstimmenden mit einem mehrteiligen TV-Format mit (nicht zu vielen) Vorrunden oder zumindest einer TV-Show mit mehreren Interpreten gestimmt. Ein Melodifestivalen ist hierzulande kaum umsetzbar, aber mehrere Shows bieten natürlich den Vorteil, dass man die Beiträge und Interpreten kennen und lieben lernt. Auf einen vorgesetzten Kandidaten haben auch unsere User keine Lust, die interne Auswahl wurde nicht genannt. Auch eine Castingshow, bei der nur der Interpret und nicht gleichzeitig der Titel Runde für Runde weiterzieht, stößt eher auf Ablehnung.
Online-Vorrunden liegen in Deutschland nicht im Trend
Ein Online-Voting ist in Deutschland offenbar auch nicht der gewinnbringende Auftakt zum Vorentscheid, knapp die Hälfte aller Stimmen legte sich auf Antwort C fest, "das Konzept der Online-Auswahl hat sich schon in anderen Ländern nicht bewährt", auch das der Online-Vorentscheid auf großes Interesse in Deutschland stoßen würde, wird angezweifelt. Den Bundesvision Song Contest halten immerhin 45% der User für einen guten Vorentscheid, sofern der Teilnehmer freie Sprachenwahl hat und nicht unbedingt auf Deutsch singen muss, wenn dies von seiner musikalischen Linie abweicht. Lediglich 15% halten die Bundesvision grundsätzlich für den falschen Weg.
Primetime-Vorentscheid am liebsten am Samstag
Als logischsten Tag für den deutschen Vorentscheid wurde ganz klar der Samstag auserkoren, wie es in den meisten europäischen Ländern auch der Fall ist. 57% argumentierten für den Samstag, immerhin noch 26% für den Freitag. Der Donnerstag, auf den die Finals der letzten Jahre immer fielen, erhielt nur eine Stimme. Um möglichst viele Zuschauer einzubinden, sollte die ARD somit besser einen TV-Slot am Wochenende freischaufeln. Auseinander gehen die Meinungen bei der "Expertenjury" beim Vorentscheid. Rund die Hälfte wünscht sich, dass es gar keine Juroren beim Vorentscheid gibt oder diese zumindest nur beratende Funktion ausüben, wie es z.B. bei "Unser Star für Oslo" der Fall war. Dies übt zwar auch Einfluss auf das Stimmverhalten aus, hat aber keinen bestimmenden Charakter. 38% der User sind dafür, dass eine Jury, sofern es sie gibt, weniger als 50% des Ergebnisses im Finale ausmacht und das Televotingergebnis somit gestärkt wird.
Frage 9:Welche der unten aufgeführten Punkte haben für dich beim Eurovision Song Contest die höchste Priorität? A …dass ich mich mit dem deutschen Beitrag identifizieren kann B …dass Deutschland unabhängig von meinem persönlichen Geschmack gut abschneidet C …dass Deutschland sich mit einem bekannten Interpreten präsentiert D …dass der deutsche Beitrag sich mit einer außergewöhnlichen Bühnenshow präsentiert E …dass der deutsche Beitrag sich während der Vorbereitungen zum ESC präsent zeigt F …dass man dem Interpreten anmerkt, dass er aus Leidenschaft teilnimmt und nicht nur zum Zwecke der eigenen Karriereförderung
67 Punkte für einen Interpreten mit Leidenschaft (F)
Große Einigkeit herrschte bei der Frage, welche Faktoren für den deutschen Beitrag subjektiv beim Eurovision Song Contest am wichtigsten sind. Nahezu alle Abstimmenden waren der Meinung, dass man dem Interpreten anmerken sollte, dass er gerne am Song Contest teilnimmt und dies nicht nur zur Selbstvermarktung tut und setzten Antwort F somit in ihrer Reihenfolge auf die Eins. Danach folgt der Punkt, dass man sich persönlich mit dem deutschen Beitrag identifizieren kann, dann die außergewöhnliche bzw. passende Bühnenshow des Beitrag und weit abgeschlagen der Punkt, dass Deutschland durch einen möglichst bekannten Interpreten vertreten werden soll. Der Ruf und Bekanntheitsgrad im Inland spielt für Isländer, Letten, Kroaten und Portugiesen keine große Rolle. Wir kennen deren nationale Topstars im Regelfall auch nicht bzw. nur vom Eurovision Song Contest.
Weil sie es kann: Anke
Einig waren sich die meisten Abstimmenden auch bei der Frage, wer den deutschen Vorentscheid moderieren sollte. Mit Witz, Charme, Klasse und ihrer lustigen Art schaffte es Anke Engelke mit 13 Stimmen an die Spitze unseres Rankings, immerhin neun Stimmen kassierte Barbara Schöneberger, die in den letzten Jahren das Ding übernahm. Dahinter folgt lange Zeit nichts, erst später tauchen Namen wie Stefan Raab, Hape Kerkeling oder Lena Meyer-Landrut auf. Auch gut ist der Vorschlag, dass der Vorjahresteilnehmer eine Co-Moderation z.B. im Greenroom erhalten könnte. Weitere Verbesserungsvorschläge für den deutschen Vorentscheid, die mehrfach genannt wurden, sind die Einführung internationaler Jurys, wie sie z.B. beim Melodifestivalen in Schweden seit Jahren dabei sind und den Zuschauern im eigenen Land vor Augen halten, wie die Songs bei ausländischen Ohren ankommen, die die Titel im Gegensatz zu uns, nicht schon im Vorfeld kennen. Außerdem sollten grundsätzlich mehrere Shows stattfinden, damit zumindest die deutschen Zuschauer die Songs kennenlernen können. Auch eine Kooperation mit einem Privatsender wie ProSieben wünschen sich einige User zurück, pro Interpret sollte es jedoch nur noch einen Titel und vor allem nur noch eine Wertungsrunde geben, sodass dem VE-Modell der letzten beiden Jahre im Prinzip alles abgesprochen wurde.
Wunschkandidatin: das Helenchen
Zu guter letzt war die Frage, welchen Interpreten man gerne beim Song Contest sehen würde und es wurde nicht nur Helene Fischer genannt. Diese führt zwar unser Ranking an, jedoch auf gleicher Höhe mit Sarah Connor und Glasperlenspiel. Dahinter folgen Revolverheld, die derzeit mit "Darf ich bitten?" in einer Sixx-Programmvorschau singen, sowie Ex-Monrose-Sängerin Mandy Capristo. Ebenfalls Mehrfachnennungen erhielten u.a. Ivy Quainoo, Johannes Oerding, Cro, Frida Gold und Lena. Weiter hinten im Ranking tummeln sich viele Interpreten, die bekanntesten von ihnen: Clueso, Madeline Juno, Yvonne Catterfeld oder DJs wie Felix Jaehn und Robin Schulz. Das Fazit unserer Abstimmung: Im Prinzip könnte die ARD zumindest das Finale des Melodifestivalen adaptieren. Um einem Großteil der Wünsche unserer User zu entsprechen, macht eine Samstagabendshow mit 10-12 Kandidaten Sinn, die nicht unbedingt VIPs sein müssen, aber über ein stimmiges Gesamtkonzept verfügen. Internationale Jurys wären eine gute Ergänzung, sofern diese nicht mehr Einfluss üben als die deutschen Zuschauer per Televoting. Wichtig ist jedoch nur, dass der Künstler Spaß an dem hat, was er tut und sich gerne zur Verfügung stellt, unser Land beim Eurovision Song Contest zu vertreten. Wenn Anke Engelke dann noch den goldenen Umschlag öffnet dürften die meisten schon ganz zufrieden sein.
Seine Ratschläge könnten helfen: Stefan Raab
Wir sind gespannt, was die ARD für 2016 nun noch aus dem Hut zaubert. Stefan Raab, den sich auch einige neuen Mentor des Vorentscheids wünschen, dürfte wohl tendenziell eher absagen. Wir werden unsere detaillierten Ergebnisse zumindest an den NDR weiterleiten, als Empfehlung und Meinungsbild, was die Fans des Eurovision Song Contests für Verbesserungsoptionen sehen. Gerade die letzten Wochen haben ja gezeigt, wie notwendig Reformen bei der Künstlersuche in Deutschland sind... Die detaillierten Ergebnisse kann man sich hier als PDF anschauen.
Europa - Einen feinen ersten Advent an alle Leser, die es sich auch in der Lebkuchen- und Christmas-Shopping-Zeit nicht nehmen lassen, ab und an hier vorbeizuschauen. Die letzte Novemberwoche hat die neue Saison tatsächlich eingeläutet und uns reichlich Nachrichten präsentiert, allen Dingen voran natürlich die Teilnehmerliste für Stockholm im nächsten Jahr. Ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk war die Liste der Europäischen Rundfunkunion, auf der 43 Nationen vorzufinden sind. Nicht nur die letztjährigen Teilnehmer mit Ausnahme von Portugal und Australien, sondern auch eine ganze Armada von Rückkehrern. Die Ukraine kehrt zurück, dazu noch Bosnien-Herzegowina, Bulgarien und Kroatien. Damit sind vier die finanzklammen Nationen alle wieder mit im Rennen. Mit Ausnahme der Slowakei, die aber, wenn man Gerüchten glauben schenken darf, als #44 immer noch in Verhandlungen mit der Europäischen Rundfunkunion stehen. Allerdings dürfte das Comeback der Slowaken sehr unrealistisch sein, denn anders als bei den anderen Nationen gab es im Vorfeld nie Überlegungen zu einem Comeback und dass die EBU nach der Veröffentlichung ihrer Teilnehmerliste noch einem weiteren Land die Gelegenheit gibt, sich zu präsentieren, halte ich für sehr unwahrscheinlich. Allerdings wäre die Rückkehr der Slowakei für mich eine der größten Freuden beim Song Contest. Die Slowakei hatte in ihrer bisherigen Song Contest-Geschichte ein schweres Los. In den 90er Jahren hatte man hochklassige Beiträge dabei, die jedoch völlig ignoriert wurden, Katarína Hasprová erhielt für ihr "Modlitba" von Kroatien als erste Nation acht Punkte, leider blieben es die einzigen des Abends und die Slowakei rutschte mit voranschreitender Abstimmung bis auf Platz 21 ab. Auch nach dem Comeback 2009 wurde es nicht besser, gute Beiträge wie von Kristina oder den Twiins schieden im Halbfinale aus. Solidarität von den tschechischen Kollegen gab es auch keine, nur 2009 waren beide Nationen gemeinsam dabei, werteten jedoch in unterschiedlichen Halbfinals. In dieser Woche flaute auch die Diskussionsbereitschaft in Deutschland ab, wer mag beim Duft von Zimtstangen, Glühwein und Vanillekipferl schon streiten... so kam es, dass die Attacken gegen Xavier Naidoo und den NDR abflachten. Der NDR, so ließ er verlauten, werde wohl auf einen nationalen Vorentscheid zurückgreifen, einige C-Klasse-Interpreten haben bereits ihr Interesse bekunden, DSDS-Gewinner Mehrzad Marashi ist von ihnen jedoch noch der bekannteste. Eher als Witz zu deuten ist hingegen der Vorschlag von "Der Preis ist heiß"-Offstimme und Dschungelrebell Walter Freiwald, für Deutschland an den Start zu gehen. Teure Unterstützung und Solidaritätsbekundungen erhielt Xavier Naidoo in dieser Woche übrigens durch eine seitengroße Anzeige in der FAZ. Unter dem Titel "Menschen für Xavier Naidoo" sicherten eine ganze Reihe von Prominenten dem Ex-Vertreter des NDR ihre Unterstützung zu um gegen die "Rufmordkampagne" der letzten Tag anzugehen. Auf der Liste finden sich auch viele Sänger wie Tim Bendzko, Jan Delay, Roger Cicero, Heinz Rudolf Kunze und Annette Humpe. Die mindestens 67.000 Euro teure Anzeige kommentierte der NDR mit folgenden Worten: "Das ist ihr gutes Recht (...) Xavier Naidoo ist ein Künstler, der polarisiert. Er hat neben vielen Kritikern auch viele Fans. Aus unserer Sicht ist alles Nötige dazu gesagt." Ich kann weiterhin nur betonen, dass mir die Äußerungen von Naidoo, wie auch immer sie gemeint waren, vollkommen egal sind. Ich bin lediglich kein Freund seiner Musik und hätte ihn demnach nicht unbedingt als deutschen Vertreter in Stockholm dabei gehabt. Gott sei Dank sind Geschmäcker verschieden, man muss sich nun aber auch nicht bis zum Song Contest-Finale über den falschen Propheten aufregen. In unserer Medienwelt sehe ich die Meldung nach dem Finale des Song Contest jedoch schon vor mir, wenn alle Gazetten betonen, dass die zweite Wahl von NDR und Zuschauern ohnehin in Europa keine Chance gehabt hätte, da es auch national keinen Halt gegeben hätte. Das ist Deutschland... Näheres zu unserer Umfrage rund um den deutschen Vorentscheid reichen wir später in einem zweiten Posting nach. Dann gibt es Analysen, Statistiken und Antworten auf die Fragen, wie sich unsere Leser den deutschen Vorentscheid und unser Konzept für den Eurovision Song Contest vorstellen. Eine ganz klare Vorstellung, wie sich der Vorentscheid in Lettland entscheiden sollte, hätten wir hier abschließend noch im Angebot. Einen schönen ersten Adventssonntag aus Hamburg mit dem Hinweis, dass es am kommenden Sonntag kein solches Posting geben wird, da ich von Freitag bis einschließlich Montagabend in Berlin Vorweihnachtsstimmung versprühen werde!