Schweden - Johanna Beijbom, Britta Bergström und Monica Starck werden Loreen auf der Bühne beim Eurovision Song Contest in Baku begleiten. Das schwedische Fernsehen SVT reagiert damit auf die Begrenzung der Bühnenartisten durch die EBU, die maximal sechs Menschen auf der Bühne während des Auftritts zulässt. Ergänzt wird das Ganze durch den Tänzer Ausben Jordan.
Auch wenn die EBU vorschreibt, die Backings nicht hinter der Bühne zu verstecken, möchte die schwedische Delegation laut Christer Björkman, dafür sorgen, dass die Backings nach Möglichkeit für den Zuschauer so gut wie unsichtbar sind, damit sich der Auftritt komplett um Loreen dreht. Björkman war es auch, der für den Eurovision Song Contest eine Aufhebung der Sechs-Personen-Regelung forderte.
Alle drei Backings sammelten beim Melodifestivalen bzw. beim Song Contest Erfahrungen. Johanna Beijbom war beispielsweise bereits 2007 für Malta im Einsatz und begleitete Olivia Lewis im Hintergrund, Britta Bergström war bei Alexey Vorobyov dabei. Schweden nimmt mit Loreen und "Euphoria" am zweiten Semifinale in Baku am 24. Mai teil.
Slowakei - Slovakia - Slovensko Hauptstadt: Bratislava Einwohner: 5,4 Mio. Unnützes Wissen: Die Dobšinská ľadová jaskyňa gehört zu den größten Eishöhlen Europas. Sie wurde 1870 entdeckt und wurde bereits 1887 elektrisch beleuchtet und Besuchern zugänglich gemacht. Die 1,5km lange Höhle ist jedoch nur auf knapp 500m zugänglich, zu bewundern sind u.a. Eisstalagmiten und Säulen. Slowakei beim Eurovision Song Contest: Die größten Erfolge: 17. Platz im Finale 1996 mit Marcel Palonder Die größten Pleiten: Platz 18 im Semifinale 2009 mit Kamil Mikulčík & Nela Pocisková Anzahl der Teilnahmen: - als Slowakei: 6 Sonstiges: 2009 und 2010 fanden umfangreiche Vorentscheide in der Slowakei statt, um den Eurovision Song Contest nach einer langen Phase der Nicht-Teilnahme wieder populär zu machen, zahlreiche Stars der slowakischen Musikszene und viele Idols-Teilnehmer versuchten sich an der Vorentscheidung. 2011 und 2012 wurde, erneut aus Kostengründen, auf ausschweifende Liveshows verzichtet und die Interpreten intern nominiert. Vor fünf Jahren: 2007 war die Slowakische Republik nicht beim Eurovision Song Contest vertreten. Trotz erster Gerüchte, der Sender würde in naher Zukunft sein Comeback erklären, war STV nicht in Helsinki dabei, das Comeback sollte erst 2009 erfolgen. Vor zehn Jahren: Zwischen 1999 und 2008 war die Slowakei nicht beim Song Contest dabei, primär aus finanziellen Gründen, da der Sender STV die Teilnahme nicht finanzieren konnte. 2000, nach einem Jahr in der Relegation, verzichtete die Slowakei nach drei Anläufen auf die Fortsetzung. Nationaler Vorentscheid 2012: Interne Nominierung des Interpreten Max Jason Mai durch eine interne Jury des Senders RTVS. Auch der Song wurde intern bestimmt. Eurovision Song Contest 2012: Interpret für Baku: Max Jason Mai Song für Baku:Don't close your eyes Text: Miroslav Šmajda Musik: Miroslav Šmajda Sprache: Englisch Startnummer: #15 im zweiten Semifinale Textauszug:Look around what's happening abounds and listen to the frequency of a sound of the beat, of a heartbeat, of your death beat, don't close your eyes and pray all the night try to call all angels to save our lives
Über den Interpreten: Am 27. November wurde Miroslav Šmajda in Košice in der damaligen Tschechoslowakei geboren. In der Slowakei trat er erstmals im Rahmen der Castingshow Česko Slovenská SuperStar in Erscheinung, bei der er 2009 den zweiten Platz belegte. Bereits damals war er auf Rockmusik fixiert, wie man auch bei seinem Eurovisionstitel merken wird.
2010 erschien sein erstes Album "Čo sa týka lásky". Für die Eurovision hat sich Miroslav ein neues Image verpasst und tritt unter dem Künstlernamen Max Jason Mai in Baku auf, seiner Stilrichtung ist er jedoch treu geblieben. Das slowakische Fernsehen bestätigte ihn gleich zweimal als Vertreter beim ESC, nachdem die erste Bekanntgabe im November 2011 als "Missverständnis" betitelt wurde. Eurofires Meinung:
Mir gefällt der Refrain von "Don't close your eyes" wirklich gut, aber wieder einmal zeigt sich, dass ich nicht immer für Rockmusik empfänglich bin und somit rangiert der slowakische Beitrag in diesem Jahr recht weit unten in meinem Ranking. Dabei störe ich mich überhaupt nicht an der Optik des Sängers, sondern am Song selbst. Vor allem kann ich mir nicht vorstellen, dass das Gesamtpaket beim Eurovision Song Contest ankommt, ich erinnere an das Abschneiden von Kabát 2007. Videos:
Griechenland - Die europaweiten Vorbereitungen auf den Eurovision Song Contest in Baku laufen auf Hochtouren. Während in der gastgebenden Stadt inzwischen das Pressezentrum errichtet wird und der letzte Feinschliff an der Crystal Hall vorgenommen wird, begeben sich zahlreiche Song Contest-Teilnehmer auf Auslandstour um für ihren Beitrag zu werben.
Gutes Beispiel ist Eleftheria Eleftheriou, die trotz aller Geldsorgen in ihrem Heimatland, einen viertätigen Ausflug in die benachbarte Türkei unternimmt und dort u.a. bereits den türkischen Vertreter Can Bonomo in Istanbul getroffen hat. Heute Abend tritt sie in der bekannten "Medya Krali Show" im Privatfernsehen TV8 auf, zudem sind zahlreiche Interviews für Zeitungen und Radiostationen vorgesehen, um "Aphrodisiac" zu promoten.
Eleftheria wird zudem am 22. April beim großen "Eurovision in Concert" in den Niederlanden teilnehmen und anschließend nach Belgien weiterfahren. Griechenland nimmt am ersten Semifinale des Eurovision Song Contest am 22. Mai teil. Deutschland ist im Gegensatz zum sicheren Punktelieferanten Zypern im ersten Semifinale nicht stimmberechtigt.
Hauptstadt: Bern Einwohner: 7,8 Mio. Unnützes Wissen: Die Tradition der Schweizer Alphörner geriet im 18. Jahrhundert nahezu in Vergessenheit und kam er im 19. Jahrhundert durch den wachsenden Tourismus auf, um ihnen traditionelle Handwerke zeigen zu können. Hirten auf den Almen benutzten sie jedoch nie als Signalhörner, da ihr Schall an den Berghängen reflektierte. Schweiz beim Eurovision Song Contest: Die größten Erfolge: 1. Platz 1988 mit Céline Dion und 1956 mit Lys Assia Die größten Pleiten: 23. Platz im Semifinale 2004 mit Piero Esteriore & the MusicStars Anzahl der Teilnahmen:
- als Schweiz: 52 Sonstiges: Peter, Sue & Marc sind neben Lys Assia Rekordteilnehmer für die Schweiz beim Eurovision Song Contest. Viermal präsentierten sie sich beim Wettbewerb und schöpften sämtliche Sprachressourcen des Landes aus. 1979 traten sie gemeinsam mit Pfuri, Gorps & Kniri auf und machten u.a. Musik mit Gießkannen, Gartenschläuchen und anderen zweifelhaften Instrumenten.
Vor fünf Jahren: 2007 war kein gutes Jahr für die Schweiz beim Eurovision Song Contest. Um sich keinem Vorentscheid stellen zu müssen, wurde DJ Bobo intern vom Schweizer Fernsehen nominiert. Der größte Star der Schweiz schied jedoch mit "Vampires are alive" im Halbfinale von Helsinki aus, nicht zuletzt wegen der völlig überladenen Bühne mit Twilight-Puppen und Kerzenständern. Vor zehn Jahren: 2002 hatte die Schweiz ebenfalls kein Glück in Tallinn. Francine Jordi, auch hierzulande oftmals in Schlagershows anzutreffen, manövrierte die Eidgenossen auf den 22. von 24 Plätzen, noch hinter Corinna May. 2003 war die Schweiz aufgrund dieser Platzierung nicht bei der Eurovision dabei.
Nationaler Vorentscheid 2012: Sven Epiney moderierte den Schweizer Vorentscheid am 10. Dezember in der Bodensee-Arena in Kreuzlingen mit 14 Interpreten, darunter auch Lys Assia, die am Ende Achte wurde. Zuvor fand ein öffentliches Voting im Internet sowie interne Nominierungen in den einzelnen Sendern der französisch-, italienisch- und deutschsprachigen Schweiz statt.
Eurovision Song Contest 2012:
Interpret für Baku: Sinplus Song für Baku:Unbreakable Text: Gabriel Broggini, Ivan Broggini Musik: Gabriel Broggini, Ivan Broggini Sprache: Englisch Startnummer: #7 im ersten Semifinale
Textauszug:Unbreakable, unbreakable, you can give me more, swim against the stream, following your wildest dream, your wildest dream, swim against the stream, following your wildest dream, your wildest dream
Über den Interpreten: Sinplus sind die Brüder Ivan und Gabriel Broggini aus Losone im Schweizer Kanton Tessin. Nach Gabriels kurzem Abstecher in die USA gründeten die beiden das Duo Sinplus, die Single "Without identity" konnte sich auf Anhieb in den Schweizer Charts positionieren, damals noch unter dem Namen inFinity Project und wurde auch bei VIVA gespielt.
2009 wurde ihr Song "Shoot" einer der offiziellen Titel der Eishockeyweltmeisterschaft, auch spielten sie zu dieser Zeit in der Bern Arena vor versammeltem Publikum von Eishockeyfans. 2011 dann reichten sie den diesjährigen Schweizer Eurovisionstitel beim italienischen Sender RSI ein und erreichten mühelos das Finale, in dem sie sich u.a. gegen ESC-Veteranin Lys Assia durchsetzen konnten.
Eurofires Meinung:
Die Schweiz schickt, wie einige Länder in diesem Jahr, einen Titel, den man sich zwar gut zwischendurch mal reinziehen kann, der aber auch in keine bestimmte Richtung geht und zumindest mir nicht nachhaltig im Ohr bleibt. "Unbreakable" erreichte in der Schweiz die #34 der Charts, bei der Eurovision geht es vermutlich nicht über das Halbfinale hinaus, dazu fehlt zum einen die Lobby an befreundeten Ländern, zum anderen eben die Mittelmäßigkeit des Liedes, aber vielleicht täusche ich mich auch und die Schweiz überrascht wie letztes Jahr mit Anna Rossinelli, Radiopotenzial hat das Lied jedoch.
Zypern - Bevor es heißt, wir hätten gar nicht darüber berichtet, wollen wir kurz noch einmal eine Meldung aus Zypern aufarbeiten, die in den vergangenen Tagen im Internet kursierte. Wie es aus Nikosia hieß, wollte das zypriotische Parlament dem Sender CyBC die notwendigen Mittel für die Eurovisionsteilnahme entziehen, die nach lokalen Angaben auf etwa 140.000 Euro beziffert werden.
Inzwischen ist bestätigt, dass das zypriotische Parlament dem Sender keine Mittel für die Organisation und Teilnahme in Baku entziehen wird und das Geld fließen wird, um der Delegation die umfassende Teilnahme am Eurovision Song Contest zu ermöglichen. Innerhalb des Parlaments wurde in dieser Woche darüber abgestimmt, den Etat für den Wettbewerb zu streichen. Die Plattenfirma Songy Music hätte die Kosten notfalls jedoch auch eigenständig getragen.
Dies rief Proteste von TV-Produzenten, Journalisten, Interpreten und natürlich auch bei den Verantwortlichen von CyBC hervor. Zypern hätte, nach Ablauf der Deadline ohnehin eine Strafzahlung leisten müssen, hätte man nicht teilgenommen. Nach der Zustimmung durch das Parlament sind diese Diskussionen jedoch unnötig, Zypern wird auch weiterhin Teil des 57. Eurovision Song Contests bleiben und in Baku durch Ivi Adamou vertreten.