Mittwoch, 15. August 2012

Luxemburg: Song Contest ist Sache von RTL


Luxemburg ESCtoday zitiert heute die luxemburgische Ministerin im Bereich Kultur, Octavie Modert, die gegenüber einem lokalen Nachrichtenblatt über die Nicht-Teilnahme Luxemburgs am Eurovision Song Contest spricht. Lediglich der Sender RTL hätte die Möglichkeit über eine erneute Teilnahme zu entscheiden, die Regierung könne sich nicht einfach einmischen.

Während es in anderen Ländern ganz normal ist, dass die Staatsspitze mitbestimmt, siehe Aserbaidschan oder Weißrussland, erklärt Modert: "Nur RTL kann beantworten, warum sie nicht teilnehmen. Fakt ist aber auch, dass die aktive Teilnahme in der EBU eine Menge Geld kostet und sich diese Initiative in der Vergangenheit für Luxemburg nicht als erfolgsbringend erwiesen hat." Damit spielt Modert auf die Ergebnisse der letzten Jahre vor dem Rückzug 1993 an.

Luxemburg gehört dennoch zu den Gründungsmitgliedern und liegt, betrachtet man die Top-Platzierungen mit fünf Siegen an dritter Position hinter Irland und Großbritannien. Erreichte man 1988 mit Lara Fabian noch einen vierten Platz rutschten die folgenden Interpreten in die untere Tabellenhälfte ab, 1992 erreichten Marion Welter & Kontinent mit einem Lied in letzebuergischer Sprache den 21. von 23 Plätzen, der letzte Beitrag 1993 erreichte Platz 20 von 25.

RTL selbst schweigt seit Jahren bezüglich seiner Pläne, es noch einmal beim Eurovision Song Contest zu versuchen. Zuletzt gab es 2010 ansatzweise Pläne, in Oslo dabei zu sein, diese wurden aber, wie schon 2004 verworfen. Offenbar, so scheint es von Seiten der EBU und nun auch der luxemburgischen Regierung, ist eine Teilnahme am Song Contest aber grundsätzlich möglich, anders als uns der damalige EBU-Supervisor Svante Stockselius vor drei Jahren weismachen wollte.

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