Montag, 30. Juni 2025

Schweiz: Erneut interne Auswahl für 2026


Schweiz
- Die Schweiz sucht ihren Beitrag für den Eurovision Song Contest 2026 in Österreich und auch dieses Mal wieder auf internem Wege. Zwischen dem 4. August und dem 25. August können sich Interpreten, Komponisten und Produzenten anmelden, ein Link für die Bewerbung folgt beim Schweizer Fernsehen, sobald die Bewerbungsphase eingeläutet wurde. Am Ende wird der Beitrag wieder durch ein mehrstufiges Juryverfahren für den Eurovision Song Contest ausgewählt.

Neben einer Publikumsjury werden auch internationale Experten sich daran machen, einen geeigneten Beitrag für die Schweiz auszuwählen. Das vollständige Regelwerk kann hier auf den Seiten des SRF auf Deutsch, Französisch, Italienisch, Rätoromanisch und Englisch eingesehen werden. Für die Bewerbung gelten die grundsätzlichen Regularien der EBU, etwa die Maximallänge von drei Minuten. Es gibt keinerlei Beschränkungen bezüglich der gesungenen Sprache.

Der Vorentscheid steht allen offen, bei Punktegleichstand werden Schweizer Staatsangehörige jedoch bevorzugt. Das Schweizer Fernsehen weist zudem darauf hin, dass der ausgewählte Interpret zwischen Februar und Mai 2026 für Promo-Termine und Proben zur Verfügung stehen muss. Bei etwaigen Missverständnissen gilt das deutsche Regelwerk. Wer die Schweiz dann schlussendlich beim Eurovision Song Contest in Österreich vertritt soll Anfang 2026 bekannt gegeben werden.

Samstag, 28. Juni 2025

EBU: Martin Österdahl tritt als Supervisor zurück!


Europa
- Martin Österdahl wird noch im Sommer seine Rolle als Executive Supervisor der Eurovision Song Contests abgeben. Die Europäische Rundfunkunion bestätigte, dass Österdahl, der die Rolle des führenden Supervisors im Jahr 2020 von Jon Ola Sand übernommen hat, nicht weiter in der leitenden Funktion im Wettbewerb tätig sein wird. Seine Rolle übernimmt kommissarisch zunächst der ESC-Direktor Martin Green bis ein Nachfolger gefunden wurde. Österdahl selbst erklärte sich in einem Statement.

Darin heißt es u.a.: "Da mein Engagement beim ESC mittlerweile insgesamt fast zwanzig Jahre beträgt, war es die größte Ehre meines Berufslebens, das größte Musikereignis der Welt zu leiten und den Wettbewerb zu einer globalen Supermarke zu entwickeln, die mehr Menschen Freude bereitet als je zuvor." Über die Gründe für den Rücktritt kann lediglich spekuliert werden, die andauernde Kritik seit dem Wettbewerb von Malmö 2024 und auch die diesjährige Problematik mit dem israelischen Zuschauervoting dürften den Lauf der Dinge jedoch maßgeblich beschleunigt haben.

Martin Green äußerte sich ebenfalls zum Rücktritt Österdahls: "Im Namen der gesamten EBU, aller teilnehmenden Sender, Partner und der gesamten Eurovision Song Contest-Community möchte ich Martin Österdahl für seine Vision, sein Fachwissen und sein unermüdliches Engagement für die Veranstaltung aufrichtig danken. Seine beständige Führung in einigen der herausforderndsten und innovativsten Jahre des Wettbewerbs hat neue Maßstäbe gesetzt." Bis ein neuer Executive Supervisor für den 70. Song Contest in Österreich und die Folgeveranstaltungen gefunden wird, bleibt Green zunächst leitender Vorsitzender.

Dienstag, 24. Juni 2025

News-Splitter (1133)


Europa
- Mehrere Quellen berichten, dass die Europäische Rundfunkunion darüber nachdenkt, die Trophäe des Eurovision Song Contests zu verändern und in erster Linie bruchsicherer zu machen. Nachdem die Trophäe 2024 bei Nemo noch auf der Bühne kaputt ging, ist sie inzwischen auch beim österreichischen Sänger JJ zerbrochen. Aktuell wird darüber spekuliert, dass neben der Trophäe, die derzeit ein gläsernes Mikrofon darstellt, auch das Logo des Eurovision Song Contests anlässlich des 70jähirgen Jubiläums verändert wird. Die EBU hat sich bisher nicht geäußert.

Spanien
- Nachdem Ana María Bordás nunmehr den Vorsitz der Reference Group des Eurovision Song Contests übernommen hat, hat RTVE mit César Vallejo einen neuen Delegationsleiter. Der frühere stellvertretende Programmdirektor von RTVE Play erklärte, dass man das Festival von Benidorm weiterhin als exzellentes Event aufrecht erhalten wolle. "Wir werden konsequent, aber auch mit Respekt und Sorgfalt gegenüber den Künstlern arbeiten, damit der Weg zum Eurovision Song Contest zu einer bedeutsamen und bereichernden Reise mit positiven Ergebnissen für alle Beteiligten wird." so Vallejo.

Mongolei
- Am 12. September findet in der ASA Arena in der mongolischen Hauptstadt Ulan Bator das ABU TV Song Festival 2025 statt. Die inzwischen 14. Ausgabe des Wettbewerbs, der bis heute nur zu repräsentativen Zwecken ohne Endergebnis ausgetragen wird, findet damit im ehemaligen Mongolischen Nationalzirkus statt. Die Mongolei selbst hat bisher nicht am TV Song Festival der asiatisch-pazifischen Rundfunkunion teilgenommen, wenngleich man 2012 zunächst auf der Teilnehmerliste stand. Verantwortlich für das Festival ist die ABU, in der 288 Mitglieder aus 57 Ländern Mitglied sind. Mongolische Mitglieder sind die Staatssender MNB sowie TV5.

Schweden: Roxette mit Lena Philipsson in Deutschland


Schweden
- Im Dezember 2019 verstarb Marie Fredriksson, die Sängerin des schwedischen Duos Roxette an den Folgen ihrer Krebserkrankung. Seit Februar und völlig unbeachtet von mir, geht Per Gessle wieder unter dem Namen Roxette auf Tour, nunmehr mit der Sängerin Lena Philipsson, die Schweden 2004 beim Eurovision Song Contest in Istanbul vertreten hat. Im Rahmen des Münchener Tollwood-Festivals traten die beiden erstmals gemeinsam in Deutschland vor 6.000 Zuschauern auf.

Lena Philipsson, die 2004 mit "It hurts" den fünften Platz in Istanbul belegte, sagte gegenüber der dpa: "Denn ich bin nicht hier, um etwas zu verändern oder mein eigenes Ding zu machen oder so etwas. Ich möchte die Songs und Roxette und Marie und alles respektieren. Ich möchte die Fans glücklich machen". Per Gessle fügte hinzu: "Ich bin so glücklich, dass all diese Songs, die ich geschrieben habe, immer noch so viel für so viele Menschen auf der ganzen Welt bedeuten."

Im Herbst geben Roxette, die seit Mitte der 80er Jahre mit Liedern wie "It must have been love", "Listen to your heart", "The Look" oder "Dangerous" weltweit Erfolge feiern konnten, weitere Konzerte in Deutschland, darunter in Berlin, Leipzig, Frankfurt am Main, Hamburg, Düsseldorf und Nürnberg. "Nächstes Jahr können wir hoffentlich nach Südamerika und in den Rest der Welt reisen.", so Gessle, der Lena bei der Aufnahme eines gemeinsamen Songs für Roxette verpflichten konnte.

Samstag, 21. Juni 2025

Italien: RAI und San Remo erzielen Übereinkunft


Italien
- Nachdem sich die Stadt San Remo mit der italienischen RAI verkracht hatte, haben sich beide Seiten nunmehr auf eine weitere Zusammenarbeit beim San Remo-Festvial bis einschließlich 2028 geeinigt. Alessandro Mager, Bürgermeister der ligurischen Kleinstadt erklärte: "Das Angebot der RAI entsprach den geforderten Voraussetzungen, daher wurde die weitere Teilnahme für zulässig erklärt." Offenbar handelte es sich bei dem Angebot der RAI zugleich um die einzige Option.

"Es stimmt, wir haben monatelang nicht mit der RAI gesprochen, aber wir haben uns bewusst für diese Vertraulichkeit entschieden, da es sich um ein sehr heikles öffentliches Ausschreibungsverfahren handelte, das ein Ereignis betrifft, bei dem sehr wichtige wirtschaftliche Interessen im Spiel sind.", erklärte Mager auf Anfrage. Zeitweise hatte sich die Stadtverwaltung mit Forderungen mit der RAI überworfen, die weitere Zusammenarbeit für kommende Ausgaben des Festivals stand auf der Kippe.

Nunmehr haben sich RAI und die Stadtverwaltung offenbar gütig geeinigt und werden weiterhin das Musikfestival organisieren. Die RAI nutzte das Festival seit der Rückkehr zum Eurovision Song Contest immer wieder als eine Art nationaler Vorentscheid, bei dem der Sieger das Vorrecht erhielt, Italien beim Eurovision Song Contest zu vertreten. Lehnte dieser ab wurde aus weiteren Interpreten des Festivals ausgewählt. So verzichtete der diesjährige Sieger Olly auf das Ticket nach Basel, stattdessen fuhr der Zweitplatzierte Lucio Corsi zur Eurovision.