Dienstag, 8. Juli 2025

Kasachstan: Teilnahme liegt bei EBU-Treffen auf dem Tisch


Kasachstan
- Die Geschichte wird auch nicht alt, wieder einmal gibt es Meldungen um ein mögliches Debüt von Kasachstan beim Eurovision Song Contest. Während der Generalversammlung der Europäischen Rundfunkunion in London vergangene Woche traf Khabar-Generaldirektor Kemelbek Oishybajew auf den EBU-Generaldirektoren Noel Curran und besprach laut Angaben des kasachischen Nachrichtensenders 24KZ die Möglichkeiten eines stärkeren Engagements bei der Eurovision.

"Wir haben mit EBU-Generaldirektor Noel Curran die Teilnahme Kasachstans am Wettbewerb diskutiert. Unsere Argumente sind die geographische Lage, die Teilnahme am Junior Eurovision Song Contest und die Stärkung der Beziehungen zur Europäischen Union.", so Oishybajew. Das Thema werde offenbar bei einem neuerlichen Zusammentreffen weiter verfolgt, sicherte Curran der kasachischen Delegation zu. Khabar ist seit einigen Jahren assoziiertes Mitglied der Europäischen Rundfunkunion.

Bisherige Anläufe, wenngleich man beim Junior Eurovision Song Contest bereits erfolgreich teilgenommen hat, verliefen sich bislang aufgrund der fehlenden Vollmitgliedschaft von Khabar im Sande. Anlässlich des 70jährigen Jubiläums scheint der Fall allerdings erneut ausgerollt zu werden. Zehn Jahre zuvor ließ die Europäische Rundfunkunion bereits das australische Fernsehen SBS am Song Contest teilnehmen, damals als einmaliges Happening angekündigt, festigte SBS, das ebenfalls nur assoziiertes Mitglied ist, seine Rolle beim Eurovision Song Contest.

Montag, 7. Juli 2025

Belgien: RTBF bestätigt Teilnahme in Österreich


Belgien
- Obwohl es bereits zuvor offensichtlich feststand, hat das wallonische Fernsehen RTBF heute auch offiziell seine Teilnahme am Eurovision Song Contest 2026 in Österreich bestätigt. Nachdem Leslie Cable den Posten als Delegationsleiterin geräumt und an Michaël De Lil übertragen hat, bestätigte dieser nun, dass Belgien auch bei der 70. Ausgabe des Eurovision Song Contests vertreten sein wird. Details über den Auswahlprozess wurden jedoch noch nicht verraten.

Anders als beim flämischen Fernsehen VRT, mit dem sich RTBF seit der Erstteilnahme beim Song Contest 1956 abwechselt, ist der wallonische Sender für interne Auswahlen bekannt. Zuletzt veranstaltete der französischsprachige Sender 2013 einen nationalen Vorentscheid, alle späteren Anläufe wurden durch interne Nominierungen durchgeführt. Das abwechselnde Prinzip der Song Contest-Verantwortlichkeit ist, seit dem Ausschluss Russlands, wo sich Channel One und RTR abwechselten, einmalig.

In diesem Jahr wurde Belgien von Red Sebastian und "Strobe lights" vertreten, der den 14. Platz im Halbfinale von Basel belegte und damit nicht den Sprung in die Endrunde schaffte. Auch der Vorjahresbeitrag "Before the party's over" von Mustii, der von RTBF ausgewählt wurde, scheiterte bereits im Halbfinale des Eurovision Song Contests. Belgien hat bislang einen Sieg auf dem Konto, der Erfolg von Sandra Kim jährt sich im nächsten Jahr allerdings auch schon zum 40. Mal.

Freitag, 4. Juli 2025

Luxemburg: Vorentscheid am 24. Januar 2026


Luxemburg
- Am 24. Januar 2026 findet der dritte Luxembourg Song Contest in der Rockhal in Esch-sur-Alzette mit dem Ziel statt, einen Beitrag für den Eurovision Song Contest in Österreich zu ermitteln. In einer Pressemitteilung erklärt der luxemburgische Sender RTL, dass man auch 2026 wieder mittels einem TV-Vorentscheid darüber abstimmen werde, wer das Großherzogtum auf der größten Musikbühne Europas vertreten wird. Im Juni fand hierfür bereits ein Songwriting Camp statt.

Weiterhin können sich Interpreten bis zum 21. September bewerben. Die Bewerber müssen die luxemburgische Staatsangehörigkeit besitzen, mindestens seit drei Jahren in Luxemburg leben oder eine starke Beziehung zur luxemburgischen Kulturszene aufweisen. Weiterhin ist für Bewerber Voraussetzung, dass sie am Tag des Vorentscheids mindestens 18 Jahre alt sind und für den Zeitraum von November 2025 bis zum Song Contest im Mai 2026 zur Verfügung stehen.

Bezüglich der Songs gelten die EBU-Regularien, jeder Künstler hat eine freie Sprachwahl und darf bis zu drei Beiträge gleichzeitig einreichen. Eine Jury wird nach Bewerbungsschluss alle Einreichungen prüfen und im Oktober Live-Auditions abhalten. Bewerbungen nimmt RTL hier via Online-Formular entgegen. Der Sieger des Luxembourg Song Contests tritt in Österreich die Nachfolge von Laura Thorn an, die mit "La poupée monte le son" den 22. Platz im Finale von Basel belegte.

Österreich: Innsbruck wirbt mit "Together on top"


Österreich
- Auch wenn mehrere österreichische Städte ihre Pläne auf die Ausrichtung des 70. Eurovision Song Contests bereits wieder begraben haben, so bietet die Tiroler Landeshauptstadt Innsbruck Wien weiterhin die Stirn und reicht formell eine offizielle Bewerbung beim ORF ein. Mit dem Slogan "Together on top" hat die Stadt mit dem entsprechend hochgelegenen Alpenpanorama seine Bewerbung eingereicht. Der Slogan sei "ein Versprechen dafür, auf Augenhöhe, mit Weitblick und im Sinne eines vereinten Europa gemeinsam etwas Großes" zu schaffen.

Innsbruck verspricht emotionale Momente vor der höchsten Skyline Europas mit historischen Plätzen und zeitgenössischer Architektur sowie ein Lebensgefühl zwischen Bergen, Musik und Begegnung, so der offizielle Pressetext. Innsbrucks Bürgermeister Johannes Anzengruber erklärte, die Bewerbung stehe "für Offenheit, Vielfalt und ein besonderes Miteinander. Zugleich war uns wichtig, ein Konzept vorzulegen, das machbar und finanzierbar ist und auf soliden Beinen steht". Von Seiten des Landes Tirol seien jedoch keine Gelder zu erwarten.

Als Vorteil sieht Innsbruck die Überschaubarkeit der Stadt. Im Gegensatz zum Wiener Großstadtverkehr seien die Wege in Innsbruck kurz. Die Olympiahalle, in der der Song Contest ausgerichtet werden soll, befindet sich rund 25 Minuten zu Fuß vom Stadtzentrum entfernt. Die Stadt bietet zudem mit dem Flughafen Innsbruck-Kranebitten ein internationales Einfallstor nach Tirol, die gesamte Region bietet über 340.000 Betten. Die Entscheidung, wo der Eurovision Song Contest 2026 stattfinden wird fällt im August.

Donnerstag, 3. Juli 2025

EBU: Teilnahme Israels beschäftigt Generalversammlung


Europa
- Heute fand der erste Tag der Generalversammlung der Europäischen Rundfunkunion in London statt, bei der eine hitzige, mehrstündige Debatte über den möglichen Ausschluss Israels aus der Organisation bzw. vom Eurovision Song Contest 2026 geführt wurde. Wie israelische Medien berichten, seien insbesondere aus Spanien und Slowenien laute Proteste zu hören gewesen, in beiden Ländern hatte es bereits zuvor Forderungen gegeben, Israel aufgrund der geopolitischen Situation und dem Vorgehen im Gazastreifen auszuschließen.

Wie Ynet.co.il berichtet, sollen ausschließlich Deutschland, Österreich und die Schweiz den Verbleib Israels beim Eurovision Song Contest aktiv unterstützt haben. Zu einer Abstimmung ist es bei der Generalversammlung in London nicht gekommen, offenbar weil insbesondere die BBC eine Beurteilung verhinderte. Die Europäische Rundfunkunion äußerte sich erst Stunden später in einem Statement zur Generalversammlung. Darin heißt es u.a., dass man eine konstruktive Diskussion mit seinen Mitgliedssendern geführt hätte.

Offenbar werde die Europäische Rundfunkunion mit den Rundfunkanstalten in den kommenden Wochen in einen weiteren Dialog gehen, Israels Teilnahme am Eurovision Song Contest 2026, wenngleich mittlerweile durch KAN bestätigt, steht weiterhin in Frage. Abschließend erklärte die EBU, dass man sich weiterhin der Transparenz verpflichtet sehe und über die aktuellen Entwicklungen informieren werde. Was genau konkret in den nächsten Wochen geschehen wird ist jedoch nicht bekannt. Diverse Rundfunkanstalten hatten mehrfach eine Diskussion über die israelische Song Contest-Teilnahme gefordert.