Samstag, 4. November 2017

Australien: SBS verzichtet auf nationalen Vorentscheid



Australien - Wieder einmal wird das australische Fernsehen SBS seinen Kandidaten für den Eurovision Song Contest intern auswählen. Seit dem Debüt 2015 in Wien wurden alle Kandidaten direkt durch den Sender nominiert, obwohl es immer wieder Pläne gab, einen nationalen Vorentscheid zu veranstalten. Nähere Einzelheiten gab der Sender allerdings gegenüber ESCtoday.com noch nicht zu Protokoll.

Gemeinsam mit der Produktionsfirma Blink TV wird erneut intern nach einem Kandidaten gesucht. Mehrere Interpreten stehen bereits auf der Wunschliste, einige haben sich auch selbst ins Gespräch gebracht, etwa die in Neuseeland geborene Ricki-Lee, die 2004 an Australian Idol teilnahm und u.a. durch Songs wie "Hear no, see no, speak no" eine erfolgreiche Musikkarriere startete. Weitere Namen im Gespräch sind Jessica Mauboy und The Veronicas.

Australien, auf Einladung des portugiesischen Fernsehen RTP wieder mit dabei, konnte in der kurzen Zeitspanne, in der es aktiv am Wettbewerb teilnimmt, drei Top Ten-Platzierungen im Finale erreichen, zuletzt mit Isaiah Firebrace und "Don't come easy", der insbesondere mit Hilfe der Juroren in die vordere Tabellenhälfte spazierte. Von den insgesamt 173 Punkten erhielt Australien nur zwei aus dem Televoting, die übrigen Zähler sammelte der Südkontinent durch die europäischen Juroren ein.

Ricki-Lee - Hear no, see no, speak no

Deutschland: Bewerbungsphase für Europa-Panel gestartet



Deutschland - Die Zeit ist gekommen, in der fähige Menschen mit Musikverstand sich um die Auswahl der Beiträge für den deutschen Vorentscheid 2018 kümmern. Der Norddeutsche Rundfunk hat dafür gemeinsam mit dem Umfrage-Partner Simon-Kucher & Partners eine Plattform ins Leben gerufen, auf der man sich bis 30. November für das 100köpfige Europa-Panel bewerben kann. 

Das Panel wird von der Vorauswahl bis zum Finale des deutschen Vorentscheids für den Eurovision Song Contest wesentlicher Bestandteil des Auswahlverfahrens sein und ein Stimmrecht haben. Hierzu ist lediglich die Angabe einiger Informationen zum persönlichen Musikgeschmack sowie die Bewertung einiger ehemaliger Song Contest-Beiträge notwendig. Ob man für die Aufnahme in die Jury geeignet ist, erfährt man innerhalb der nächsten Tage per E-Mail.

Der deutsche Vorentscheid wurde vom NDR grundlegend verändert, sodass nun neben den Zuschauern per Televoting auch eine 100köpfige Jury sowie eine internationale Fachjury, bestehend aus einst für den Song Contest verpflichtete Juroren, gemeinsam den Beitrag für den 63. Eurovision Song Contest in Lissabon finden werden. Das Datum des Vorentscheids ist momentan noch nicht fixiert.

Liechtenstein: Debüt zum 300jährigen Jubiläum?



Liechtenstein - Wieder einmal nährt der Sender 1FL TV Gerüchte um einen Einstand beim Eurovision Song Contest. In einer Pressemitteilung erklärte der Sender mit Sitz in Schaan: "Eurovision 2019 mit Liechtenstein: Das absolute 300 Jahr Highlight wird die Teilnahme Liechtensteins beim Eurovision Song Contest in 2019." Wie bereits bekannt ist, müsste der Sender allerdings erst einmal Teil der EBU werden.

Dafür erklärt Redaktionsleiter Peter Kölbel, man stünde kurz vor einem Durchbruch: "Wir sind im Verhandlungsstadium und diese verlaufen in sehr freundlicher Atmosphäre." Sämtliche Kosten hierfür, die sich auf rund 350.000 Franken belaufen, hält man jedoch für einen "Mickey-Maus-Beitrag, wenn man vergleicht, was die Hängebrücke gekostet hätte oder sich der Staat die restlichen Feierlichkeiten kosten lässt.", so Kölbel.

Das Geld soll durch Marketingunternehmen, Stiftungen und den Staat zusammenkommen. Anlässlich des 300jährigen Bestehens Liechtensteins soll die Teilnahme am Eurovision Song Contest der Höhepunkt der Saison werden. 1FL TV ist seit 2008 auf Sendung und vermeldet seither immer wieder, dass man bemüht sei, der Europäischen Rundfunkunion beizutreten und am Song Contest teilzunehmen.

Freitag, 3. November 2017

Lettland: 72% negativ abgegebene Stimmen



Lettland - Die Produzenten des lettischen Vorentscheids, der Supernova, wollten in diesem Jahr schon in der Vorauswahl der Kandidaten den Rat der Zuschauer und User einholen und stellten alle 63 gültigen Bewerbungen anonym online und überließen es den Usern mit dem Daumen hoch oder einem "Dislike" über das Schicksal der Kandidaten nach dem ersten Eindruck abzustimmen.

Nach einer Registrierung konnte man seine Wertung für alle Beiträge abgeben, die Organisatoren der Supernova erklärten nun, dass insgesamt 152.082 Stimmen für alle Beiträge abgegeben wurden, 72% von ihnen fielen negativ auf und wurden mit einem Daumen nach unten abgestraft. Lediglich 41.946 Stimmen fielen positiv aus. Weiter hieß es, ein Titel läge nach der Abstimmung deutlich vorn, dahinter sei es jedoch zwischen den Beiträgen ziemlich eng.

Ilze Jansone, die Produzentin der Show sagte, es sei für den Sender wichtig, von Beginn an ein Stimmungsbarometer einzuholen. Insgesamt werden 22 Beiträge den Sprung in die nächste Runde schaffen und bei den TV-Shows der Supernova zu sehen sein. Wer sich hinter den Beiträgen versteckt ist offiziell ebenfalls noch nicht bekannt, nähere Einzelheiten wird das lettische Fernsehen LTV in Kürze veröffentlichen.

Donnerstag, 2. November 2017

Tschechien: Schon über 130 Anmeldungen in Tschechien



Tschechien - Es hat zwar etwas gedauert, aber scheint der Eurovision Song Contest beim tschechischen Fernsehen Česká Televize angekommen zu sein. Wie Delegationsleiter Jan Bors gegenüber eurocontest.cz berichtet, wurden inzwischen über 130 Beiträge in Prag eingeschickt und die Bewerbungsfrist läuft erst in 15 Tagen ab, was noch ein bisschen Luft nach oben lässt.

So lobte der Delegationsleiter die musikalische Vielfalt der Bewerbungen und hofft, dass in den verbleibenden Tagen noch einiges hinzukommt. Einige tschechische Interpreten hätten sich zudem mit ausländischen Komponistenteams zusammengeschlossen. Aller Voraussicht nach strebt das tschechische Fernsehen dennoch keinen nationalen Vorentscheid sondern eine interne Juryauswahl aus allen Einsendungen an.

Tschechien nimmt seit 2007 am Eurovision Song Contest teil, konnte sich jedoch nur einmal für das Finale qualifizieren. Gabriella Gunčíková erreichte mit "I stand" allerdings auch nur den vorletzten Platz in Stockholm. Martina Barta schied mit ihrem Titel "My turn" als 13. im Semifinale von Kiew aus. Der Ruf des Wettbewerbs könnte nach wie vor ein besserer sein, ČT arbeitet jedoch mit Hochdruck daran, das Image der Eurovision im Land aufzupolieren.