Samstag, 31. Oktober 2026

Irland: RTÉ-Generaldirektor hält Comeback für schwierig


Irland
- Im RTÉ-Podcast "Behind the story" hat Kevin Bakhurst, Generaldirektor des irischen Fernsehens erklärt, dass es für Irland "sehr schwierig" sei, zum Eurovision Song Contest zurückzukehren, es sei denn Israel wäre nicht mehr Teil des Wettbewerbs oder es gebe eine "sehr bedeutende Veränderung" im Gazastreifen und im Westjordanland, so Bakhurst. Er selbst glaube nicht daran, dass es der EBU möglich sei, Israel aus dem Wettbewerb auszuschließen.

RTÉ erklärt seinen Boykott 2026 und 2027 damit, dass eine Teilnahme angesichts der humanitären Krise in Gaze nicht zu rechtfertigen sei. Bakhurst sagte im Podcast: "Als Generaldirektor des irischen Rundfunks fühlte ich mich in einer unkomplizierteren Position, da ich wusste, wo sich das irische Publikum und die Öffentlichkeit aufhalten." Man habe die Teilnahme 2027 frühzeitig abgesagt, da er wisse, welchen Standpunkt ein Großteil des irischen Publikums vertritt.

Bakhurst fügte hinzu, dass es der EBU vermutlich nicht möglich sein wird, Israel vom Wettbewerb auszuschließen: "Man sieht es ja in Großbritannien, Deutschland, Frankreich und Österreich, die ganz öffentlich erklären, dass sie Israel auf keinen Fall ausschließen wollen. Ich glaube also nicht, dass es der EBU wirklich möglich ist, diese Entscheidung zu treffen. Ich würde die EBU in dieser Hinsicht überhaupt nicht kritisieren." Irland verzichtet 2027 auf die Teilnahme in Burgas.

Freitag, 30. Oktober 2026

Irland: Eddie Friel mit 64 Jahren verstorben


Irland
- Edward Joseph Friel ist im Alter von 64 Jahren an einer Sepsis in Österreich verstorben. Der Sänger, der zunächst als Musiklehrer in seiner Heimat startete, bewarb sich 1995 für den Eurovision Song Contest und vertrat die Republik Irland auf heimischen Boden in Dublin. Mit seinem Song "Dreamin'" wurde er schlussendlich 14. mit 55 Punkten.

Seine Schwester erklärte: "Wir, seine vier Schwestern, waren bei ihm in Innsbruck, als er gegen die Sepsis kämpfte. Er ist im Krankenhaus ganz friedlich verstorben.", berichtet der Belfast Telegraph. Eddie Friel wurde 1962 in Belfast geboren und wuchs in Donegal auf. 1986 begann er als Musiklehrer zu arbeiten, widmete sich später jedoch der Komposition. Er spielte in Irland in diversen Bars und Lokalen, zeitweise führte er das Belfast Arts Theatre.

Friel arbeitete als Tourpianist mit Van Morrison und wirkte an dessen Album "Hymns to the silence" mit. 1995 gewann er mit "Dreamin'", geschrieben von Richard Abbott und Barry Woods den "Eurosong '95" und vertrat Irland damit beim Eurovision Song Contest. Sein 14. Platz beendete die dreijährige Siegesserie Irlands im Wettbewerb. Nach der Eurovision trat Friel weiterhin auf, später zog er nach Innsbruck, wo er nun nach kurzer Krankheit verstarb.

Eddie Friel - Dreamin'

Mittwoch, 28. Oktober 2026

Eurovision 2027: Aktuell 36 Länder gemeldet!


Europa
- Die Europäische Rundfunkunion hat bestätigt, dass 36 Länder am Eurovision Song Contest in Burgas teilnehmen werden. Zu den Änderungen zählt, dass Nordmazedonien nach vierjähriger Pause zum Wettbewerb zurückkehren wird und Kanada sein Debüt geben wird. Tschechien entsendet aufgrund von Sparmaßnahmen beim Sender ČT keinen Vertreter. Von den fünf boykottierenden Ländern haben Irland, Island und die Niederlande ihre Rückkehr ausgeschlossen.

Die Teilnehmerländer des Eurovision Song Contests 2027:
- Albanien (RTSH)
- Armenien (AMPTV)
- Aserbaidschan (İctimai)
- Australien (SBS)
- Belgien (RTBF)
- Bulgarien* (BNT)
- Dänemark (DR)
- Deutschland (ARD/SWR)
- Estland (ERR)
- Finnland (YLE)
- Frankreich (FT)
- Georgien (GPB)
- Griechenland (ERT)
- Israel (Kan)
- Italien (RAI)
- Kanada (CBC/Radio Canada)
- Kroatien (HRT)
- Lettland (LSM)
- Litauen (LRT)
- Luxemburg (RTL)
- Malta (PBS)
- Moldawien (TRM)
- Montenegro (RTCG)
- Nordmazedonien (MRT)
- Norwegen (NRK)
- Österreich (ORF)
- Polen (TVP)
- Portugal (RTP)
- Rumänien (TVR)
- San Marino (SMRTV)
- Schweden (SVT)
- Schweiz (SRG SSR)
- Serbien (RTS)
- Ukraine (Suspilne)
- Vereinigtes Königreich (BBC)
- Zypern (CyBC)
*Gastgeber

Die veröffentlichte Teilnehmerliste kann sich jedoch noch ändern, die EBU hat dem slowenischen und spanischen Fernsehen bis Dezember eine Verlängerung der Anmeldefrist eingeräumt. Sowohl das slowenische Fernsehen RTVSlo als auch der spanische Sender RTVE hatten den Song Contest 2026 ähnlich wie Island, Irland und die Niederlande boykottiert. Auch das ungarische Fernsehen erhielt eine Fristverlängerung, lokale Medien sprechen jedoch bereits nicht von einer Rückkehr im nächsten Jahr.

Dienstag, 27. Oktober 2026

Kanada: CBC stellt fünf Kandidaten vor


Kanada
- Der kanadische Sender CBC-Radio Canada hat heute die Namen seiner fünf Hoffnungsträger für das Debüt beim Eurovision Song Contest gedroppt. In einer Liveshow wurden die Interpreten, noch ohne Titel, vorgestellt, die sich dem Vorentscheid "Canada's Choice/Le Choix du Canada" stellen. Zunächst folgt ein Online-Voting bis 5. November.

Die Teilnehmer von "Canada's Choice/Le Choix du Canada":
01. - Talk (Singer-Songwriter, hatte 2021 den Hit "Run away to Mars")
02. - Josiane (Singer-Songwriterin, gewann 2020 "La Voix")
03. - Rêve (Dance-Pop-Künstlerin, über 175 Millionen Streams)
04. - Tyler Shaw (Singer-Songwriter, über 692 Millionen Streams)
05. - William Cloutier (Popsänger, gewann 201 die "Star Académie)

Das Ergebnis des kanadischen Vorentscheids setzt sich durch die online abgegebenen Stimmen sowie eine Jury von Musikexperten zusammen. Mit eben jener Jury wird der siegreiche Act dann im Folgenden auch zusammenarbeiten, um den Beitrag und die Show für den Eurovision Song Contest zu erarbeiten. 

Niederlande: Nach Kritik doch keine Rückkehr 2027


Niederlande
- Nun also doch nicht. NPO, der Dachverband der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten in den Niederlanden hat heute bekannt gegeben, dass das Land doch nicht zum Eurovision Song Contest 2027 in Burgas zurückkehren wird. Der bis 2026 verantwortliche Sender AVROTROS gab die Zuständigkeit an NPO zurück, nachdem man in diesem Jahr den Wettbewerb ob der Teilnahme Israels boykottierte.

NPO suchte in den eigenen Reihen nach einer Alternative, die mit NOS gefunden schien, auch hieß es, dass Künstler wie etwa Davina Michelle in Verhandlungen um die Teilnahme in Burgas stünden. In einer Pressemeldung vom heutigen Tage erklärte NPO jedoch: "In unserer Koordinierungsfunktion haben wir Gespräche mit den Sendern geführt, um zu prüfen, ob Sender bereit wären, die Teilnahme eines niederländischen Künstlers zu ermöglichen. In diesen Gesprächen hatten wir zunächst den Eindruck, dass genügend Unterstützung für eine Rückkehr bestünde."

Weiter: "Leider konnten wir kein geeignetes Format finden. Daher müssen wir feststellen, dass es derzeit noch zu früh für eine Teilnahme am Eurovision Song Contest 2027 ist. Aufgrund der Sensibilität der aktuell diskutierten Themen haben wir beschlossen, vorerst Abstand zu nehmen." Gemäß der niederländischen Medienbestimmungen hat der Sender NTR die gesetzliche Aufgabe Programmlücken zu füllen, was NPO das Recht geben würde, den Song Contest dorthin zu verlegen.

Allerdings sei man zu dem Schluss gekommen, dass das Thema derart heikel ist und kontroverse Reaktionen hervorruft, dass es unverantwortlich wäre, einen Sender für die Übernahme des Song Contests 2027 zu verpflichten. Die EBU kommentierte bereits, dass man die Entscheidung von NPO bedauere und man die Entscheidung respektieren und verstehen würde. Gleichzeitig erklärte NPO jedoch auch, dass der Wettbewerb 2027 im niederländischen Fernsehen zu sehen sein wird.

Donnerstag, 22. Oktober 2026

Estland: ERR stellt zwölf Eesti Laul-Acts vor


Estland
- Der estnische Rundfunk ERR hat heute seine 12 Hoffnungsträger für den Vorentscheid Eesti Laul vorgestellt. Am 30. Januar treten in der Unibet Arena, die 2002, als der Eurovision Song Contest in Estland stattfand, noch Saku Suurhall hieß, u.a. Kerli Kivilaan, Mitglied von Vanilla Ninja, und Laura an, die schon zweimal beim Eurovision Song Contest dabei war. 

Die Teilnehmer des Eesti Laul 2027:
01. - Daniel Levi - Dust
02. - Jaagup Tuisk & Wanda - Kesk öö musta merd
03. - Johanna Elise - Getaway car
04. - Kerli Kivilaan - When the world is over
05. - Laura - Metsapiiga
06. - m els x J-Run - Hush Hush
07. - Ollie - Sad every day
08. - Pale Alison x Minimal Wind - Superhuman
09. - Panørama, Vemka & Hans Markus - Reflection
10. - Rita Ray - Don't you agree
11. - Traffic - Laava
12. - Zetod & Hellika - Kipõ-Kipõ

Auch Ollie, der in den letzten Jahren beim estnischen Vorentscheid dabei war und nach wie vor auf seinen Einsatz beim Eurovision Song Contest wartet, ist wieder gelistet. ERR hat die Songtitel bekannt gegeben, die Lieder selbst jedoch noch nicht veröffentlicht. Der Vorentscheid Ende Januar wird von Koit Toome und Eda-Ines Etti moderiert, die ebenfalls beide schon beim Eurovision Song Contest dabei waren.

Deutschland: ARD spricht über größere Pläne


Deutschland
- DWDL.de berichtet heute, dass die ARD für die Zukunft größere Pläne für Kooperationen mit Privatsendern in Bezug auf den Eurovision Song Contest ins Auge fasst. Programmdirektorin Christine Strobl erklärte beim TV-Gipfel der Medientage München, man sei an der Ausweitung der Zusammenarbeit mit privaten Medienunternehmen interessiert, etwa bei der Durchführung des deutschen Vorentscheids.

"Ich träume immer noch davon, sage ich ganz offen.", so Strobl, die nach der Zusammenarbeit mit Stefan Raab und RTL nun hofft, dass man die Partnerschaft noch größer machen könne, als sie heute ist. Konkrete Pläne liegen aber noch nicht auf dem Tisch. RTL-Contentchefin Inga Leschek fügte hinzu, dass die Zusammenarbeit für den Vorentscheid die schönste Partnerschaft gewesen sei, die man in den vergangenen zwei Jahren hatte.

"Wir sind zuversichtlich, dass wir da anknüpfen können in Bälde. Sharing is caring. Wenn ProSieben da mitmachen möchte, sag ich natürlich nicht nein.", so Leschek. Sollte es zu einer senderübergreifenden Kooperation kommen, so wäre dies frühestens für 2028 denkbar, für das kommende Jahr hat der SWR offenbar eigene Pläne, wie die bereits fortgeschrittene Planung und das Kandidatenscouting in Baden-Württemberg zeigt.

Dienstag, 20. Oktober 2026

News-Splitter (1163)


Luxemburg
- Am Wochenende haben 80 Interpreten an den Live-Auditions des luxemburgischen Fernsehens für den nationalen Vorentscheid teilgenommen, zwölf von ihnen haben den Sprung in die nächste Runde geschafft. Unter den Bewerbern waren u.a. auch Rafa Ela, Angy und Luzac, die bei vergangenen Ausgaben dabei waren, es in diesem Jahr jedoch nicht geschafft haben. Mit dabei sind Debbie M, Layso Roy, Maya Maunet, Hugo One, Gaïa, Clement Lerat, Patricia Venâncio, Perrine Thomas, Marco Misolic, Jaya, Carmen Luisa und KIM.

Kanada
- Am 27. Oktober wird der kanadische Rundfunk CBC/Radio Canada auf einer Pressekonferenz bekanntgeben, wer ggf. das Debüt des Landes beim Eurovision Song Contest einläuten wird. Der Sender informiert bei der Pressekonferenz über die Ergebnisse, die aus einer öffentlichen Abstimmung und Beratungen einer Jury aus Personen aus der Musikbranche bestehen. Daraus soll ermittelt werden, wer an der kanadischen Vorentscheidung teilnehmen kann. Kanada wurde von der EBU nach Regeländerungen als Vollmitglied in den Kreis der teilnahmeberechtigten Nationen am Eurovision Song Contest erklärt.

Mongolei
- Nach der Auswahl in Kambodscha standen alle Beiträge für den Eurovision Song Contest Asia fest, nun gibt es bereits die erste Änderung. Wie mehrere Medien berichten, wurde der mongolische Beitrag "Light" bereits im Jahr 2018 öffentlich präsentiert und widerspricht damit den Regularien des Wettbewerbs. Stattdessen wird Beck mit dem Titel "Chamguigeer" zum Song Contest nach Bangkok reisen. Beck wurde intern vom mongolischen Fernsehen für den Wettbewerb ausgewählt und stellte vier Songs vor, die eine Woche lang öffentlich zur Abstimmung standen.

Freitag, 16. Oktober 2026

Spanien: RTVE stellt Benidorm-Teilnehmer vor


Spanien
- Das spanische Fernsehen RTVE hat die Teilnehmer des Festivals von Benidorm vorgestellt, die im kommenden Jahr am prestigeträchtigen spanischen Wettbewerb teilnehmen werden. Die 18 Interpreten wurden aus fast 900 Bewerbungen ausgewählt und treten am 26. und 28. Januar 2027 zunächst in den beiden Vorrunden an. Darunter ist auch Vicco, der 2023 mit "Nochentera" den dritten Platz im Jahr 2023 belegte.

Die Teilnehmer des Festivals von Benidorm 2027:
01. - Alba Morena
02. - Andrés Koi
03. - Bombai
04. - Chema Rivas
05. - Dani Dicostas
06. - Fran Tuduri
07. - Gale
08. - Isabel Aaiún
09. - Ladilla Rusa
10. - Merche
11. - Pipiolas
12. - Polo Nández & Sebastián Llosa
13. - Rossa
14. - Sara Abad
15. - Sev's
16. - Suzete
17. - Tami Tamako
18. - Vicco

Nach wie vor ist nicht bekannt, ob Spanien am Eurovision Song Contest in Burgas dabei sein wird. Anders als das moldawische Fernsehen TRM heute, liegt noch keine finale Zu- bzw. Absage des Senders RTVE vor. Generaldirektor José Pablo López sprach sich zuletzt dafür aus, den Boykott aus diesem Jahr auch 2027 fortzusetzen, nach wie vor gibt es jedoch noch keine verbindliche Pressemeldung. Das Festival findet unabhängig von der Entscheidung bis mindestens 2028 statt.

Freitag, 9. Oktober 2026

Albanien: RTSH präsentiert Festivali i Këngës-Teilnehmer


Albanien
- Der albanische Sender RTSH hat heute die Namen seiner Interpreten für das 65. Festivali i Këngës bekannt gegeben, aus dessen Pool der Vertreter für den Eurovision Song Contest in Burgas ermittelt wird. Ein Auswahlkomitee hat die aufgeführten Interpreten ausgewählt, deren Songs zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben werden. Mit dabei ist u.a. auch Kejsi Tola, die Albanien 2009 in Moskau vertreten hat.

Die Teilnehmer des 65. Festivali i Këngës:
01. - Adhurim Demiri
02. - Algert Sala
03. - Ana Bushgjokaj
04. - Ardit Çuni
05. - Arsi Bako
06. - Auro Deva & DJ Sardi
07. - Chip Deva
08. - Djemte E Detit
09. - Eldis Arrnjeti
10. - Erinda Agolli
11. - Gigliola Haveriku
12. - Gjergj Jorgaqi
13. - Herva Novaku
14. - Josif Gjipali & Ardita Meni
15. - Kejsi Jazxhi
16. - Kejsi Tola
17. - Khuba-Shkelzen Rexhaj
18. - Leandra Godaj
19. - Martina Serreqi
20. - Michela Paluca
21. - Orgesa Zaimi
22. - Petro Fejza & Antonio Papa
23. - Rei Bezhani
24. - Sara Bajraktari
25. - Sigi Bastri
26. - Vanesa Sono
27. - Xhoni Jesku

Bisher ist über den Ablauf des diesjährigen Festivali i Këngës noch nicht viel bekannt, etwa ob das Format dem der Vorjahre gleicht, indem es zu zwei Halbfinals, einer Nostaliga Night und dem großen Finake kommt. Ebenso wenig ist der Termin der Shows bekannt. Albanien hat bislang diverse Beiträge über das Festival ermittelt, in diesem Jahr gewann Alis die Mischung aus Jury- und App-Voting.

Dienstag, 6. Oktober 2026

Tschechien: ČT nimmt nicht am Song Contest 2027 teil


Tschechien
- 
Česká televize, der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Tschechien hat angekündigt, aufgrund von Budgetanpassungen nicht am Eurovision Song Contest 2027 in Burgas teilzunehmen. Die Meldung erfolgte eine Woche nachdem tschechische Medien berichteten, dass der Unterhaltungssektor, die Regionalprogramme und das Kinderprogramm von ČT drastischen finanziellen Kürzungen ausgesetzt sei.

"Der Eurovision Song Contest ist ein Großprojekt mit erheblichem Programm-, Produktions- und Organisationsaufwand. Angesichts der laufenden Budgetanpassungen hat Česká televize beschlossen, nicht am Wettbewerb 2027 teilzunehmen.", so ČT in einer öffentlichen Stellungnahme. Die Entscheidung gelte zunächst nur für das kommende Jahr, die folgenden Ausgaben des Wettbewerbs werde man einzeln bewerten.

Man möchte bislang nicht darüber spekulieren, wann Česká televize wieder am Eurovision Song Contest teilnehmen wird. Die EBU äußerte sich ebenfalls zum Rückzug des tschechischen Fernsehens: "Wir verstehen vollkommen, dass die Sender schwierige Entscheidungen treffen müssen, und wir sind uns der großen Herausforderungen bewusst, vor denen viele unserer Mitglieder stehen." Zuletzt nahm Tschechien in diesem Jahr mit Daniel Žižka teil, der mit "Crossroads" 16. im Finale wurde.

Mittwoch, 30. September 2026

Tschechien: Česká televize kündigt Sparmaßnahmen an


Tschechien
- Tschechische Medien berichten heute, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk ČT vor drastischen Sparmaßnahmen steht, die zu Entlassungen und Programmkürzungen führen. Der Sender kündigte an rund 350 Millionen Kronen (umgerechnet etwa 1,45 Millionen Euro) einsparen zu müssen. Senderchef Hynek Chudárek erklärte, das Ziel der Geschäftsführung sei es, den Sender auf die Zukunft vorzubereiten.

Die Einsparungen treffen offenbar sämtliche Bereiche von ČT, darunter auch die regionalen Programme und das Kinderprogramm. Auch die Teilnahme am Eurovision Song Contest steht damit zur Diskussion. Das Nachrichtenmagazin Aktuálně hat ČT mehrfach um eine Stellungnahme gebeten, bislang jedoch keine Bestätigung erhalten. Andere Quellen erklären, dass die Entscheidung noch offen ist, da der Sparkurs noch nicht final abgesegnet wurde.

Der tschechische Sender war in der Vergangenheit häufiger von finanziellen Einschnitten getroffen, auch die Teilnahme am Eurovision Song Contest wurde nach drei Anläufen zwischen 2009 und 2015 eingestellt, zum einen aufgrund des geringen öffentlichen Interesses, zum anderen auch aufgrund von Budgetproblemen. Seit 2015 nimmt Tschechien regelmäßig am Song Contest teil, zuletzt mit Daniel Žižka, der im Finale von Wien 16. wurde.

Dienstag, 29. September 2026

Kroatien: HRT sucht Beiträge für die Dora 2027


Kroatien
- Das nächste Land, das nach Georgien und Zypern seine Teilnahme am Eurovision Song Contest 2027 in Burgas fix bestätigt hat ist Kroatien. Der Sender HRT gab heute seine Pläne für das kommende Jahr bekannt und kündigt erneut einen nationalen Vorentscheid, die Dora 2027 an. Bewerbungen hierfür werden fortan bis einschließlich 29. November entgegengenommen.

Zu den bekannten Kriterien für den Vorentscheid zählt, dass die Interpreten mindestens 18 Jahre alt sein müssen und die kroatische Staatsbürgerschaft besitzen müssen. Die Beiträge dürfen nicht länger als drei Minuten sein und zuvor bereits kommerziell veröffentlicht worden sein. Zudem erklärte HRT, dass Autotune während der Live-Performance nicht gestattet ist. Nach Bewerbungsschluss durchlaufen alle Einsendungen einen Jury-Auswahlprozess.

Dort werden 24 Beiträge ermittelt, die die Startberechtigung für die Dora 2027 erhalten, die für Februar kommenden Jahres angesetzt ist. Ein fixer Termin steht bislang noch nicht fest. Neben den 24 direkt qualifizierten Beiträgen behält sich HRT vor vier Ersatzkandidaten zu benennen, die im Falle eines Rückzuges oder einer Disqualifikation das Teilnehmerfeld auffüllen werden. HRT sucht den Nachfolger von Lelek, die mit "Andromeda" den 15. Platz im Finale von Wien belegten.

Mittwoch, 23. September 2026

Niederlande: NOS übernimmt Song Contest für 2027


Niederlande
- Auch kehren die Niederlande nach einjähriger Pause zum Wettbewerb zurück. Nachdem AVROTROS den Wettbewerb an die Dachorganisation des öffentlich-rechtlichen Rundfunks NPO zurückgegeben hat, wird der Song Contest 2027 nun unter der Organisation von NOS stattfinden, bei dem der Song Contest u.a. in den 2000er Jahren lief. Die Dachorganisation erklärte, die Teilnahme 2027 sei ein Gemeinschaftsprojekt bei dem mehrere Glieder ineinandergreifen.

"Ein unabhängiges Team wird eingerichtet, das die Verantwortung für die Auswahl und Betreuung des teilnehmenden Acts übernimmt und dabei so weit wie möglich auf die vorhandene Expertise innerhalb des öffentlich-rechtlichen Rundfunksystems zurückgreift.", so NPO in einer Pressemeldung. "Die Niederlande kehren zum Eurovision Song Contest zurück und sind damit das erste der fünf Länder, die aufgrund der israelischen Teilnahme ihren Boykott beendet haben. Irland, vertreten durch den Sender RTÉ, ist das einzige Land, das seine Nichtteilnahme bis 2027 bestätigt hat.", heißt es weiter.

Der niederländische Rundfunk AVROTROS zog sich nach der EBU-Generalversammlung im vergangenen Dezember umgehend vom Wettbewerb zurück und argumentierte, dass die israelische Teilnahme gegen die ethischen Grundsätze des Senders verstoßen. Der Song Contest in Wien wurde später von NOS übertragen und kehrt nach einjähriger Pause dorthin zurück, wo er bereits in den 2000er Jahren zu sehen war, ehe AVROTROS die Organisation übernahm.

Belgien: VRT bestätigt Teilnahme in Burgas


Belgien
- Das flämische Fernsehen VRT hat seine Teilnahme am Eurovision Song Contest 2027 bestätigt. Nachdem lange Zeit unklar war, ob die Teilnahme Israels am Wettbewerb den Sender ähnlich wie etwa das irische Fernsehen in den Boykott 2027 führen wird, hat der Sender nun seine Teilnahme in Burgas bestätigt und wird einen Interpreten nach Bulgarien schicken. Gleichzeitig zog dies starke Kritik vonseiten der Gewerkschaft ACOD und von Politikern auf sich.

"Unsere rote Linie ist nun endgültig überschritten. Wir haben dem VRT-Management und der EBU drei Jahre lang einen Vertrauensvorschuss gegeben, aber die Zeit für zaghafte Maßnahmen ist vorbei.", so die Gewerkschaft, die die Interessen der Angestellten von VRT vertritt. "Die einzige Möglichkeit, die EBU davon zu überzeugen, dass sich etwas ändern muss, besteht darin, den Song Contest nicht auszustrahlen... Wir werden daher alles in unserer Macht Stehende tun, um sicherzustellen, dass der Eurovision Song Contest nicht im Fernsehen zu sehen ist."

Auch mehrere Politiker haben sich gegen die Teilnahme ausgesprochen. So heißt es etwa: "VRT selbst weist darauf hin, dass der Prozess noch nicht abgeschlossen ist. Jeder, der eine Veränderung der EBU wünscht, muss weiterhin Druck am Verhandlungstisch ausüben", heißt es etwa. VRT, das sich mit RTBF bei der Organisation des Wettbewerbs in Belgien abwechselt wird seinen Interpreten aller Voraussicht nach intern auswählen. Zuletzt wurde Belgien durch Essyla vertrten, die im Finale von Wien den 21. Platz belegte.

Donnerstag, 17. September 2026

Irland: RTÉ setzt Song Contest-Boykott 2027 fort


Irland
- Der irische Sender RTÉ hat heute seine Entscheidung für die Teilnahme am Eurovision Song Contest 2027 in Burgas gefällt und hält an seinem Boykott des Wettbewerbs fest. In einer Stellungnahme heißt es, die Position von RTÉ bleibt "unverändert" und verweist weiterhin auf die anhaltende Situation im Gazastreifen und die daraus resultierende humanitäre Krise. RTÉ zeigt sich zudem zutiefst besorgt über die anhaltende Weigerung internationale Journalisten Zugang zu gewähren.

RTÉ betonte zugleich, dass man den Wettbewerb auch im kommenden Jahr nicht ausstrahlen werde. Dies war bereits in diesem Jahr der Fall, als man sich dem Boykott der Eurovision nach der Generalversammlung der EBU im Dezember letzten Jahres den Sendeanstalten aus Island, den Niederlanden, Slowenien und Spanien anschloss. Song Contest-Direktor Martin Green drückte sein Bedauern über die Entscheidung des irischen Fernsehens aus.

"Sie bleiben ein geschätzter Teil unserer Familie und wir werden sie vermissen (...) Wir werden den Dialog mit RTÉ fortsetzen und hoffen, sie in Zukunft wieder beim Wettbewerb begrüßen zu dürfen.", so Green. Irland ist damit das erste der genannten fünf Länder, das seinen Boykott offiziell bestätigt hat. Irland ist trotz der Pleiten der letzten Jahre nach wie vor mit sieben Siegen das erfolgreichste Land im Wettbewerb, der letzte Sieg ist nunmehr jedoch schon 30 Jahre her, damals gewann Eimear Quinn mit "The Voice" in Oslo.

Mittwoch, 16. September 2026

News-Splitter (1162)


Montenegro
- Das montenegrinische Fernsehen RTCG hat seine Teilnahme am Eurovision Song Contest 2027 in Burgas bestätigt. Wie der Sender mit Sitz in Podgorica verlauten lässt, wird man definitiv einen Interpreten zum nächsten Song Contest schicken, auf welche Art und Weise dieser bestimmt wird ist jedoch noch nicht endgültig entschieden. "Die Öffentlichkeit wird zu einem späteren Zeitpunkt darüber informiert, ob der Beitrag durch einen nationalen Wettbewerb oder durch eine interne Auswahl ermittelt wird.", so RTCG. In den letzten beiden Jahren wurde der Act durch den Montesong ermittelt.

Ukraine
- Auch die kriegsgebeutelte Ukraine wird nächstes Jahr mit dabei sein. Der Sender Suspilne nimmt auch 2027 zum insgesamt 25. Mal teil. Senderchef Mykola Chernotytskyi erklärte: "Der Eurovision Song Contest ist heute ein wichtiges Instrument für die direkte Interaktion mit Hunderten Millionen Europäern. Für die Ukraine geht es bei der Teilnahme am Wettbewerb in erster Linie um Subjektivität, den Schutz der kulturellen Souveränität und die Möglichkeit, den ukrainischen Kontext bis zum Schluss im Fokus der Weltöffentlichkeit zu halten." Gesucht wird in der Ukraine der Nachfolger von Leléka, die in Wien den neunten Platz belegte. 

Spanien
- Spanische Medien berichten heute, dass der Verwaltungsrat von RTVE in dieser Woche darüber beraten wird, ob man am Eurovision Song Contest 2027 teilnehmen oder eben diesen aufgrund der Teilnahme Israels weiterhin boykottieren wird. Der spanische Sender war neben den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten aus Irland, Island, den Niederlanden und Slowenien einer von fünf Sendern, der seine Teilnahme in Wien aus Protest absagte. Die Europäische Rundfunkunion hat dem niederländischen Senderverbund NPO sowie dem belgischen Sender VRT unterdessen eine verlängerte Bedenkzeit für die Teilnahmebestätigung eingeräumt.

Sonntag, 13. September 2026

News-Splitter (1161)


San Marino
- Denny Montesi, Delegationsleiter für den Song Contest in San Marino, erklärte, dass Künstler aus über 50 Ländern Interesse an einer Teilnahme in Burgas angemeldet haben. Wie üblich findet vor dem TV-Vorentscheid eine Reihe von Castingrunden statt, die erste Phase läuft bereits am 9. und 10. Oktober sowie später noch einmal Ende November. Das Format erstreckt sich über die "Stage" und "Live Academy"-Phase für die rund 240 Bewerber ausgewählt werden. Der eigentliche Vorentscheid vereint Nachwuchsbewerber mit bekannten Künstlern und findet voraussichtlich im März statt.

Schweden
- Der schwedische Sender SVT vermeldet unterdessen, dass insgesamt 4.077 Lieder für den Vorentscheid, das Melodifestivalen 2027 eingereicht wurden. Das entspricht einem neuen Rekord, der bisherige Rekord an Einsendungen lag im Jahr 2026 bei 3.888 Beiträgen. SVT wird nun alle Beiträge sichten und eine Vorauswahl von 30 Acts wählen, die sich in den fünf Vorrunden des Vorentscheids gegenüberstehen. Das große Finale des schwedischen Melodifestivalen ist für Samstag, den 13. März 2027 in Stockholm angesetzt. Moderiert werden alle Shows von Björn Kjellman und Oscar Zia. 

Laos
- Inzwischen hat die Eurovision auch die finale Zahl an Teilnehmern für den ersten Eurovision Song Contest Asia in Bangkok bekannt gegeben. Insgesamt gehen elf Nationen an den Start, zuletzt meldete sich das mongolische Fernsehen an. Der laotische Sender VTE 9 gab jüngst bekannt, dass die Thinlamphone Mahavong kurz Thinla in Bangkok an den Start gehen wird. Ihr Musikstil wird als Mischung aus Morlum, Pop und R&B beschrieben, bekannt ist sie u.a. durch eine Asientournee und ihren Auftritt beim ASEAN-Gipfe. Ihr Lied soll am 23./24. September in einer TV-Auswahl gekürt werden.

Montag, 7. September 2026

Estland: ERR sucht Beiträge für Eesti Laul 2027


Estland
- Ende vergangener Woche hat das estnische Fernsehen ERR seine Teilnahme am Eurovision Song Contest in Burgas bestätigt. Zudem werde es im Vorfeld wieder einen nationalen Vorentscheid, den Eesti Laul 2027, geben. Bewerbungen hierfür nimmt das estnische Fernsehen bis zum 8. Oktober entgegen, der Vorentscheid selbst ist für den 30. Januar angekündigt.

Insgesamt sollen zwölf Beiträge beim Vorentscheid in der Unibet Arena in Tallinn vorgestellt werden. Wie üblich wird der Sieger in zwei Wertungsrunden ermittelt. Zunächst werden in einer Mischung aus Jury- und Televoting die drei Superfinalisten ermittelt, in der zweiten Runde wird der Beitrag, der Estland in Burgas vertritt, durch reines Televoting bestimmt.

Dem Regelwerk hinzugefügt wurde, in Abstimmung mit den Regularien des Eurovision Song Contests, dass teilnehmende Interpreten mindestens 18 Jahre alt sein müssen und sich im Klaren darüber sein müssen, dass sie Estland auf internationaler Bühne vertreten. Gesucht wird in Estland der Nachfolger von Vanilla Ninja, die in Wien mit "Too Epic To Be True" als Elfte im Halbfinale des Song Contests ausschieden.

Donnerstag, 3. September 2026

Ungarn: EBU räumt Sender verlängerte Bedenkzeit ein


Ungarn
- Ungarische Medien, etwa die Online-Zeitung 24.hu berichtet, dass das ungarische Fernsehen MRTV vor einer Rückkehr zum Eurovision Song Contest in Burgas steht. Man bezieht sich damit auf Berichte, dass die Interimsverwaltung des Senders mit der Europäischen Rundfunkunion in Kontakt steht, eine Rückkehr zum Song Contest 2027 zu planen. Die EBU kommt dem Sender offenbar auch finanziell entgegen.

Demnach hat die EBU dem ungarischen Fernsehen eine deutliche Reduzierung der Teilnahmegebühr in Aussicht gestellt, ebenso wie eine verlängerte Bedenkzeit bis zum 7. Dezember diesen Jahres. Eine finale Entscheidung wird vom ungarischen Fernsehen erst erwartet, sobald sich der unabhängige öffentlich-rechtliche Medienrat beraten hat. Interimsleiter András Horváth erklärte, dass MRTV kürzlich Gespräche mit der EBU geführt hat.

Die letzte Entscheidungsgewalt liegt beim neu bestimmten permanenten Generaldirektor des Senders. MRTV wird derzeit grundsätzlich umgebaut um unabhängige Standards wieder zu erreichen. Die Berichte greifen Forderungen des neu gewählten Ministerpräsidenten Péter Magyar auf, der sich Anfang des Jahres für eine Rückkehr Ungarns ausgesprochen hatte. Das Land nahm zuletzt 2019 in Tel Aviv teil, anschließend zog der Sender ohne offizielle Gründe vom Wettbewerb zurück.