Donnerstag, 8. September 2022

Vereinigtes Königreich: BBC arbeitet weiter mit TaP Music


Vereinigtes Königreich
- Die BBC trägt im nächsten Jahr nicht nur stellvertretend für die Ukraine den Eurovision Song Contest aus, sondern darf natürlich auch selbst einen Interpreten für das Finale der Eurovision beisteuern. Heute wurde hierzu ein entsprechendes Posting bei Eurovision.tv freigegeben, in dem es heißt, dass man die erfolgreiche Zusammenarbeit mit TaP Music weiterhin aufrecht erhalten wird und gemeinsam mit der Scouting-Firma einen Interpreten für den Wettbewerb suchen wird.

In diesem Jahr wurde Sam Ryder auf diese Art und Weise ermittelt, der mit "Space man" immerhin den zweiten Platz und damit das beste Ergebnis des Vereinigten Königreichs seit Imaani im Jahr 1998 erreichte. "Ich hoffe, wir finden einen weiteren Künstler, der nicht nur ein brillanter Botschafter für die Eurovision ist, sondern sich wie Sam mit einem herausragenden Song ein Bein ausreißt.", so Rachel Ashdown, Chefredakteurin der BBC. Auch bei TaP Music freut man sich über die Fortsetzung der Zusammenarbeit. 

Die BBC koordiniert zudem gemeinschaftlich mit der Europäischen Rundfunkunion den 67. Eurovision Song Contest. Heute endet die Phase, in der die sieben verbliebenen Städte ihre vollständigen Unterlagen für die Austragung des Eurovision Song Contests 2023 einreichen müssen. Neben Glasgow, das laut allgemeiner Aussage das aussichtsreichste Paket abliefert, gehören noch Birmingham, Leeds, Liverpool, Manchester, Newcastle und Sheffield zu den Anwärtern, den Wettbewerb 2023 auszurichten.

Dienstag, 6. September 2022

Monaco: Comeback im Jahr 2023 ausgeschlossen


Monaco
- Das Fürstentum Monaco fehlt für mindestens ein weiteres Jahr beim Eurovision Song Contest. Die Monaco Media Diffusion, das einzige verbliebene Mitglied des Fürstentums in der Europäischen Rundfunkunion hat gegenüber ESCtoday.com bestätigt, nicht am Song Contest 2023 im Vereinigten Königreich teilzunehmen. Die mittelfristigen Perspektiven sind allerdings nicht so schlecht, zumal die Regierung des kleinen Landes an der Côte d'Azur bereits finanzielle Mittel für den Wettbewerb in Aussicht gestellt hat.

Vergangenes Jahr schied der bisherige Rundfunk TMC aus der EBU aus, nachdem die Mehrheit des Senders bereits vor Jahren an den französischen Sender TF1 überging. Die monegassische Regierung sah sich daraufhin bemüht, einen eigenen nationalen Rundfunk zu schaffen, dieser soll den Namen Monte-Carlo Riviera TV tragen und eigentlich schon in diesem Jahr auf Sendung gehen. Laut Aussage des Generaldirektoren Salim Zeghdar soll der Launch des neuen Rundfunks nun für 2023 geplant.

Dementsprechend ist eine Teilnahme am Eurovision Song Contest 2024 möglich, sofern die EBU-Mitgliedschaft angestrebt wird. Dies dürfte von Seiten MCRTV angestrebt werden, da es bereits im November 2021 hieß, das Fürstentum stelle Gelder für die Eurovision zur Verfügung. Monaco debütierte 1959 beim Eurovision Song Contest und schaffte in seiner Geschichte einen Sieg, 1971 mit Séverine. Nachdem TMC 25 Jahre auf die Teilnahme verzichtete, kehrte man 2004 ins Halbfinale der Eurovision zurück, drei Teilnahmen endeten jedoch vorzeitig in den Semifinals, sodass sich der Sender erneut zurückzog.

Montag, 5. September 2022

Irland: RTÉ bestätigt Song Contest-Teilnahme 2023


Irland
- Das irische Fernsehen RTÉ hat heute gegenüber ESCtoday.com seine Teilnahme am Eurovision Song Contest 2023 bestätigt. Allerdings ließ der Sender mit Sitz in Dublin offen, auf welche Art und Weise der Interpret für die Show im Vereinigten Königreich ermittelt wird. In diesem Jahr holte RTÉ den nationalen Vorentscheid im Rahmen der "Late Late Show" zurück, nachdem jahrelang nur interne Auswahlen vorgenommen wurden.

Beim Song Contest in Turin belegte Brooke mit "That's rich" allerdings nur den 15. Platz im Halbfinale und schied damit, ähnlich wie ihre beiden Vorgängerinnen Sarah McTernan und Lesley Roy deutlich im Semifinale aus. Seit 2013, wo Ryan Dolan im Finale von Malmö den letzten Platz belegte flogen ausnahmslos alle irischen Interpreten bereits in den Halbfinalrunden aus. Der einzige zeitweilige Lichtblick war "Together", gesungen von Ryan O'Shaughnessy, der in Lissabon im Finale den 16. Platz belegen konnte.

Dabei hält Irland nach wie vor den Rekord für die meisten Siege beim Eurovision Song Contest. Zuletzt gelang dies Eimear Quinn im Jahr 1996 mit "The voice". Sobald es nähere Informationen zum irischen Auswahlverfahren geben wird, werden wir natürlich darüber berichten. Mit Irland hat sich somit auch das letzte westeuropäische Land zu seinen Plänen für 2023 geäußert, abgesehen von Monaco, das momentan keinen Mitgliedssender in der EBU vorweisen kann, stehen lediglich Bestätigungen aus dem mittleren Osteuropa, dem Balkan oder Kaukasus aus.

Freitag, 2. September 2022

Malta: Vorentscheid am 11. Februar 2023


Malta
- ...und noch ein weiteres Land hat seine Teilnahme 2023 bestätigt, namentlich Malta. Zwischen dem 17. und 31. Oktober können sich maltesische Interpreten für den nationalen Vorentscheid anmelden, der in der kommenden Saison aus vier Vorrunden, einem Halbfinale und einer Finalshow bestehen wird. Insgesamt sollen 40 Beiträge an der Vorauswahl teilnehmen, die zuvor von einer Jury aus allen Bewerbungen ermittelt wurden.

Die Termine des maltesischen Vorentscheids:
13.01.23 - 1. Vorrunde
20.01.23 - 2. Vorrunde
27.01.23 - 3. Vorrunde
03.02.23 - 4. Vorrunde
09.02.23 - Semifinale
11.02.23 - Finale

Pro Vorrunde treten zehn Kandidaten an, von denen sechs den Sprung ins Halbfinale schaffen. Im Halbfinale mit insgesamt 24 Interpreten schaffen 16 den Sprung ins Finale. Wie der nationale Rundfunk PBS meldet, soll in allen Shows ein Mix aus Jury- und Televoting zum Einsatz kommen. Das vollständige Regelwerk kann man hier einsehen. Malta wurde in diesem Jahr von Emma Muscat und "I am what I am" vertreten, die kostspielig produzierte Nummer schied jedoch als 16. im Halbfinale von Turin aus.

Portugal: Festival da Canção als Vorentscheid 2023


Portugal
- Auch RTP nimmt im nächsten Jahr wieder am Eurovision Song Contest teil. Das portugiesische Fernsehen hat gleichzeitig einen Bewerbungsaufruf für den traditionellen Vorentscheid, das Festival da Canção 2023, gestartet. Erneut soll das Festival, das seit dem Debüt des Landes regelmäßig zum Einsatz kommt, über den Interpreten entscheiden, der für Portugal ins Vereinigte Königreich fliegt. Insgesamt sollen wieder 20 Titel an der Auswahl teilnehmen. 16 Startplätze werden per Einladung von RTP vergeben.

Die übrigen vier Startplätze sollen durch einen öffentlichen Bewerbungsprozess besetzt werden. Hierfür öffnet heute das Bewerbungsfenster und schließt am 21. Oktober. Bewerben können sich alle Künstler, die über die portugiesische Staatsangehörigkeit verfügen oder einen permanenten Wohnsitz im Land haben. Demoversionen der Audio-Files nimmt RTP per E-Mail an festivaldacancao@rtp.pt entgegen. Das genaue Regelwerk kann man sich hier anschauen (auf Portugiesisch). Termine für das Festival sind noch nicht bekannt.

In diesem Jahr wurde Maro durch das Festival da Canção für Turin ausgewählt und belegte mit "Saudade, saudade" im Finale den neunten Platz. Portugal nimmt seit 1964 am Eurovision Song Contest teil und konnte ihn über 50 Jahre lang nicht gewinnen. Erst Salvador Sobral schaffte es mit "Amar pelos dois" mit einer Rekordpunktezahl von 758 Punkten, den Wettbewerb im Folgejahr nach Lissabon zu holen. Im Jahr zuvor verzichtete RTP, wie auch schon 2013, auf die Teilnahme am Wettbewerb, vornehmlich aus Kostengründen.