Freitag, 2. Dezember 2016

Frankreich: Grande Nation meldet über 3.000 Bewerbungen



Frankreich - Das französische Fernsehen schwebt nach der guten Platzierung von Amir in Stockholm auf einer kleinen Erfolgswelle und profitiert von dem Ergebnis. Wie der Sender in Paris meldet, wurden für den diesjährigen Auswahlmechanismus über 3.000 Bewerbungen eingereicht.

Offenbar haben sich nicht nur Nachwuchskünstler sondern in diesem Jahr auch durchaus schon etablierte Künstler für den Eurovision Song Contest gemeldet, die bisher die Teilnahme aufgrund der großen Fallhöhe scheuten. Amir sorgte auch aufgrund seiner Favoritenrolle auch für tolle Einschaltquoten, rund fünf Millionen Franzosen verfolgten die Show.

Wer Frankreich in Kiew vertritt, wird nun intern hinter verschlossenen Türen bestimmt. Wann genau mit einer Entscheidung zu rechnen ist, ist bislang noch völlig offen, die Franzosen sind aber nach Jahren der Misserfolge endlich wieder auf Kurs gekommen. Als Big Five-Mitglied ist Frankreich automatisch im Finale dabei.

Mazedonien: Sender sucht Lieder für Jana Burčeska



Mazedonien - Der Sender MKRTV sucht mögliche Song Contest-Lieder für seine intern gewählte Kandidatin Jana Burčeska. Ein öffentlicher Aufruf fand statt, der sowohl mazedonische als auch internationale Komponisten auffordert und berechtigt, für die ehemalige jugoslawische Republik an den Start zu gehen.

Bis einschließlich 25. Dezember können interessierte Autoren und Komponisten sich beim Sender in Skopje melden, Bewerbungen nimmt die Delegationsleiterin per E-Mail an meripopova@gmail.com entgegen. Anschließend wird der Sender alle Einsendungen bewerten und den Beitrag für Kiew wahrscheinlich im Februar 2017 vorstellen.

Jana Burčeska wurde intern gewählt, bekannt wurde sie als Fünfte in der lokalen Ausgabe "Macedonian Idol". 2011 wurde sie Botschafterin des UNICEF-Projektes "Gemeinsam für Schulen ohne Gewalt", 2012 gab sie ihr Debüt beim lokalen Skopje Fest, das in anderen Jahrgängen zur Wahl des mazedonischen Eurovisionskandidaten diente.

Eurofire's Adventskalender (2): Island



Island - Wie überall im isländischen Volksglauben, der Elfen und Kobolde fest einschließt, sind auch beim Weihnachtsfest Trolle am Werk. Unterm Jahr lässt Trollmutter Grýla ihre 13 Söhne nicht aus der Höhle in den Bergen, zur Weihnachtszeit kommt aber täglich ein Troll heraus beschenkt die Isländer mit Kleinigkeiten, wobei ungezogene Kinder nur Kartoffeln bekommen. 

Die Trolle haben bedeutungsschwanger Lausbubennamen wie Þvörusleikir (Löffellecker), Bjúgnakrækir (Rauchwurstdieb) oder Gáttaþefur (Türschlitzschnüffler). Und dann gibt es da auch noch die Weihnachtskatze, die der Überlieferung nach Jagd auf unartige Kinder macht und sie am liebsten mit Haut und Haaren auffressen möchte. Besinnlicher geht es dort am Heiligabend vonstatten. Im Familienkreis wird Jolaar (Weihnachtslamm), Rauchfleisch und selbstgebrautes Bier ausgegeben. Hinzu kommt das in Öl gebratene Weihnachtsgebäck Laufabrauð. 

Da Island relativ vegetationslos ist, baute man sich seine Tannenbäume früher aus Holzstücken selbst, malte sie grün an und dekorierte sie mit Zweigen und Kugeln. Heute werden die meisten Tannenbäume aus Kontinentaleuropa verschifft. Dafür ist es auf Island bereits ab November herrlich dunkel, Häuser, Gärten, Geschäfte, alles wird mit bunten Lampen geschmückt, am Abend des 24. Dezember ertönt dann landesweit Glockengeläut.

Gleðileg Jól, Ísland!

Hera Björk & Chiara - Christmas Song

Donnerstag, 1. Dezember 2016

Tschechien: Česká Televize erhält über 300 Bewerbungen



Tschechien - Jetzt wollten es die Tschechen aber scheinbar wissen. Wie der Delegationsleiter des Senders ČT vermeldete, gingen über 300 Beiträge für den Auswahlprozess zum Eurovision Song Contest 2017 in Prag ein. Eine Jury wird die Einsendungen nunmehr unter die Lupe nehmen und intern den besten Bewerber für Kiew nominieren.

Es gab keinerlei Beschränkungen für den Bewerbungsprozess, auch ausländische Interpreten durften sich in diesem Jahr in Tschechien bewerben. Gabriela Gunčíková schaffte in diesem Jahr erstmals in der Geschichte Tschechiens den Sprung ins Finale beim Eurovision Song Contest, auch wenn sie dort nur den vorletzten Platz erzielen konnte.

Tschechien gab sein Debüt 2007 in Helsinki mit der Rockband Kabát, die allerdings im Semifinale mit nur einem Punkt den 28. Rang belegte. Auch die beiden Anläufe in den Folgejahren waren kein Erfolg für ČT, das sich nach drei Anläufen zurückzog. Beim Comeback 2015 mit Marta Jandová & Vacláv Noid Barta stiegen sowohl die Platzierungen als auch das mediale Interesse am Wettbewerb.

Eurofire's Adventskalender (1): Ungarn



Ungarn - ...unsere kleine Adventsreise über den europäischen Kontinent beginnt in Ungarn. Dort glaubt man an den Heiligen Mikulás, der der Legende nach der Vater des Winters ist und mit seinem Krummstab von Haus zu Haus zieht. Eine besondere Symbolik hat in Ungarn die Zahl 13. Am 13. Dezember zelebrieren die Ungarn den Luca Napja, den Tag, an dem Frauen nicht arbeiten sollen, dies sollte die Produktivität von Hühnern fördern, Männer hingegen müssen an diesem Tag hart arbeiten und aus möglichst sieben verschiedenen Holzarten einen Stuhl zimmern.

Die Damen versuchen derweil mit Bleigießen herauszubekommen, welchen Beruf ihr Zukünftiger haben wird. Ebenfalls hat es sich durchgesetzt 13 Namen von Jungs auf verschiedene Zettel zu schreiben und täglich einen ungelesen zu entsorgen, sodass am Ende nur noch der Name des Ehemannes in spe übrig bleibt. Am 24. Dezember schließlich wird Karácsony (Weihnachten) gefeiert, üblicherweise fällt das Weihnachtsmahl sehr fischlastig aus. 

Und nach und nach hält auch der Weihnachtsbaum in Ungarn Einzug, der erste überlieferte Baum wurde 1824 von Gräfin Therese von Brunswick aus Tirol importiert. Sie war eine "entfernte Geliebte" von Ludwig van Beethoven. Der Weihnachtsbaum wird in Ungarn mit Szaloncukor (Salonzucker) dekoriert, kleinen Marzipan- oder Schokoladenbonbons mit Fruchtgeleefüllung, die heute vor allem industriell hergestellt und in Glitzerpapier eingehüllt werden.

Kellemes karácsonyi ünnepeket, Magyarország!

Szilvia Péter Szabó (Nox) - Little drummer boy