Samstag, 10. Januar 2026

Island: RÚV sagt Söngvakeppnin 2026 ab


Island
- Das isländische Fernsehen hat heute darüber informiert, dass man nach der Absage der Teilnahme beim Eurovision Song Contest 2026 in Wien keinen Söngvakeppnin austragen wird. RÚV-Programmdirektorin Eva Georgs Ásudóttir erklärte: "Es wird keinen traditionellen Söngvakeppnin geben. Das ist klar und bereits seit Dezember geplant." Der Wettbewerb stünde zu sehr im Zusammenhang mit der Eurovision und hätte bei einer Austragung keinerlei Zielführung.

RÚV hat sämtliche Interpreten und Komponisten, die bereits Songmaterial eingereicht hatte, darüber informiert, dass der Bedarf an Beiträgen nicht mehr gegeben ist und man keinerlei Pläne verfolgt, den Söngvakeppnin oder eine entsprechende Ersatzveranstaltung auszutragen. Derzeit ist jedoch auch noch nicht bekannt, was man alternativ übertragen werde. RÚV hat sich fünf Tage nach der Generalversammlung der EBU in Genf von der Eurovision abgemeldet.

Der Söngvakeppnin wird seit 1981, bereits fünf Jahre vor dem Debüt des Landes beim Eurovision Song Contest, regelmäßig veranstaltet. Zuletzt gab es 2021 keinen Vorentscheid, nachdem Daði og Gagnamagnið automatisch das Startrecht in Rotterdam eingeräumt wurde, nachdem dieser coronabedingt 2020 nicht zum Einsatz kam. RÚV ist neben den Rundfunkanstalten aus Irland, den Niederlanden, Slowenien und Spanien einer von fünf EBU-Mitgliedssendern, die den Wettbewerb 2026 boykottieren.