Freitag, 17. Juni 2011

Portugal: RTP wird Ende des Jahres privatisiert


Portugal - Die portugiesische Rundfunkanstalt Rádio e Televisão de Portugal (RTP) wird Ende des Jahres privatisiert. Mit Ausnahme des Senders RTP 2 sollen auf Beschluss der neuen portugiesischen Regierung unter Pedro Coelho, sämtliche Sender von RTP bis Ende des Jahres privatisiert werden, das berichtet die Financial Times und beruft sich auf portugiesische Quellen.

Zum Verbund von RTP gehören neben den beiden Hauptkanälen RTP 1 und 2 auch RTP Internacional, der u.a. Regionalprogramme in Timor-Leste und Macao betreibt, RTP África, RTP Madeira und RTP Açores. Inwiefern eine Teilnahme am Eurovision Song Contest von der Privatisierung von RTP abhängt, bleibt bislang ungeklärt. Möglicherweise bleibt die Teilnahme auch völlig unberührt.

RTP, das seit 1964 am Eurovision Song Contest teilnimmt, nahm bisher insgesamt 43 Mal am Eurovision Song Contest teil und schaffte als beste Platzierung nur einmal den sechsten Rang. Dennoch gehört der Song Contest jedes Jahr zu den meist gesehenen Sendungen von RTP. Sobald es neue Informationen aus Portugal gibt, werden wir darüber berichten.

Update [21:41 Uhr]: Wie mir aus Portugal berichtet wurde, werden lediglich 49% des Senders RTP 1 privatisiert, der Großteil des Senders soll weiterhin unter öffentlich-rechtlicher Verwaltung stehen. Angesichts dessen scheint ein Rückzug vom Eurovision Song Contest nur aufgrund der Teilprivatisierung nicht wahrscheinlich, zudem auch erst ein Ausschluss aus der EBU erfolgen müsste.

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